App Store: Neue Richtlinien sollen nutzlose AR-Apps fernhalten

Apps mit ARKit müssen laut Richtlinien einen Mehrwert bieten
Apps mit ARKit müssen laut Richtlinien einen Mehrwert bieten(© 2017 Apple)

Apple hat die Richtlinien für den App Store überarbeitet. Die neuen Zeilen beschäftigen sich auch mit der Nutzung von ARKit und Face ID. Ziel ist es offenbar, eine Flut an Programmen zu verhindern, die keinen Mehrwert für die Nutzer bieten. Neue Regeln gibt es auch zum Thema Privatsphäre und Datenschutz.

Apple fordert von auf ARKit basierenden Apps, dass diese eine "reichhaltige und integrierte Augmented Reality Erfahrung" bieten, berichtet Hacking with Swift. Ein AR-Programm, in dem etwa nur ein simples 3D-Modell ohne Interaktionsmöglichkeit platziert werden kann, dürfte diesen Anforderungen nicht genügen. Zudem dürfen Entwickler von Augmented-Reality-Software nicht versuchen, die Nutzer anhand von über die Kamera bezogenen Daten zu identifizieren. Apple will unterbinden, dass persönliche Informationen eines Users über AR-Apps gesammelt (und womöglich verkauft) werden.

Face ID ist nicht für Kinder

Mit dem iPhone X führt Apple auch das neue Sicherheits-Feature Face ID ein. Allerdings sollen Entwickler sicherstellen, auch eine zweite Methode einzubauen, über die ein Nutzer verifiziert werden kann. Die sei für Kinder unter 13 Jahren gedacht, die diese App verwenden. Womöglich ist dies nur eine zusätzliche Sicherheitsvorkehrung: Drittanbieter-Programme haben angeblich gar keinen Zugriff auf die gespeicherten Gesichts-Daten, sondern bekommen lediglich vom Betriebssystem mitgeteilt, ob die Überprüfung erfolgreich war.

Eine weitere neue Richtlinie besagt, dass Apps Inhalte und Dienste nur dann bewerben dürfen, wenn diese auch wirklich im Programm enthalten sind. Dies richtet sich wohl auch gegen Viren- und Malware-Scanner, die aber nicht dazu in der Lage sind, Schadsoftware wirklich von einem iOS-Gerät zu entfernen. Offen bleibt, ob sich Apple auch streng an die neuen Richtlinien für den App Store halten wird. Mit dem Rollout von iOS 11, der am 19. September 2017 beginnt, dürften auch die ersten Programme mit ARKit verfügbar sein. Da das iPhone X im November erscheint, sollten spätestens dann die ersten Apps mit Face-ID-Unterstützung auftauchen. Einen Ersteindruck vom Jubiläums-iPhone und dessen Gesichtserkennung liefert Euch das Hands-On von Felix, das auch ein Video enthält.

Weitere Artikel zum Thema
Diese iPho­nes dürfen ab sofort in Deutsch­land nicht mehr verkauft werden
Francis Lido
Peinlich !22Das iPhone 8 darf Apple in Deutschland aktuell nicht mehr verkaufen
Qualcomm hat Sicherheiten hinterlegt, um ein Verkaufsverbot für bestimmte iPhones zu erwirken. Über Händler sind diese aber noch verfügbar.
iPhone Xr kann mehr Android-Nutzer zum Wech­seln bewe­gen als iPhone X
Michael Keller
Das iPhone Xr ist später erschienen als iPhone Xs und Xs Max
Das iPhone Xr kommt offenbar bei Android-Nutzern gut an – einer Erhebung zufolge besser als iPhone X und iPhone 8 im Vorjahr.
Klage gegen Apple: Werbung für iPhone Xs versteckt Notch
Francis Lido
Peinlich !7iPhone Xs: Bei der Angabe der Display-Auflösung hat Apple offenbar die Notch nicht berücksichtigt
Apple sieht sich der nächsten Klage ausgesetzt. Auslöser sind Marketing-Bilder und Pixel-Angaben zu iPhone X und iPhone Xs (Max).

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.