Google darf Radar in Smartphones einbauen

Google-Smartphones könnten in Zukunft eine neue Art der Gestensteuerung bieten: Die Geräte sollen dann zuverlässig in der Lage sein, Handbewegungen abseits des Displays zu registrieren. An der dafür notwendigen Technologie arbeitet Google bereits seit einigen Jahren – unter dem Codenamen Project Soli.

Eine Hürde, die der Realisierung bislang im Weg stand, war die fehlende Genehmigung für den Einsatz von ausreichend starker Radar-Technologie in Smartphones. Die hat das Unternehmen nun von der Federal Communications Commission (FCC) erhalten, berichtet Reuters. Dass Google darauf angewiesen ist, liegt daran, dass die zum Einsatz kommenden Funkfrequenzen der Regulierung der FCC unterliegen.

Auch in Wearables und Fahrzeugen denkbar

Die FCC begründete ihre Entscheidung damit, dass diese "dem öffentlichen Interesse diene". Denn die Behörde ebne damit den Weg für "innovative Bedienungsmöglichkeiten" auf Basis einer berührungslosen Gestensteuerung. Wie diese in der Praxis aussehen könnte, zeigt ein Video aus dem Jahr 2015, das ihr euch über diesem Artikel anschauen könnt.

Allerdings veranschaulichte Google die Technologie damals nicht an Smartphones, sondern unter anderem an einer Smartwatch, einem Radio und einem Tablet. Nach den Vorstellungen des Unternehmens drücken Nutzer künftig beispielsweise einen unsichtbaren Knopf zwischen ihrem Daumen und Zeigefinger.

Der FCC zufolge erfassen die Soli-Sensoren Bewegungen durch Radarstrahlen dreidimensional. Die entsprechende Hardware könne laut Google in Wearables, Smartphones, Computern und Fahrzeugen zum Einsatz kommen. Dank der Genehmigung darf Google die Sensoren nun mit einer höheren Leistung betreiben, was die Funktionalität verbessern soll. Die elektromagnetische Strahlung soll aber noch niedrig genug sein, um den Einsatz an Bord eines Flugzeugs zu ermöglichen.


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