Apple kontert Vorwürfe von Spotify: "Keine Gratis-App"

Spotify zufolge setze Apple seine Kontrolle über den App Store gegen Konkurrenten ein
Spotify zufolge setze Apple seine Kontrolle über den App Store gegen Konkurrenten ein(© 2014 CURVED)

"Aus großer Kraft folgt große Verantwortung" – das aus den Spider-Man-Comics stammende Zitat passt auch hervorragend zum Clinch zwischen Apple und Spotify. Aus Sicht des schwedischen Musik-Streaming-Anbieters missbraucht Apple nämlich seine Macht über den App Store, um Konkurrenten unter Druck zu setzen. Das US-Unternehmen sieht das natürlich anders und richtet seinerseits Vorwürfe an Spotify.

Apple zufolge sei es offenbar Spotifys Bestreben, alle Vorteile des App Store für seine Anwendung zu nutzen und nichts dafür zu bezahlen. Im Fall der kostenlosen und werbegestützten Version des Dienstes sei das sogar in Ordnung. Beim Premium-Angebot handele es sich aber eben nicht um eine Gratis-App ohne Kosten für den Nutzer. Das teilt das Unternehmen in einer offiziellen Stellungnahme zu den Vorwürfen auf seiner Webseite mit.

Wollte Spotify die Regeln umgehen?

In seinem Statement adressiert Apple jeden Vorwurf des konkurrierenden Streaming-Anbieters. So versuche Spotify zum Beispiel nicht nur, sich auf Kosten Apples zu bereichern. Auch gegenüber den Künstlern verhalte sich Spotify respektlos, denn das Unternehmen versuche gerade mit rechtlichen Mitteln die Abgaben für Musiker und Songwriter zu senken. Überhaupt zahle Spotify nur für einen Teil seiner Premium-Nutzer eine Abgabe an Apple. Außerdem soll unerwähnt geblieben sein, dass die Umsatzbeteiligung von 30 Prozent nach einem Jahr auf 15 Prozent sinke.

Vorwürfe Spotifys, Apple würde die Veröffentlichung von Apps und Updates für seine Plattformen hinauszögern oder blockieren, weist das Unternehmen zurück. Es gelten die gleichen Regeln wie für jede andere App. In Einzelfällen soll es aber zu Schwierigkeiten bei der Veröffentlichung gekommen sein, weil Spotify versucht habe, die bestehenden Regeln zu umgehen. Was haltet ihr von der Auseinandersetzung der beiden Streaming-Anbieter?

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