Spotify und Co.: Abos könnten bald teurer werden

Spotify könnte zukünftig teurer werden
Spotify könnte zukünftig teurer werden(© 2015 CURVED)

Millionen Musikfans streamen ihre Lieblingssongs über Spotify, Apple, Amazon, Google und Co. Der Hörspaß könnte zukünftig jedoch teurer werden. Denn Künstler erhalten von den Streaming-Dienstleistern ab 2018 deutlich höhere Provisionen.

Der Streaming-Markt wächst stetig und von der Entwicklung sollen Songschreiber nun stärker profitieren. Von 2018 bis 2022 steigt der Tantiemensatz sukzessive von 10,5 auf 15,1 Prozent, teilt der Musikverlegerverband National Music Publishers' Association (NMPA) mit. "Wir sind begeistert, dass das CRB den Anteil für Songschreiber um 43,8 Prozent erhöht hat", jubelt NMPA-Präsident David Israelite. Das Copyright Royalty Board (CRB) ist die US-Regulierungsstelle für Künstlerabgaben.

Stirbt kostenloses Angebot aus?

Was insbesondere kleinere Künstler (zu Recht) freuen dürfte, hört sich für Abonnenten zunächst weniger erfreulich an. Dennoch ist es spannend, inwiefern Spotify und Co. auf die Entscheidung reagieren. Langfristig seien Preiserhöhungen der Monatsgebühren durchaus denkbar, mutmaßt Android Police. Denkbar ist auch, dass Spotify wie die milliardenschwere Konkurrenz um Apple, auf ein ausschließlich kostenpflichtiges Angebot umstellt.

Spotify dürften die neuen Provisionen enorm treffen, die Schweden verzeichneten in 2016 zwar ein großes Wachstum und kommen mittlerweile auf 70 Millionen Abonnenten, die hohen Kosten fressen den Umsatz von 2,9 Milliarden Euro jedoch auf und sorgen für einen Verlust von mehr als 539 Millionen Euro. Tech-Giganten wie Apple, Google und Amazon, für die das Streaming nur eines unter vielen Angeboten ist, dürften die Entscheidung eher verschmerzen.

So funktioniert Spotify

Allen Wissbegierigen, die noch tiefer ins Spotify-Universum eintauchen wollen, verraten wir hier, wie der Streaming-Dienst die wöchentlich auf euren Geschmack abgestimmte Playlist "Discover Weekly" erstellt. Wenn ihr zusätzlich wissen wollt, welchen Einfluss die Kuratoren von Playlists auf unbekannte Künstler haben, solltet ihr diesen Artikel lesen.

Weitere Artikel zum Thema
Spotify: Sommer-Play­liste lässt euch in Erin­ne­run­gen schwel­gen
Francis Lido
Mit "Dein Sommer Flashback" könnt ihr Erinnerungen wiederaufleben lassen
Die Playliste "Dein Sommer Flashback" umfasst Titel, die ihr in vergangenen Sommern gehört habt – vorausgesetzt, ihr nutzt Spotify schon so lange.
Spotify: Hard­ware-Entwick­lung ist offen­bar weit voran­ge­schrit­ten
Lars Wertgen
Bisher ist Spotify ein reiner Musik-Streaming-Dienst ohne eigene Hardware
Was entwickelt Spotify hinter verschlossenen Türen? Der Streaming-Dienstleister könnte bald eigene Geräte veröffentlichen.
Ulti­mate Ears Megab­last und Blast erhal­ten Spotify-Sprach­steue­rung
Michael Keller
Die smarten Lautsprecher UE Blast und Megablast bieten Alexa-Integration
Ultimate Ears stattet seine Lautsprecher mit Updates aus: Megablast und Blast unterstützen nun die Sprachsteuerung von Spotify.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.