Snapdragon 820 soll doppelt so schnell wie der 810 werden - und effizienter

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Der Snapdragon 810 verursachte Hitzeprobleme – das könnte beim 820 anders werden
Der Snapdragon 810 verursachte Hitzeprobleme – das könnte beim 820 anders werden(© 2015 Qualcomm)

Der Snapdragon 820 soll erst im nächsten Jahr in Geräten zum Einsatz kommen, doch Qualcomm verrät nun schon einige Details zu seinem kommenden Prozessor-Flaggschiff. Während das aktuelle Spitzenmodell Snapdragon 810 vor allem wegen seiner Hitzeprobleme zu zweifelhaftem Ruhm gekommen ist, soll der Nachfolger wieder Boden gut machen und nicht nur mit mehr Leistung, sondern auch mit höherer Energieeffizienz punkten.

In seinem Snapdragon-Blog stellt Qualcomm die Kryo-CPU vor, welche das Herzstück des Snapdragon 820 werden soll. Bei dem Chip handelt es sich um einen 64-Bit-Prozessor mit vier Kernen, der mit bis zu 2,2 GHz Takt arbeitet und in 14 nm Strukturbreite gefertigt wird. Zusammen mit der Grafikeinheit Andreno 530 und dem Digital-Signal-Prozessor Hexagon 680 bildet die Komponente den Hauptbestandteil des kommenden Snapdragon 820. Die Kryo-CPU ist auf sogenanntes "heterogenes Computing" getrimmt und soll deshalb wesentlich flexibler als sein Vorgänger auf Aufgabenstellungen reagieren. Dadurch soll das neue Qualcomm-Flaggschiff sparsamer und dennoch leistungsfähiger werden.

Erste Geräte kommen erst 2016

Und gerade in puncto Leistung soll die Kryo-CPU überzeugen: Laut Angaben von Qualcomm dürfte der Chip doppelt so schnell sein wie der Vorgänger Snapdragon 810 – und dabei doppelt so effizient sein. Dies könnte auch darauf hindeuten, dass der Snapdragon 820 dank seines Kryo-Prozessors wesentlich weniger Abwärme produziert. Konkrete Angaben hierzu verrät Qualcomm allerdings in seinem aktuellen Blog-Eintrag noch nicht.

Bisherigen Informationen zufolge sollen erste Smartphones mit dem Snapdragon 820 im Frühjahr 2016 auf den Markt kommen. Zu den ersten Geräten könnte beispielsweise das LG G5 gehören. Außerdem soll auch Samsung über einen Einsatz des neuen Prozessors in seinem Galaxy S7 nachdenken.


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