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Google Home Max im Test: Das Schwergewicht fürs Smart Home

Der Google Home Max steht im Wohnzimmer zwischen Deko und einer Pflanze.
Mit dem Google Home Max hat der Hersteller ordentlich am Bass geschraubt. (© 2018 CURVED )
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30.08.18 von

Marco Engelien

Smart-Home-Lautsprecher haben auf viele Fragen eine Antwort, klingen oft aber nicht gut. Beim Google Home Max soll’s anders sein. Wir haben ihn aufgedreht.

"Bass, Bass", skandierte einst Das Bo im Song "‘Türlich ’Türlich". Ob das mittlerweile auch Smart-Home-Besitzer einfordern, ist nicht überliefert, wäre aber verständlich. Denn den smarten Lautsprechern von Amazon und Google mangelt es oft an Wumms. Abhilfe soll der Google Home Max schaffen. Wie der Name schon andeutet, handelt es sich bei dem Gerät um ein echtes Schwergewicht. Das passt. Denn die kleineren Geräte des Unternehmens, der Google Home und der Google Home Mini, können dank des Google Assistant zwar viele Fragen beantworten, haben klanglich aber noch Potenzial nach oben.

Was kann der Google Home Max?

Dass der Google Home Max im Vergleich zur normalen und der Mini-Variante ein ganz anderes Kaliber ist, wird schon am Gewicht des Lautsprechers klar: Er bringt 5,3 Kilogramm auf die Waage und ist entsprechend groß. Das macht es etwas schwieriger, ihn im smarten Zuhause unauffällig im Regal zu verstecken. Zwar gibt sich Google sehr viel Mühe, den Lautsprecher wie einen Lifestyle-Gegenstand aussehen zu lassen, in dem die Designer sämtliche Anschlüsse auf die Rückseite verbannt haben und auf sichtbare Bedienelemente verzichten, so gut wie beim Google Home klappt es aber dennoch nicht.

Macht aber nichts, dafür hat der Home Max ganz andere Qualitäten. Bevor ihr aber zum ersten Mal richtig aufdrehen könnt, müsst ihr ihn mit dem heimischen WLAN verbinden. Das klappt ziemlich einfach über die „Google Home“-App, die es für Android und iOS gibt. Auch iPhone-Besitzer können sich den Google-Lautsprecher also zulegen. Habt ihr das erledigt, könnt ihr euch zunächst mal mit dem Google Assistant vertraut machen. Über den smarten Assistenten könnt ihr den Lautsprecher nicht nur per Spracheingabe steuern, er beantwortet euch auch allerhand Wissensfragen und kann kompatible Smart-Home-Geräte steuern. Dazu gehören unter anderem die Thermostate von tado und die smarten Lampen von Philips und Ikea.

Aktivieren könnt ihr den Assistant, in dem ihr "Hey Google" oder "Ok Google" sagt und danach eure Anfrage einsprecht. Fernfeldmikrofone sorgen dafür, dass euch der Lautsprecher auch durch den Raum versteht. Das klappte im Test ohne Probleme. Vier LEDs unter der Stoffabdeckung auf der Vorderseite zeigen an, dass der Assistant euch hört und verstanden hat. In der App könnt ihr außerdem einrichten, dass der Home Max mehrere Nutzer voneinander unterscheiden und passende Ergebnisse liefern kann. Soll er einmal nicht zuhören, weil ihr etwa Besuch habt, der sich in der Nähe des smarten Speakers unwohl fühlt, könnt ihr die Stimmerkennung über einen Schalter auf der Rückseite deaktivieren. Bedienen könnt ihr den Lautsprecher außerdem über die berührungsempfindliche Oberfläche. Streicht darüber, um die Lautstärke zu verändern oder tippt darauf um einen Song zu pausieren oder wieder zu starten.

Wie klingt der Google Home Max?

In Sachen Musik arbeitet der Google Home Max wahlweise mit YouTube Music, Spotify, Google Play Music oder Deezer zusammen. Auf welche Quelle ihr zurückgreifen wollt, könnt ihr in der App einstellen. Danach genügt schon der Befehl „Ok Google, spiele Musik“, um die Wiedergabe zu starten. Natürlich könnt ihr auf diese Weise auch einzelne Songs, Playlisten oder Alben starten. Damit die auch gut klingen, stattet Google den Lautsprecher mit der sogenannten „Smart Sound“-Funktion aus. Das heißt, der Lautsprecher scannt über seine sechs Mikrofone den Raum und passt den Sound an die Gegebenheiten an.

Der Google Home Max frontal mit vier blau leuchtenden LEDs.
Vier LEDs unter der Stoffabdeckung auf der Vorderseite zeigen an, dass der Assistant euch hört und verstanden hat. (© 2018 CURVED )

Dennoch hatten wir im Test das Gefühl, dass die Wiedergabe etwas zu basslastig war. Beim Klassiker "Hotel California" überlagerten die Bässe zum Beispiel den Gitarrenpart hörbar, der Song klang unausgewogen. Bei anderen Songs, etwa "X gonna give to ya" von DMX kamen die satten Klänge des Tieftöners aber sehr gut an. Wer sich an den Bässen stört, kann sie über einen Equalizer innerhalb der App auch an die eigenen Vorlieben anpassen.

Was muss ich noch wissen?

Externe Zuspieler könnt ihr per Kabel über einen Klinkenanschluss an den Google Home Max anschließen. Alternativ könnt ihr Musik auch über den eingebauten Chromecast vom Smartphone an den Lautsprecher streamen. Wer gleich etwas mehr Geld ausgeben möchte, kann zwei der Lautsprecher auch zu einem Stereosystem zusammenschließen oder sie als Multiroom-Lautsprecher in der ganzen Wohnung aufstellen. Dann könnt ihr beispielsweise Musik gleichzeitig in der Küche und im Wohnzimmer wiedergeben.

Fazit: Smart Home mit Wumms

Der Google Home Max macht euer Zuhause dank des Google Assistant nicht nur smart, er unterstützt auch mehrere Streamingdienste und sorgt für kraftvolle Bässe. Wer einen smarten Lautsprecher sucht, der nicht nur als Schaltzentrale für Lampen und Thermostate dient, sondern auch mal die Nachbarn ärgert, der ist beim Home Max genau richtig.

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In diesem Artikel

Google Home Max: Testbericht und Fotos

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