iOS 13: So sorgt Apple bei FaceTime für Blickkontakt

Die jüngste Beta zu iOS 13 enthält ein Feature, das eure Augen digital nach vorne richtet. Es stellt bei Video-Telefonaten über FaceTime Blickkontakt zwischen den Gesprächsteilnehmern her. Das ist nicht nur praktisch, sondern auch etwas gruselig. Nun sind weitere Details zu dem Feature bekannt. Und offenbar können viele iPhone-Nutzer es gar nicht verwenden – sofern Apple das nicht noch ändert.

In iOS 12 müssen beide Nutzer bei einem FaceTime-Gespräch direkt in die Frontkamera schauen, um Augenkontakt zu halten. Doch dadurch ergibt sich auch das Problem, dass ihr euch dann nicht gegenseitig auf dem Display sehen könnt. Mit iOS 13 schaut ihr eurem Gesprächspartner aber selbst dann in die Augen, wenn ihr die Person auf dem Display anseht anstatt die Frontkamera. Das Video von MacRumors erklärt euch, wie das Ganze funktioniert. Dabei stellen die Macher fest, dass die Funktion womöglich nur für aktuelle iPhone-Modelle gedacht ist.

iPhone X zu alt?

Zu Beginn des Clips seht ihr zunächst den anfangs beschriebenen Unterschied zwischen FaceTime-Anrufen in iOS 12 und iOS 13 (Beta). Außerdem erfahren wir, dass das Feature aktuell nur auf dem iPhone Xs und Xs Max zur Verfügung steht. Offenbar ist also auch die Hardware in irgendeiner Form beteiligt. Grundsätzlich korrigiert aber die Software eure Blickrichtung. Sollte sich nichts mehr ändern, können also selbst Besitzer eines iPhone X nicht von der Funktion profitieren. Und Nutzer eines noch älteren Apple-Smartphones schon gar nicht.

Dem Video zufolge erstellt die TrueDepth-Kamera des iPhone Xs (Max) dafür eine 3D-Karte von eurem Gesicht und passt dann eure Augenposition an. Offenbar kommt dabei wie etwa bei IKEA Place Apples Augmented-Reality-Plattform ARKit zum Einsatz. Dessen neueste Version unterstützen nur aktuelle iPhones und iPads mit Apples A12(X)-Chipsatz. Das könnte der Grund dafür sein, dass die Funktion auf älteren Geräten mit der iOS-13-Beta nicht vorhanden ist. Zum Beispiel das iPhone X hat zwar eine TrueDepth-Kamera, nutzt aber noch den A11-Chipsatz.

Ihr werdet übrigens nicht gezwungen sein, das Feature zu nutzen. Es ist in den FaceTime-Einstellungen (de)aktivierbar. Der entsprechende Menüpunkt lautet in der US-Version der iOS-13-Beta "FaceTime Attention Correction", wie der Tweet am Ende dieses Artikels zeigt. Was haltet ihr von der Funktion? Lasst es uns mit einem "Her damit" oder "Weg damit" wissen.


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