Google Pixel 2: So funktioniert der Porträtmodus ohne Dualkamera

Google hat mit dem Pixel 2 den Thron der DxOMark-Rangliste für Smartphone-Kameras zurückerobern können. Besonders beeindruckend ist dabei, dass keine Dualkamera verbaut ist und die Kamera dennoch Porträtaufnahmen mit Bokeh-Effekt erzeugen kann. Wie das genau funktioniert, erklärt der mit Google in Verbindung stehende YouTube-Kanal Nat and Friends nun im Detail.

Das Video geht mit einer Laufzeit von fast 10 Minuten auf sehr viele Eigenschaften der Kamera im Pixel 2 ein, die so aber auch auf viele andere Smartphone-Kameras zutreffen. Über den mehrteiligen Aufbau der Linse über die Funktionsweise des Bildstabilisators und eine Erklärung zu HDR+ geht es schließlich zur Bildverarbeitung auf Software-Ebene – und auf diese Weise erzeugt das neue Google-Smartphone auch Porträtaufnahmen mit Bokeh-Effekt.

Mit Software-Tricks zum Bokeh-Effekt

Das Pixel 2 geht dabei genauso vor, wie auch einige Bokeh-Effekt-Apps, die es mittlerweile für Android und iOS gibt: Software analysiert das Bild und markiert dabei das Motiv, das auf Eurem Porträtbild später im Vordergrund sein soll. Schließlich wird ein Rahmen um das Motiv gezogen und alles außerhalb des Rahmens mit einem Unschärfe-Effekt versehen. Auf diese Weise ist auf dem Foto der Hintergrund dann unscharf und im besten Fall nur Euer Motiv scharf zu sehen.

Weil eine leichte Verschiebung der Perspektive zwischen Subpixeln des Kamerasensors besteht, kann die Kamera der Erklärung zufolge sogar zu jedem Bild eine grobe Karte mit Tiefeninformationen erstellen. Diese nutzt das Pixel 2 dann, um beispielsweise auch Entfernungsunterschiede zwischen Elementen im Hintergrund abzubilden und weiter entfernte Dinge unschärfer darzustellen als nahe Hintergrundelemente. Weil der Bokeh-Effekt durch Software zustande kommt, steht er auch für Selfies zur Verfügung, die Ihr mit der Frontkamera aufnehmt.


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