Garmin vivosmart 3 im Test: Wozu braucht man einen Stress-Tracker?

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Der Garmin vivosmart 3 misst auch Stress.
Der Garmin vivosmart 3 misst auch Stress.(© 2017 CURVED)

Der Garmin vivosmart 3 ist auf der Suche nach Stress. Der Fitnesstracker will sich allerdings nicht mit anderen Wearables anlegen, sondern neben Schritte und Puls auch Eure Anspannung im Tagesverlauf messen.

Stress misst der Garmin vivosmart 3 mit Hilfe der dauerhaften Pulsmessung. Das bei Stress, der ja sehr unterschiedliche Auslöser haben kann, die Herzfrequenz steigt, ist nun keine Überraschung. Der Fitnesstracker hat aber auch die sogenannte Herzfrequenzvariabilität im Blick. Sie gibt Auskunft darüber, wie gut sich der Körper nach Stress wieder entspannen kann. Bei chronischem Stress etwa ist die Herzfrequenz weniger variabel. Somit bietet sich das Gadget an diesem Punkt eher für eine dauerhafte Überwachung als für die kurze Feststellung, ob man gestresst ist oder nicht, an. Im Alltag halfen mir die Werte zwischen 0 und 100 nicht weiter. Stress nahm ich auch ohne sie wahr.

Automatische Aktivitäts- und Schlaferkennung

Praktischer waren dagegen die typischen Fitnesstracker-Daten, wie gelaufene Schritte, erklommene Stockwerke, verbrauchte Kalorien und die aktiven Minuten, in denen ich mich intensiv bewegte. Dabei kommt mir entgegen, dass der Garmin vivosmart 3 mit Move IQ über eine Bewegungserkennung verfügt. Ich kann, muss aber nicht Aktivitäten wie Spaziergänge oder Fahrrad fahren aktiv tracken. Kleiner Nachteil: Selbst wenn ich jogge und Move IQ das auch korrekt erkennt, gibt es keinen Eintrag bei den Lauf-Aktivitäten in der App. Dafür müsste ich manuell die Aktivität auswählen und die Zeit stoppen.

Ich mag die automatische Messung, weil ich oft vergesse, sie manuell zu starten bzw. wieder zu beenden. Deswegen gefällt es mir auch, dass der vivosmart 3 meinen Schlaf ebenfalls automatisch überwacht. Darüber hinaus kann ich mit ihm und VO2 Max meine maximale Sauerstoffaufnahme messen und ihn im Fitnessstudio Wiederholungen zählen lassen. Auch gelungen: Der Fitnesstracker ist wasserdicht, muss nach dem Schwimmen oder Duschen aber abgetrocknet werden.

Das Display ist eine Schwachstelle

Darüber hinaus zeigt der Garmin vivosmart 3 die Benachrichtigungen vom Smartphone an, sofern beide per Bluetooth verbunden sind. Ist das der Fall, lässt sich die Musikwiedergabe auf dem Telefon vom Handgelenk aus kontrollieren. Ich kann allerdings nur einen Musik-Player dafür auswählen. Wetter-Infos zeigt der Fitnesstracker ebenfalls an. Allerdings sind die, genau wie alle anderen Infos, auf dem Display nicht gut zu erkennen. Die Anzeige ist zu matt und wirkt so, als würde sich noch eine Schutzfolie über ihr befinden. Dadurch sind die Ränder der Grafiken nicht scharf. Bei Sonnenlicht ist das Display zu dunkel.

Die Bedienung des Garmin vivosmart 3 erfolgt durch Wischen und Tippen auf der kleinen Anzeige. Das funktioniert in der Praxis gut, allerdings ist der Aufbau des Menüs gewöhnungsbedürftig und zum Beispiel der Weg, um eine Aktivität aufzuzeichnen, zu weit. Die Akkulaufzeit übertrifft die vom Hersteller angegeben fünf Tage sogar noch etwas, aber für sechs ganze Tage reicht es dann doch nicht.

Fazit

Der Garmin vivosmart 3 erledigt seine Aufgabe als Fitnesstracker ordentlich und zählt, anders als zum Beispiel die Wearables von Fitbit, beim Radfahren keine Schritte mit. Allerdings erschließt sich mir der Sinn der Stress-Messung nicht. Außerdem ist das Display zu schlecht zu erkennen. So bleibt der Preis von 150 Euro vor allem im Vergleich zu anderen Modellen, wie etwa dem Fitbit Charge 2, zu hoch.


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