Hey Siri: iPhone 6s hört nicht heimlich zu

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Siri soll vom iPhone 6s aus zwar immer zuhören können, Aufnahmen werden aber nicht gespeichert
Siri soll vom iPhone 6s aus zwar immer zuhören können, Aufnahmen werden aber nicht gespeichert(© 2015 CURVED)

Wer eines der neuen Apple-Smartphones iPhone 6s und iPhone 6s Plus besitzt, soll Siri jederzeit durch "Hey Siri" wecken können. Dazu muss die Spracherkennung allerdings auch dauerhaft zuhören. Dennoch verspricht Apple: Das iPhone 6s spioniert niemanden aus.

Auf Anfrage von TechCrunch beteuert Apple, dass Siri und die Kamera-App für Live Photo beim iPhone 6s zwar dauerhaft zuhören und filmen, aber dass nichts von diesen temporären Audio- und Video-Daten gespeichert wird. Die Spracherkennung Siri achtet jetzt auf Wunsch ständig auf Umgebungsgeräusche und aktiviert sich, wenn der Nutzer "Hey Siri" sagt. Mit dem Vorgänger-Smartphone ist dies nur bei angeschlossenem Netzteil möglich. Doch weder beim alten noch beim neuen iPhone-Modell speichert Siri die erfassten Geräusche in der Cloud oder dem internen Speicher ab.

Ist die Kamera-App geöffnet, filmt sie kontinuierlich für Live Photo

Bei der Kamera-App im iPhone 6s wird für das Live Photo-Feature mit jedem Bild ein kleiner Film aufgenommen, der die Zeit 1,5 Sekunden vor der Aufnahme und 1,5 Sekunden danach umfasst. Bei stärkerem Druck auf das geknipste Bild erwacht dieses Live Photo dann zum Leben. Damit dieser Zeitabschnitt beim Auslösen gespeichert werden kann, muss die Kamera-App schon vor dem Betätigen des Auslösers quasi dauerhaft filmen. Allerdings sollen laut Apple fortlaufend immer nur die letzten 1,5 Sekunden vor dem Erstellen des Bildes im Speicher bleiben und danach mit dem nächsten Stück Film überspielt werden. Diese Form der Live-Aufnahme der letzten 1,5 Sekunden startet außerdem erst dann, wenn Ihr die Kamera-App öffnet. Währenddessen wird zudem ein orange-gelbes Live-Icon angezeigt.

Doch auch wenn das iPhone 6s aus oben genannten Gründen keine Audio- und Video-Daten speichert, so gibt Apple doch zu, dass zumindest Siri sich die Befehle des Nutzers merkt und ein Profil anlegt. Dadurch soll die Spracherkennung immer besser auf die Bedürfnisse des Anwenders eingehen können. Allerdings soll jeder iPhone-Nutzer Apple zufolge diese Daten löschen können, indem er Siri in den Einstellungen abschaltet. Aktiviert er die Funktion später wieder, soll der Sprachassistent dann alles über den Nutzer vergessen haben – und muss wieder von neuem "angelernt" werden.

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