iPhone 7: Baut TSMC doch die meisten Apple A9-Chips?

Der Apple A8-Prozessor im iPhone 6 wird von TSMC und Samsung hergestellt
Der Apple A8-Prozessor im iPhone 6 wird von TSMC und Samsung hergestellt(© 2014 Chipworks)

Wer baut denn nun die Prozessoren für das nächste iPhone? Spezialisten aus Asien sind sich offenbar uneinig. Einerseits soll Samsung die Nase im Halbleiter-Rennen vorn haben, andererseits soll der taiwanesische Chip-Hersteller TSMC wie schon im letzten Jahr wieder Apples primärer Lieferant für den A9-Chip sein, der vermutlich im iPhone 7 oder iPhone 6s zum Einsatz kommen wird.

Dem Analysten Srini Sundarajan von Summit Research zufolge soll Samsung aktuell gegenüber TSMC im Vorteil sein. Schon früh stattgefundene Tests in der Produktion würden laut seinen Quellen aus der Industrie den koreanischen Hersteller zum Spitzenkandidaten machen, berichtet appleinsider. Gleichzeitig soll Sundarajan aber auch angemerkt haben, dass die Proben nicht der späteren Produktion entsprächen.

Was die Verteilung des nahenden Riesendeals für den Chip im iPhone 7 angeht, so glaubt Sundarajan, dass Samsung den größten Teil der Produktion übernehmen werde. Ein kleinerer Teil des Auftrags gehe seiner Einschätzung nach an TSMC und auch der US-Hersteller Global Foundries soll laut ihm zumindest "beteiligt" sein.

Anderer Analyst, andere Meinung

Die Taipei Times hingegen zitiert Chris Hung, den Leiter des chinesischen Market Intelligence and Consulting Institute (MIC) – und der ist völlig anderer Meinung, wenn es um die Frage geht, wer die meisten Prozessoren für das iPhone 7 herstellen wird. Seiner Meinung nach seien die technologischen Fähigkeiten von Samsung und TSMC ähnlich, weswegen es auf die Kapazitäten für die Massenproduktion ankomme. Aus diesem Grund müssten die Chancen für TSMC, auch die meisten Chips für das iPhone 7 zu produzieren, besser ausfallen. Auch Chris Hung fügte seinen Ausführungen allerdings noch hinzu, dass keiner der Hersteller alle A9-Chips bauen werde. Apple verteile das Risiko für Produktionsausfälle lieber auf mehrere Zulieferer und könne damit auch flexibler auf größere Nachfragen reagieren.