Deutliches Plus: Telegram kommt auf 35 Millionen Nutzer

Telegram bietet jetzt auch den Versand von Sprachnachrichten an
Telegram bietet jetzt auch den Versand von Sprachnachrichten an(© 2014 Telegram Messenger, CURVED Montage)

Meilenstein für den russischen Messenger Telegram: Der Dienst hat am Montag die Grenze von 35 Millionen Nutzern geknackt. Nicht ganz unschuldig daran ist die Übernahme von WhatsApp durch Facebook im Februar – als Folge dessen suchten viele Nutzer reflexartig eine Alternative.

"Telegram hat eine neue Marke überschritten – 35 Millionen User." So lautet die knappe Botschaft am Montag auf dem Twitter-Account des Messenger-Dienstes.

Telegram has crossed a new mark – 35 million users.
— Telegram Messenger (@telegram) 24. März 2014

Allerdings wird nicht verraten, woran sich diese Zahl misst. Sind dies einfach nur die registrierten Nutzer? Oder sind tatsächlich so viele Menschen monatlich aktiv? Denn auch Telegram ist nicht frei von Kritik, vor allem in Sachen Datenschutz gibt es Verbesserungsbedarf. Daher werden sicherlich viele Nutzer die App einfach nur installiert und daraufhin nicht wieder genutzt haben.

Unabhängig davon: Einen großen Anteil an diesem Mitgliederzuwachs hat die Übernahme von WhatsApp durch Facebook – allein am 23. Februar sollen sich 4,95 Millionen Nutzer bei dem Dienst registriert haben, zumal WhatsApp an diesem Tag einen technischen Ausfall erlitten hatte. Somit gehören der russische Oligarch Pawel Durow und sein Bruder Nikolai, die hinter Telegram stecken, zu den größten Profiteuren des Facebook-WhatsApp-Deals.

Auch die Zahl der WhatsApp-User ist stark gestiegen

Auch aus welchen Teilen der Welt die jüngsten Telegram-Nutzer kommen, ist nicht bekannt. Allerdings dürften bei den Neuzugängen auch einige aus Deutschland dabei sein. Seit Anfang März gibt es nämlich eine deutsche Version des Messenger-Dienstes. Festzuhalten bleibt in jedem Fall, dass Nachrichten-Apps Hochkonjunktur haben. Und sie können auch wachsen, ohne anderen Nutzer zu klauen. Die Zahl der WhatsApp-User hat sich seit Februar nämlich auch um 15 Millionen auf jetzt 480 Millionen erhöht.


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