WhatsApp: Verbraucherzentrale warnt vor Gutschein-Betrügern

WhatsApp-Nutzer müssen sich vor Betrügern in Acht nehmen
WhatsApp-Nutzer müssen sich vor Betrügern in Acht nehmen(© 2017 CURVED)

Betrüger versuchen es immer wieder über WhatsApp: Aktuell machen mal wieder angebliche Einkaufsgutscheine die Runde. Nachdem zu Beginn des Jahres vermeintliche Lidl-Coupons im Umlauf waren, soll man dieses Mal bei Rewe umsonst einkaufen dürfen.

Ein derzeit kursierender Kettenbrief soll Rewe-Gutscheine in Höhe von 250 Euro in Aussicht stellen, warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen auf ihrer Webseite. Absender der Nachricht sei natürlich keinesfalls die Supermarktkette und der darin enthaltene Link habe ein gänzlich anderes Ziel, als die angezeigte URL es vermuten ließe.

Link führt auf unseriöse Webseite

Aber selbst der Link sollte bei routinierten Internet-Nutzern bereits Zweifel aufkommen lassen. Nur auf den ersten Blick wirkt „rewe.de-dein-gutschein.com“ so, als könnte sich dahinter die offizielle Webseite des Unternehmens verbergen. Spätestens der auf die Top-Level-Domain „.de“ folgende Bindestrich sollte bei Euch die Alarmglocken läuten lassen. Tatsächlich führe der Verweis auf „glueckssms.com/rewe.de-einkaufs-gutschein“. Wenig vertrauenserweckend: Die Seite verfügt anscheinend weder über ein Impressum noch über eine Datenschutzerklärung, obwohl beides in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben ist.

Wer trotz aller Warnzeichen auf den Link klicke, werde aufgefordert, eine Reihe von Fragen zu beantworten. Damit das Opfer es sich nicht doch noch einmal anders überlegt, weise ein Countdown auf die begrenzte Stückzahl der noch verfügbaren Gutscheine hin. Anschließend müsse der Teilnehmer das angeblich nur an diesem Tag gültige Angebot über Facebook oder WhatsApp an zehn Bekannte weiterleiten – erst dann funktioniere der „Gutschein abholen“-Link. Diesen habe die Verbrauchzentrale zwar nicht getestet, Betroffene sollen aber zum Google Play Store weitergeleitet und zur Installation einer Dating-App aufgefordert worden sein.

Aufgrund des gewählten Zeitpunkts könnten dieses Mal mehr Nutzer als sonst der Täuschung zum Opfer fallen. Denn in den letzten Tagen berichteten zahlreiche Medien über die geplante WhatsApp-Version für Unternehmen.


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