Starke Vormachtstellung: Samsung bleibt konkurrenzlos

Für Südkoreas Provider zu wertvoll, um mit dem Verkauf zu warten: Samsung Galaxy S5
Für Südkoreas Provider zu wertvoll, um mit dem Verkauf zu warten: Samsung Galaxy S5

Samsung verteidigt seine Vormachtstellung: Im ersten Quartal 2014 verkauften die vier Top-Konkurrenten Apple, Huawei, Lenovo und LG gemeinsam weniger Smartphones als der südkoreanische Marktführer. Im Vergleich zum Vorjahresquartal mussten aber auch alle fünf Unternehmen gestiegene Absatzzahlen verbuchen.

Platzhirsch Samsung steht mit 85 Millionen verkauften Geräten auch im ersten Quartal des laufenden Jahres an der Spitze der IDC-Studie zum Smartphone-Markt. Das wird nun auch aus einer Pressemitteilung der International Data Corporation deutlich, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Den zweiten Platz belegt wie im entsprechenden Vorjahresquartal auch Apple, während der Anfang 2013 noch Drittplatzierte LG von Huawei und Lenovo überholt wurde. Die vier stärksten Mitbewerber Samsungs bleiben mit zusammengerechnet 82,6 Millionen verkauften Geräten hinter dem, was der Spitzenreiter allein im selben Zeitraum an die Kunden bringen konnte.

Der Smartphone-Markt wächst – zugunsten der Kleinen

Obwohl Samsung mehr Geräte verkaufen konnte als im ersten Quartal des letzten Jahres, sank der Marktanteil des Platzhirschs von 31,9 auf nun 30,2 Prozent. Denn alle fünf Top-Hersteller setzten im ersten Quartal 2014 mehr Smartphones ab als noch im Vergleichsquartal des Vorjahres. Das ist jedoch nicht verwunderlich, denn der Gesamtmarkt ist um 28,6 Prozent von 218,8 auf nun 281,5 Millionen verkaufte Geräte gewachsen. Das bringt auch den Mobiltelefon-Markt insgesamt voran, der in den ersten drei Monaten dieses Jahres fast 450 neue Handys auslieferte. Waren davon Anfang 2013 noch knapp die Hälfte Smartphones, beträgt deren Anteil inzwischen zwei Drittel aller Handy-Verkäufe.

Samsung, Apple und LG konnten vom Gesamtwachstum am wenigsten profitieren und verbesserten sich “nur” um 22, 16,8 und 19,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Huawei setzte indes fast 50 Prozent mehr Geräte ab, während Lenovo gar an der Zweidrittel-Marke kratzt. Auch die in der Studie nicht mehr einzeln aufgeführten kleineren Hersteller verbuchten einen wachsenden Marktanteil und machen inzwischen 40,5 Prozent der Gesamtverkäufe aus. Die Verlierer des Smartphone-Booms sind bei genauerem Hinschauen also die Großen: Auch wenn sie ihre Spitzenpositionen erfolgreich verteidigen können, wird ihr Anteil am ganzen Kuchen kleiner.


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