Google Glass: App macht Fotos via Gedankensteuerung

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Der Biosensor misst eure Konzentration – die App setzt diese Infos in Befehle an Google Glass um
Der Biosensor misst eure Konzentration – die App setzt diese Infos in Befehle an Google Glass um(© 2014 MindRDR)

Die Google-Glass-Kamera auslösen, ohne die Hände zu benutzen? Tatsächlich wird dies ab sofort möglich sein: Das Team des britischen Start-ups This Place hat die App MindRDR entwickelt, mit der die Kamera von Googles Datenbrille per Gedanken gesteuert werden kann.

Dazu muss Google Glass mit der App MindRDR und dem sogenannten Neurosky EEG Biosensor gekoppelt werden, berichtet TechCrunch. Der physische Biosensor wird so am Kopf befestigt, dass er die Gehirnwellen messen und per App in Befehle für die Kamera umwandeln kann. Die Art des Befehls hängt dabei von Eurer Konzentration ab: Fokussiert Ihr einen bestimmten Bereich lange genug – im Kameramodus wird eine weiße Linie auf dem Display angezeigt –, wird das Foto gemacht. Konzentriert Ihr Euch etwas mehr, wird es im Anschluss direkt bei Twitter hochgeladen.

Frühes Entwicklungsstadium der Google Glass-App

Auch wenn sich die App MindRDR noch in einem frühen Stadium der Entwicklung befindet – sie bietet viel Potenzial für zukünftige Projekte, die in eine ähnliche Richtung gehen. Dadurch könnten beispielsweise Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen stärker an dem Leben in sozialen Netzwerken im Internet teilhaben. Denkbar wäre auch, dass die Sensoren körperliche Ermüdungen feststellen und Google Glass eine Empfehlung ausspricht, wo es in der Nähe Kaffee gibt.

Laut der Kreativ-Chefin von This Place ginge es bei MindRDR vor allem darum, die Bedienung von Google Glass einfacher und intuitiver zu machen. Mit der Datenbrille zu sprechen sei unnatürlich, während die Steuerung per Hand auf Dauer zu anstrengend sei. Auch wenn die App viele praktische Features verspricht: Das Gesamtpaket inklusive Google Glass und Biosensor ist zurzeit sehr teuer; außerdem wirft die automatische Übertragung von Daten ins Internet wieder einmal Datenschutzprobleme auf, die bisher für die "normale" Nutzung der Brille noch nicht einmal geklärt sind.

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