Googles ARCore soll Apples ARKit Konkurrenz machen

Google hat eine Preview seines neuen Android-basierten AR-Entwickler-Kits veröffentlicht. ARCore soll wohl Tango ablösen und anders als dieses keine zusätzliche Hardware voraussetzen. Damit will Google Apple Paroli bieten, dessen ARKit mit dem bald erscheinenden iOS 11 auf vielen iPhones zum Einsatz kommt.

Google verspricht auf seinem offiziellen Blog, bis zum Jahresende Augmented Reality (AR) auf hunderte Millionen Android-Geräte zu bringen. Die breite Verfügbarkeit, ist das, was ARCore so attraktiv machen soll. Zwar biete es nicht alle aus Tango bekannten Features, durch die geringen Hardware-Voraussetzungen sollen aber viel mehr Nutzer darauf Zugriff erhalten. Drei bekannte Android-Smartphones unterstützen ARCore bereits: Googles Pixel und Pixel XL sowie das Samsung Galaxy S8.

ARCore: Augmented Reality für alle

Bei ARCore handelt es sich um ein Entwickler-Kit, das die Programmierung von AR-Apps erlaubt, die auf allen modernen Android-Geräten laufen sollen. Die Integration virtueller Inhalte in die reale Welt soll insbesondere durch drei Kerntechnologien ermöglicht werden: „Motion Tracking“ stellt die relative Position des mobilen Endgerätes zu seiner Umwelt fest. „Environmental Understanding“ erkennt die Größe und Position horizontaler Oberflächen, „Light Estimation“ wiederum die in der unmittelbaren Umgebung vorherrschenden Lichtverhältnisse.

Wie zukünftige ARCore-Anwendungen aussehen könnten, hat Google in einem kurzen Video demonstriert, das Ihr oberhalb dieses Artikels findet. Ob das Unternehmen sich in Sachen Augmented Reality letztendlich gegen die Konkurrenz durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Denn was wir bisher von Apples ARKit gesehen haben, hat uns nachhaltig beeindruckt.


Weitere Artikel zum Thema
So viel sind Google, Face­book, Spotify und Co. den Nutzern wert
Christoph Lübben2
Mark Zuckerberg hat vielleicht doch nicht so viel zu grinsen: Facebook ist vielen Nutzern wohl nur wenig Geld wert
Laut einer Umfrage könnten viele Nutzer nur für eine hohe Summe im Jahr auf Google, Spotify, Netflix und Co. verzichten. Und wie ist es bei Facebook?
Amazon Echo und Co.: So viel Strom verbrau­chen Smart-Home-Geräte
Lars Wertgen
Der größte Echo saugt mit 2,6 Watt am Strom
Smart-Home-Geräte hören immer mit und stehen rund um die Uhr auf Abruf. Das verbraucht Strom – bei den einen mehr, bei anderen weniger.
Moto G6 soll Android P erhal­ten – Android Q nicht mehr
Lars Wertgen3
Auf monatliche Sicherheitsupdates müsst ihr bei dem Moto G6 verzichten
Das Moto G6 soll mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis punkten, bekommt aber wohl nur wenige Updates. Immerhin Android P gibt es wohl noch.