Samsung Galaxy S7 Edge im Test

Das Galaxy S7 Edge ist in allen Belangen das bessere, neue Galaxy – und Samsungs Meisterstück. Was das Smartphone zum neuen Goldstandard macht, erfahrt Ihr im ausführlichen Test.

Versteht mich nicht falsch: Ich bin nicht unbedingt ein Fan von "größer ist besser", aber auf das Galaxy S7 Edge trifft das zweifelsfrei zu. Mit seinen 5,5 Zoll ist es spürbar größer als das normale Galaxy S7, hat dafür aber auch mehr unter der Haube: 600 mAh, um genau zu sein. Denn mit seinen 3600 mAh fasst die Batterie erheblich mehr als der 3000-mAh-Akku des S7. Dabei ist es nur fünf Gramm schwerer als der kleine Bruder, dafür aber auch 0,2 Millimeter dünner. Schließlich hatten Samsungs Ingenieure mehr Platz zur Verfügung. Ansonsten verfügen beide neuen Flaggschiffe über denselben Chipsatz, den Exynos 8890 in Deutschland, dieselbe Wasserdichtigkeit, denselben 32 GB großen Speicher, dieselbe Kamera und einen microSD-Kartenslot für die Speichererweiterung.

Look & Feel: Glas, wohin das Auge schaut – und ein knackscharfes Display

Doch genug verglichen, hier soll es ausnahmslos um das Edge gehen. Schon dessen Vorgänger, das Galaxy S6 Edge, hat mich vor einem Jahr enorm beeindruckt. Das Curved-Display war zwar im Vergleich zum Note Edge nur eine Spielerei, aber dennoch besonders. Vor allem sah das Smartphone damit unverschämt gut aus. Und das ausgerechnet von Samsung, die über Jahre eher mit billigem Plastiklook unterwegs waren. Was für ein Turnaround! Ein Jahr später ist das Edge nicht nur erwachsener geworden, es ist auch tatsächlich gewachsen: 5,5 Zoll lassen sich von mir als Mann noch bedienen, Frauen dürften ihre Probleme haben. Interessant: Ausgerechnet die Frauen in der Redaktion hielten das Smartphone in ihren Händen und betonten beinahe unisono: "So viel Glas. Das würde bei mir sofort in tausend Teile zerspringen, wenn es mal runterfällt."

Dieser Eindruck kommt nicht von ungefähr: Das S7 Edge wirkt zunächst wie ein Glaskörper, der nur von einem dünnen Aluminiumrahmen umfasst ist. Ganz so, als wolle Samsung um jeden Preis die Plastik-Vergangenheit hinter sich lassen. So kommen die Rundungen des Bildschirms gut zur Geltung, die das Display zu einem Hingucker machen. Die 1440 x 2560 Pixeln auf 5,5 Zoll liefern eine Pixeldichte von 534 ppi. Das ist mehr als knackscharf, auch wenn das Galaxy S7 mit dem kleineren Display und identischer Auflösung auf 577 ppi kommt. So wirken Schrift und Bilder auf dem S7-Edge-Bildschirm wie aufgedruckt. Laufen Inhalte dann über die gebogenen Kanten, wirkt es umso mehr, als würde man auf eine Druckerpresse blicken. Kleiner Wermutstropfen: Bei höheren Betrachtungswinkeln bekommt der AMOLED-Screen einen leichten Grünstich.

Das viele Glas des S7 Edge sieht enorm schick aus, hat aber auch einen Nachteil: In der uns zur Verfügung gestellten Variante "Black Onyx" ist das Gerät permanent übersät mit Fingerabdrücken. Und das nicht nur auf dem Display, sondern auch auf der Glasrückseite. Da heißt es: Putzen, putzen, putzen. So kann man auch eine Verbindung zu seinem Smartphone aufbauen. Und wer glaubt, dass das Smartphone schnell bricht, den kann ich beruhigen: Auch wenn wir uns hüten werden, mit einem solchen Flaggschiff einen Droptest zu veranstalten, so ist Gorilla Glass 4 verbaut, das für Stürze auf raue Oberflächen, wie etwa Asphalt, optimiert wurde. Was aber auch nicht heißt, dass das Device sturzsicher ist. Laut Corning, dem Hersteller von Gorilla Glass, überleben Smartphones in 80 Prozent der Fälle einen Sturz aus einem Meter Höhe.

Return of the Features: wasserdicht und per microSD-Karte erweiterbar

Ins Wasser fallen kann das S7 Edge problemlos. Vorausgesetzt, es taucht nicht tiefer als einen Meter und Ihr holt es innerhalb der nächsten 30 Minuten wieder hinaus. Das musste unser Mediengestalter Sebastian auch gleich für unser Testvideo ausprobieren. Kurzfazit: Einen Pfützentauchgang hat das Galaxy-Gerät problemlos überlebt. Positiver Nebeneffekt: Wenn es mal übersät ist mit Fingerabdrücken, könnt Ihr es einfach feucht abwischen. Meiner Meinung nach gebührt Samsung für die Wasserdichtigkeit seiner Top-Smartphones Respekt. Denn zum einen hat der Konzern auf die vielfache Kritik der Fans gehört und das Feature des Galaxy S5 wieder eingeführt, zum anderen sind die Galaxys damit auf längere Sicht die einzigen Highend-Geräte in Deutschland, die wasserdicht sind. Sony vertreibt das Xperia X Performance vorerst nicht hierzulande, das LG G5 muss aufgrund seiner modularen Bauweise auf IP 67 verzichten, und auch die Huawei-Geräte sind nicht wasserdicht. Gut gemacht, Samsung!

Und auch wenn ich mir sehr gut vorstellen kann, dass Samsungs Designer und Ingenieure um jeden verfügbaren Mikrometer im Innern gestritten haben, so haben die Koreaner in den Galaxys wieder einen microSD-Kartenslot verbaut. Damit lassen sich die 32 GB interner Speicher, von denen zum Start acht Gigabyte mit Systemdaten belegt sind, um bis zu 200 GB erweitern. Wermutstropfen: Samsung erlaubt nicht die nahtlose Nutzung des externen Speichers, der sich unter Android 6.0 Marshmallow theoretisch als interner Speicher behandeln lässt. Auch LG verzichtet auf dieses Marshmallow-Feature. Auch wenn sich die Koreaner nicht offiziell dazu äußern, dürfte der Grund klar sein: Man will vermeiden, dass Nutzer eine preiswerte, langsame microSD verwenden, die dann das gesamte System ausbremst. Hartgesottene Android-Nutzer, die immer das Maximum aus dem neuen System herausholen wollen, dürfte es trotzdem stören, dass man mit einem Highend-Gerät nicht das volle Potenzial von Android 6.0 Marshmallow entfalten kann.

Software: Touchwiz schaut googeliger aus

Über das aktuelle Android stülpt Samsung erwartungsgemäß Touchwiz, das allerdings aufgeräumter ausschaut als jemals zuvor. Kein Wunder: Samsung hatte sich direkte Hilfe von Google geholt und viel Wert bei der Entwicklung der neuen Geräte-Generation auf den Look und die Schnelligkeit der Benutzeroberfläche gelegt. Das war auch bitter nötig: Jahrelang hatte der Konzern auf Googles Vorgaben gepfiffen. Schön sah Touchwiz nie aus. Fest steht: Samsungs aktuelle Benutzeroberfläche schaut sehr aufgeräumt aus. Passenderweise heißt ein Theme auch "Material Design". Damit kommt man als Galaxy-Nutzer dem Stock-Android-Feeling eines Nexus schon sehr nahe. Allerdings handelt es sich nicht um ein offizielles Samsung-Theme. Wer noch mehr Material Design braucht, installiert sich einfach den Google-Now-Launcher. Dann ist allerdings der Geschwindigkeitsvorteil von Touchwiz auf dem S7 Edge dahin.

Apropos Edge und Touchwiz: Künftig habt Ihr mehr Möglichkeiten, die Kanten mit Funktionen zu belegen. Somit sind die "curved (!) edges" nicht mehr nur ein Designelement, sondern ein nützliches Feature. Im Deutschen nennt Samsung den Menüpunkt "Paneel-Pfeileinstellungen" (wer hat das übersetzt?). Darin könnt Ihr acht Paneele mit jeweils fünf Icons bis ins kleinste Detail konfigurieren.

So legt Ihr Euch entweder die wichtigsten Apps auf die Seitenleiste oder das Wetter oder VIP-Kontakte oder Eure Todo-Listen und Kalendereinträge. Zudem lässt sich noch die Position (rechts oder links) sowie die Größe und die Transparenz einstellen. Habt Ihr die Seitenleiste konfiguriert, taucht sie als Mini-Lasche neben dem Powerbutton auf. Sehr praktisch. Ebenfalls praktisch: der Game Launcher. Dieser lässt sich in den Einstellungen unter "Erweiterte Funktionen" aktivieren und bietet tatsächlich nützliche Funktionen, wenn Ihr auf dem Smartphone zockt. So könnt Ihr etwa entscheiden, ob Ihr Spiele mit 60 Bildern pro Sekunde oder 30 fps zocken wollt und Benachrichtigungen während des Daddelns nicht angezeigt werden dürfen.

Always on: So lässt sich Strom sparen

Vor allem aber ist Touchwiz sauschnell. Eingaben werden unmittelbar in Befehle umgesetzt, Menüs sind quasi sofort da, die Kamera-App startet in Rekordgeschwindigkeit, wenn Ihr zweimal auf den Homebutton drückt. Und das, obwohl Samsung nicht an Features spart. Das Augenscheinlichste: das "Always on"-Feature im Standby-Modus. Das Smartphone zeigt dann die wichtigsten Informationen – neue Nachrichten, Uhrzeit, Datum und Akkustand – an und beleuchtet dabei nur einige Pixel. So sollt Ihr Strom durch den Umstand sparen, dass Ihr das Gerät nicht mehr für diese Informationen entsperren müsst und dabei den kompletten Bildschirm beleuchtet und den Chipsatz aus dem Schlaf holt. Dafür, dass im Vorfeld so viel über das Feature diskutiert wurde, handelt es sich in der Praxis um eine ziemlich unscheinbare, wenn auch praktische Funktion. Es ist da, es funktioniert.

Was mich dabei wahnsinnig macht: Die Anzeige springt in bester Windows-Bildschirmschoner-Manier in Intervallen über das Display und wird dabei selten mittig angezeigt. Das hätte man auch schöner lösen können. Nach einigen Tagen in Benutzung kann ich zumindest für mein Nutzungsverhalten behaupten: Ich würde "Always on" eher deaktivieren, da ich meist, wenn ich zum Handy greife, nicht nur die Uhrzeit checken will, sondern tatsächlich Apps aufrufe und durch das System navigiere. Ein sinnvolles Feature ist es allemal.

Wer es gar nicht möchte, kann die Funktionen in den Schnelleinstellungen deaktivieren. Die hat Samsung auch überarbeitet. So schaut das Menü nicht nur aufgeräumter aus und leuchtet nicht mehr Blau, Grau und Gelb, sondern ist auch um viele Einträge angewachsen. Das ist exemplarisch für die Art und Weise, wie Samsung bei der Entwicklung der neuen S7-Modelle vorgegangen ist: Man hat das Rad nicht neu erfunden, aber an allen gebogenen Ecken und Enden kleinere und größere Verbesserungen eingeführt.

Der Akku: groß, schnell geladen, aber nicht mit Quick Charge 3.0

Nicht verbessert hat Samsung nach Ansicht einiger Kritiker die Schnellladefunktion. Zum Hintergrund: Die Koreaner verbauen für einige Märkte den neuen Snapdragon 820 von Qualcomm, der Quick Charge 3.0 unterstützt. Hierzulande kommt der hauseigene Exynos 8890 zum Einsatz. Wohl um ein "Akku-Gate" zu vermeiden, beherrscht das Smartphone in beiden Varianten nicht die aktuellste Quick-Charge-Technologie. Zudem verbaut Samsung keinen USB-Typ-C-Anschluss, sondern setzt weiterhin auf micro-USB. Als jemand, der bei einem brandneuen Android-Smartphone auch immer die aktuellste Technologie erwartet, dürfte man enttäuscht sein.

Doch Fakt ist: Auch wenn immer mehr Hersteller auf Typ-C setzen, wird es noch lange dauern, bis es tatsächlich Standard ist. Zudem unterscheiden sich Quick Charge 2.0 und 3.0 weniger durch die Ladezeit. Während Smartphones mit Quick Charge 2.0 den Akku nach 30 Minuten Ladezeit zu 60 Prozent gefüllt haben, sind es bei Version 3.0 nach 35 Minuten gerade mal 20 Prozent mehr. Vielmehr geht es bei Quick Charge 3.0 um eine dynamische Anpassung des Energie-Outputs, je nachdem, wie viel Strom der Akku wirklich benötigt. Das heißt: Ihr spart mitunter Strom. Zudem sind mit Version 3.0 Lizenzgebühren an Qualcomm verbunden, die Samsung offenbar nicht an die Nutzer durch einen höheren Preis weitergeben wollte.

In der Praxis kann ich diese Zahlen bestätigen. Komplett leergelutscht, ist die Batterie nach weniger als 30 Minute zur Hälfte wieder aufgeladen, nach rund 90 Minuten voll aufgeladen. Nun zur Frage, inwiefern sich der größere Akku und Always on bemerkbar machen, was die Laufzeit angeht. Für einen Vergleichswert las ich mir auch nochmal Amirs S6-Edge-Test vom Vorjahr durch. Er schrieb: "An einem langen Tag mit Bahnfahrt von Berlin nach Hamburg, etwas intensiverer App-Nutzung unterwegs und einem Video-Dreh zu einem mobilen Spiel auf dem S6 edge hielt der 5,1 Zoller bei automatischer Bildschirmhelligkeit im oberen Drittel ziemlich genau 13 Stunden durch; an einem Tag im Home Office mit spärlicher Benutzung und ständiger Verbindung ins WLAN waren dann auch schon mal 32 Stunden drin."

Nun fahre ich nicht mit der Bahn zur Arbeit, sondern mit dem Fahrrad. Doch auch wenn der Akku nun um 1000 mAh gewachsen ist, so sind Display und Hardware mitgewachsen. So entpuppt sich "Always on" nicht als Akku-Heilsbringer derart, als dass dadurch die Laufzeit verdoppelt würde. Vielmehr liegt sie auf einem ähnlichen Niveau. Nutze ich das Smartphone permanent, komme ich auf rund 13 Stunden, halte ich mich zurück, sind laut Systemanzeige rund 32 Stunden problemlos möglich.

Wenn man bedenkt, dass die Vorjahres-Hardware etwa im Antutu auf rund 63.910 Punkte kam und das S7 Edge die doppelte Leistung auf die Straße bringt, geht die Akkulaufzeit mehr als in Ordnung.

Die Kamera: weniger Auflösung, mehr Pixel, immer noch sehr gut

So ist der Akku auch zügig für die nächste Fototour bereit. Auf die hat sich Kollege Jan zusammen mit dem Galaxy S6 und unserem Kamera-Spitzenreiter LG G4 begeben und sowohl Rück- und Frontkamera als auch die Kamera-Apps des Vorgängers mit der des S7 bzw. S7 Edge verglichen. Die Ergebnisse könnt Ihr Euch in unserem ausführlichen Kameratest durchlesen und ansehen. Sein Fazit vorweg:

"Das Galaxy S7 verfügt über eine sehr gute Kamera, die nicht nur sehr schnell auslöst, sondern auch einen sehr schnellen Autofokus besitzt. Die Reduzierung der Auflösung macht sich nicht negativ bemerkbar. Im Gegenteil: Steht weniger Licht zur Verfügung, werden die Bilder sogar deutlich besser als beim direkten Vorgänger. Dafür fallen die Aufnahmen des Galaxy S6 bei Tageslicht teilweise in einigen Details besser aus. Ähnlich fällt der Vergleich mit dem LG G4 aus: Beide bewegen sich auf einem Level und sind in einigen Details mal besser und mal schlechter. Eine so deutliche Verbesserung der Bildqualität wie vom Galaxy S5 zum Galaxy S6 gibt es in diesem zwar Jahr nicht, aber mit dem Galaxy S7 kann man viel Freude beim Fotografieren haben."

Den Kamerahubbel auf der Rückseite haben Samsungs Ingenieure eliminiert. Zurückgeblieben ist lediglich ein schmaler Rand um die Linse, der eher dem Schutz dient.

Die Performance: aktuell Spitzenklasse

Noch ein paar warme Worte zum Exynos: Aktuell ist das Galaxy S7 Edge bzw. das Galaxy S7 das schnellste Android-Smartphone auf dem Markt. Ja, es gibt bereits erste Benchmarks mit dem LG G5, die einen höheren Wert für das Konkurrenz-Smartphone liefern, allerdings lief dieser auf einem nicht-finalen Gerät. Und obwohl das Xiaomi Mi5 mit dem Snapdragon 820 auf dem MWC Rekordwerte erzielte, läuft er aktuell wohl mit angezogener Handbremse. Ob Qualcomm die Hitzeprobleme immer noch nicht in den Griff bekommen hat? Wir werden sehen, wenn wir beide Smartphones ausführlich testen. Aktuell führen die Galaxys also das Antutu-Ranking an. Im Geekbench kommt das Galaxy S7 Edge mit vier Gigabyte Arbeitsspeicher auf beeindruckende 2081 Punkte im Single-Core und ganze 6440 Punkte im Multicore. Zum Vergleich: Das iPhone 6s kommt im Single-Core auf 2560 Punkte, im Multicore auf 4473 Punkte. Das Mate 8 schafft mit seinem Kirin 950 im Geekbench 1.749 Punkte bei der Single-Core-Messung und 6.078 Punkte bei der Multi-Core-Messung.
Im Antutu setzt sich das Galaxy S7 Edge noch deutlicher bei den Androiden an die Spitze: 131.000 Punkte! Das Mate 8 kam bei unserem Benchmark "nur" auf knapp 91.000 Punkte.

Gute Werte im Antutu-Benchmark(© 2016 CURVED)

Bei starker Beanspruchung, etwa beim Gaming, wird das Smartphone dann zwar warm, aber auch nicht besonders heiß. Unser Laser-Thermometer zeigte 35 Grad nach rund 30 Minuten Real Racing an. Das geht völlig in Ordnung und ist um Längen kühler als alles, was der Heißsporn Snapdragon 810 bei den Flaggschiffen im vergangenen Jahr an Hitze produziert hat. Da leistet die verbaute Heatpipe ganze Arbeit.

Preise: günstiger als das Vorjahresmodell

Vor allem das Edge-Modell hat sich preislich interessant entwickelt: War das S6 Edge im Vergleich kleiner und schwächer bestückt, kostete es zur Einführung 849 Euro. Das S7 Edge hingegen ist zum Start für 799 Euro zu haben. Das sind aber immerhin noch 100 Euro mehr als für das Galaxy S7. Ist der Preis gerechtfertigt? Rund 800 Euro für ein Smartphone sind natürlich sehr viel Geld. Ob man bereit ist, das auszugeben, muss letzten Endes jeder für sich selbst entscheiden. Abgesehen davon ist es das bestverarbeitete Flaggschiff-Smartphones des noch jungen Jahres und dazu noch wasserdicht.

Laut einer Prognose der Preissuchmaschine Idealo könnte das Galaxy S7 voraussichtlich schon im Juni dieses Jahres 21 Prozent günstiger zu haben sein als zum Verkaufsstart im März. Dies würde beim aktuellen Verkaufspreis von 699 Euro eine Einsparung von knapp 147 Euro bedeuten – weshalb das Top-Smartphone dann letztlich 552 Euro kosten würde. Sollte sich der Preis des Galaxy S7 Edge ähnlich entwickeln, wäre es im Juni 2016 schon für 631 Euro statt für aktuell 799 Euro zu haben.

Fazit: So geht Evolution

Noch konnten wir den großen MWC-Konkurrenten LG G5 nicht testen, insofern steht fest: Das Galaxy S7 Edge führt mühelos die Riege der Top-Smartphones 2016 an. Display, Kamera, Akkuleistung und Verarbeitung sind top, von Fans geforderte Features, wie der microSD-Kartenslot und Wasserdichtigkeit, sind zurückgekehrt. Darüber hinaus bekommen Nutzer mit dem S7 Edge ein größeres Display und mehr Akku. So können sich eingefleischte Fans der Galaxy-Reihe zwar ärgern, dass die neue Generation nicht über Quick Charge 3 und einen Typ-C-Anschluss verfügt. Alle anderen bekommen dafür ein rundherum rundes Gerät, dass die Versäumnisse der Vorgänger ausmerzt und um praktische Features ergänzt.

So ist das S7 Edge ein echtes Meisterstück geworden. Wer daran gezweifelt hat, dass Samsung sich dauerhaft mit einem hochwertigen Design etablieren kann und sich so in der Oberklasse behaupten kann, ist spätestens jetzt eines Besseren belehrt. Die Konkurrenz muss sich in den kommenden Monaten an dieser Leistung messen.


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