Galaxy S6 Edge+: Samsung schickt Kunden Werbung als Push-Benachrichtigung

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Werbung nervt besonders, wenn sie dort auftaucht, wo wir private Nachrichten erwarten
Werbung nervt besonders, wenn sie dort auftaucht, wo wir private Nachrichten erwarten(© 2015 CC: Flickr/Schub@)

Smartphone-Hersteller wie Samsung, Apple und Co. geben das ganze Jahr über Unsummen aus, um uns ihre neuesten Smartphones und Tablets schmackhaft zu machen. Wie Android Police berichtet, hat Samsung sich nun aber offenbar dazu entschieden, uns die Werbung auf besonders aufdringlichem Weg zukommen zu lassen: per Push-Benachrichtigung direkt aufs Smartphone.

Dem Bericht zufolge sollen einige Besitzer von Samsung-Smartphones aktuell eine höchst ungewohnte Entdeckung in ihrer Benachrichtigungsleiste machen: Samsung nutzt nämlich offenbar seinen Push-Service neuerdings nicht mehr nur für Infos rund um Software-Updates, sondern auch für den Versand von Werbung. Bei betroffenen Nutzern soll so aktuell eine Werbeanzeige zum neuen Galaxy S6 Edge+ in der Benachrichtigungsleiste aufgetaucht sein.

Das geht zu weit

Wer beispielsweise sein neues Smartphone beim Hersteller registriert, der ist es gewohnt, mit der Frage konfrontiert zu werden, ob er per Email oder Telefon über neue Produkte informiert werden möchte. Dass aber ungebeten Werbeanzeigen in der Benachrichtigungsleiste des Smartphones auftauchen, geht zu weit. Wie Android Police berichtet, griff HTC bereits Anfang August auf dasselbe Mittel zurück, um Besitzern eines HTC One, One M8 oder One M9 Werbung zum neuen Fantastic Four-Kinofilm zukommen zu lassen. Die Empfänger waren entsetzt über das aufdringliche Vorgehen.

Die Benachrichtigungsleiste soll zum Beispiel über neue Kurzmitteilungen, E-Mails und Software-Updates informieren. Mit der neuen Werbestrategie von Samsung und HTC könnte sie aber bald aussehen wie ein E-Mail-Postfach ohne Spamfilter. Wir hoffen, dass Samsung und andere Hersteller davon absehen, die Funktion weiterhin für die Verteilung von Werbematerial zu nutzen, denn dies kommt einem großen Vertrauensbruch gleich. Wer die nervigen Anzeigen zugeschickt bekommt, der hat sich schließlich bereits für ein Gerät des jeweiligen Herstellers entschieden.


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