Kurios: Dieser Selfie-Stick mit Arm gaukelt Freunde vor

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Reich mir die Flosse, Genosse: Mit dem Selfie Arm täuscht Ihr im Handumdrehen einen Freund vor
Reich mir die Flosse, Genosse: Mit dem Selfie Arm täuscht Ihr im Handumdrehen einen Freund vor(© 2015 Designboom/Aric Snee & Justin Crowe)

Falls Ihr demnächst Leute auf offener Straße seht, die Hand in Hand mit einem abgetrennten Unterarm lächelnd vor Sehenswürdigkeiten stehen, dann wundert Euch nicht. Es handelt sich weder um eine entwendete Armprothese, noch um die ersten Ausläufer einer Zombieapokalypse – sondern um einen Selfie-Stick für Singles.

Wo sich bei einer Schaufensterpuppe in etwa der Bizeps befindet, ist bei dem ungewöhnlichen Tool eine Halterung für Smartphones angebracht. Um den Selfie-Stick dann vorschriftsmäßig zu verwenden, gebt Ihr ihm die Hand. Das fertige Foto soll dann so aussehen, als würde Euch ein verliebter Freund händchenhaltend fotografieren. Selbst an einen Ärmel haben die Macher gedacht, um die Illusion perfekt zu machen – und um den noch etwas ungesunden Teint zu verschleiern.

Das Innere des falschen Freundes besteht aus leichter Glasfaser, damit täuschungswillige Narzissten keine Krämpfe bekommen, wenn sie ihren Selfie-Stick häufiger in Anspruch nehmen. Ausgedacht haben sich den "Selfie Arm" getauften Begleiter nicht etwa verrückte Japaner, sondern die beiden Künstler Aric Snee und Justin Crowe. Da ist es wenig überraschend, dass das Projekt nicht einfach vordergründig den angegebenen Zweck erfüllen soll. Ein wenig Sarkasmus angesichts normaler Selfie-Sticks schwingt genauso mit wie ein Kommentar zur Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken.

Der Selfie-Arm ist auf helfende Hände angewiesen

Da die beiden Schöpfer ihren Beitrag tatsächlich auch als Produkt für selbstreflektierte Smartphone-Fotographen mit Hang zur Ironie anbieten möchten, haben sie sich mit der Webseite Designboom zusammengetan. Die setzt Designs in die Tat um, genug Resonanz vorausgesetzt. Wer also überlegt, sich einen der vielschichtigen Arme zuzulegen, der registriert sich einfach auf der Homepage von Justin Crowe und erhält News zum Entwicklungsstand.

Sollte sich das Projekt als erfolgreich erweisen, dürften auch die ersten Trittbrettfahrer nicht lange auf sich warten lassen. Spätestens wenn dann die ersten als Katzenpfote getarnten Aufnahme-Verlängerungen erhältlich sind, explodiert vermutlich das Internet und Snee und Crowe fragen sich, was sie da eigentlich angerichtet haben. Aber warten wir erst mal ab.


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