Chinas next Superstars: Diese Smartphones werden kommen

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China Smartphones
China Smartphones(© 2014 Weibo, Meizu, Huawei, Lenovo, Phicomm, CURVED Montage)

Aus dem Reich der Mitte reißt die Flut an neuen Smartphones nicht ab: Neben dem OnePlus One und dem Xiaomi Mi4 stehen schon die nächsten chinesischen Smartphones in den Startlöchern, um gegen das Establishment rund um Samsung, LG, Sony und Apple anzutreten. Wir von CURVED geben Euch einen Überblick über Chinas kommende Superstars unter den Smartphones. 

Das chinesische Hersteller hervorragende Smartphones produzieren können, das haben Geräte wie das OnePlus One, das Xiaomi Mi3 oder aber das brandneue Mi4 längst bewiesen. In Sachen Design, Haptik und auch Leistung halten diese Chinakracher einen Vergleich mit Samsung Galaxy S5, LG G3 und auch einem Apple iPhone 5s durchaus stand.

Gionee Elite S5.5: Die Schöne

Gionee setzt beim Elife S5.5 weniger auf Top-Leistung, sondern mehr wie Huawei beim Ascend P7 auf eine herausragende Optik und Verarbeitung. Plastik ist beim Elife S5.5 verpönt. Aluminium und Glass dominieren auf dem edlen Smartphone.  Die Zahlen 5.5 stehen bei Gionee nicht für die Bildschirmdiagonale, sondern für die Dicke des Smartphones. Mit nur 5,5 mm kann der chinesische Hersteller durchaus von sich behaupten, dass aktuell dünnste Smartphone auf der Welt im Sortiment zu haben. Da wirken im Vergleich ein iPhone 5s mit 7,5 mm, das Huawei Ascend P7 mit 6,5 mm und das kommende Samsung Galaxy Alpha 6,7 mm schon fast korpulent.

Dem Elife S5.5 verpasst Gionee Corning Gorilla Glass 3 sowohl auf der Vorder-, als auch und Rückseite. Kratzer sollten also hier kaum möglich sein.  Natürlich bietet Gionee das Elife S5.5 auch in zwei verschiedenen Farben an: schwarz und gold.

In Sachen Leistung wird das Gionee mit den Highend-Smartphones nicht mithalten können. Zwar besitzt das Elife S5.5 einen auf dem Papier beeindruckenden Octa-Core-Prozessor mit 1,7 GHz von MediaTek und 2 GB RAM, aber die Prozessoren von MediaTek gelten seit Langem als preisgünstige aber nicht rasante CPUs. Abgerundet wird die Hardware-Ausstattung durch einen 16 GB internen Speicher, einem Akku mit 2.300 mAh, und Kameras mit 5 Megapixel bzw. 13 Megapixeln. All das bietet Gionee in China für ca. 275 Euro an.

Huawei Honor 6: Das Biest

Vor wenigen Wochen hat Huawei in China das Honor 6 vorgestellt, das seit Kurzem im Reich der Mitte erhältlich ist. Wie auch Gionee legt Huawei beim Honor 6 viel Wert auf Materialien und Verarbeitung, das Honor 6 fällt aber mit einer Dicke von 7,5 mm etwas dicker aus. Durch die verwendeten Materialien, Aluminium und Glass und das Design könnte man wieder denken, dass Huawei sich Apple und das iPhone 5s zum Vorbild genommen hat.

Intern vertraut Huawei natürlich wieder den hauseigenen HiSilicon-Prozessoren. Im Honor 6 sorgt ein Kirin 920 Achtkern-Prozessor mit 1,7 GHz und 3 GB RAM für viel Dampf. Das verbaute 5 Zoll-Display schafft zwar nur Full HD, füllt aber über 75 Prozent der Vorderseite, – das sind Verhältnisse wie beim LG G3 – des Smartphones aus. Erste Benchmarks beweisen, dass die Leistung des Huawei Honor 6, die des OnePlus Ones übertrumpft, aber nicht ganz an die des Xiaomi Mi4 heranreicht.

Dafür punktet Huawei beim Honor 6 wiederum durch den Preis. In China wird der Flaggschiff-Killer-Killer mit 16 GB für ca. 240 Euro und die 32 GB-Variante für ca. 280 Euro gehandelt. In dem Preis inbegriffen sind ein festverbauter 3.100 mAh, LTE, Infrarot, WLAN und Kameras mit 5 bzw. 13 Megapixel.

Phicomm Passion: Der Neuling

Ehrlich gesagt hatte ich von diesem Hersteller noch gar nichts gehört – bis gestern, als eine Pressemitteilung zum neuen Passion LTE in mein Emailpostfach flatterte. Das neue Phicomm Passion ist mit einem neuen 64-Bit-Achtkern-Prozessor von Qualcomm ausgestattet. Der Snapdragon 615 ist mit 1,6 GHz getaktet und mehr für Mittelklasse-Handys konzipiert. Aber gerade weil Android L auch 64-Bit-Prozessoren unterstützt, wird das Phicomm Passion interessant.

Das Phicomm Passion besitzt sonst Standardkost: 2 GB Arbeitsspeicher, 32 GB interner Speicher der via microSD-Karte um bis zu 64 GByte erweiterbar ist, LTE, WLAN, NFC und Bluetooth 4.0 sind auch noch an Board. Das 5 Zoll große Full-HD-IPS-Display löst 1080 × 1920 Bildpunkte auf und soll laut Hersteller mit Handschuhen und nassen Fingern bedienbar sein. Mit 7,7 mm ist das Passion auch wieder ein sehr flaches Smartphone, aber kommt nicht an das Gionee Elfie S5.5 ran.

Ab Oktober wird das Passion für 399 Euro in den Handel kommen – und das mit einer 5 und 13 Megapixel Kamera. Auf der IFA werden wir die Gelegenheit haben, uns das Phicomm näher anzuschauen und werden Euch dann auch mit einem Hands-On-Video zu diesem Chinakracher beglücken können.

Meizu MX4: Der Unbekannte

Auf dieses Smartphone sollte man unbedingt ein Auge haben, wenn man sich in nächster Zeit einen günstigen Flaggschiff-Killer aus China anschaffen will. Der Stichtag ist der 2. September, denn dann wird Meizu endlich das MX4 in China präsentieren. Erste geleakte Fotos zeigen, dass der Xiaomi Mi4 Kontrahent mit einem edlen Metallgehäuse ausgestattet sein wird.

Meizu MX4 zeigt sich schon vor der Präsentation am 2. September 2014.

All zu viele technische Spezifikationen zum neuen Spitzenmodell von Meizu sind leider noch nicht bekannt, aber Gerüchte im Internet besagen, dass es mit einem 5,4 Zoll QHD-Display, ähnlich dem des LG G3s, ausgeliefert wird. Als Prozessor soll ein Exynos 5 Octa-Core zum Einsatz kommen, und die Kamera knipst Bilder mit einer maximalen Auflösung von 20.7 Megapixeln. Für die finalen Spezifikationen müssen wir alle noch bis zum 2. September warten.

Lenovo Vibe Z2 Pro: Der Riese

Der weltgrößte PC-Hersteller des letzten Jahres kehrt wieder in den Smartphone-Markt zurück – und das mit einem großen Knall. Das Vibe Z2 Pro wird ein Phablet mit einem Display, das 6 Zoll in der Diagonalen misst und dabei die QHD-Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln bieten wird. Damit wird das Vibe Z2 Pro definitiv größer als das 5,5 Zoll große LG G3 mit der identischen QHD-Auflösung. Aber Lenovo hat die Ränder des Displays auf 3 mm geschrumpft.

Lenovos Vibe Z2 Pro glänzt mit gigantischem Display, fetter Leistung und potenter Kamera.

Das Gehäuse des Lenovo Vibe Z2 Pro ist mit 7,7 Millimetern noch sehr schlank und beherbergt dabei ein 4.000 mAh Akku, einen Qualcomm Snapdragon 801 mit vier auf bis zu 2,5 GHz getakteten CPUs. Dem potenten Prozessor stehen ein 3 GB großen Arbeitsspeicher und 32 GB internen Arbeitsspeicher, der nicht erweiterbar ist. Dafür soll das Lenovo Smartphone zwei Steckplätze für SIM-Karten und LTE-Unterstützung für mobile Datenübertragungen unterstützen.

In dem Werbevideo zum Vibe Z2 Pro stellt aber Lenovo die 16-Megapixel-Kamera mit sechs Linsen, optischem Bildstabilisator und Dual-LED-Blitz in Vordergrund. Neben den gängigen Aufnahmemodi kann diese Kamera auch noch Panorama- und HDR-Fotos schiessen.

Zusätzlich soll es eine "Ultra Night"-Modus geben, die für gute Aufnahmen unter schlechten Lichtverhältnissen sorgen soll. Genau wie das Phicomm Passion wird Lenovo mit Bestimmtheit das Vibe Z2 Pro auf der IFA 2014 in Berlin präsentieren. Wir werden natürlich live dabei sein und Euch schon kurz nach der Präsentation ein Hands-On-Video hier auf CURVED liefern.


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