GoPro Hero3+ im Test: Action-Cam mit Plus an Leistung

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GoPro Hero3+ im Test: Action-Cam mit Plus an Leistung
GoPro Hero3+ im Test: Action-Cam mit Plus an Leistung(© 2014 CURVED)

Wenn man über Action-Kameras spricht, dann fällt zu allererst der Name GoPro. Egal ob zu Lande, zu Wasser oder in Luft: Überall sieht man die kleinen GoPro Action-Kameras im Einsatz. Mittlerweile sogar bei TV-Produktionen.

Die aktuelle GoPro Hero3+ hat der Hersteller mehr oder weniger eingeschoben, da das Vorgängermodell, die GoPro Hero3, Schwächen hatte und man weiterhin den Titel des Marktführers für sich beanspruchen will. Aber lohnt sich als Besitzer einer GoPro Hero3 der Umstieg auf die Plus-Variante eigentlich? Oder solltet Ihr besser auf die GoPro Hero4 warten?

Von der mittlerweile gelernten Logik - Apple sei Dank - lohnt der Umstieg erst dann, wenn sich auch die Ziffer im Modellnamen ändert. Das Anhängen eines Buchstaben oder eines „Plus“, wie hier bei der GoPro Hero3, bedeutet oft nur minimale Verbesserungen. Aber: Das kleine Update bei der GoPro Hero3+ sorgt dennoch für sinnvolle Optimierungen.

Plus an Aktion dank neuem Akku

Viele GoPro-Hero-Nutzer haben sich über die schwache Akkuleistung der Action-Kamera beschwert. In der Regel reichte es bei der GoPro Hero3 gerade einmal für 80 bis 90 Minuten Full HD-Video mit 60 fps aus. Bei der Hero3+ gibt es nun dank einem mit etwas mehr Kapazität ausgestattetem Akku (1180 mAh statt 1050 mAh) und einem laut Hersteller verbesserten Energiemanagement knapp 10 Prozent mehr Aufnahmezeit. Wohlgemerkt: Das wären immerhin nur rund zehn Minuten mehr. Also ist ein zweiter Akku bei Drehs weiterhin Pflicht.

An der Linse einer Kamera lässt sich immer etwas verbessern, so auch bei der GoPro Hero3. Der Sprung von der schon sehr guten GoPro Hero3 zum Hero3+ bringt laut Hersteller dank der neuen und verbesserten Linse eine Steigerung der Bildschärfe von bis zu 33 Prozent. Im ersten Kurztest waren die Aufnahmen tatsächlich knackscharf. Ob wir es hier mit einer Verbesserung um ein Drittel zu tun haben, sehen wohl nur  Video-Profis.

Plus an WLAN-Geschwindigkeit

Videos mit der Action-Kameras zu drehen, macht sehr viel Spaß, aber durch die geringe Größe lässt sich kaum ein gescheites Display unterbringen. Um aber dem Besitzer eine Möglichkeit zu bieten, das Livebild der Kamera zu kontrollieren, verfügt die GoPro über ein WLAN-Modul. Dadurch wird die GoPro zu einer Art Access Point und streamt das Livebild an die iOS-, Android- oder Windows Phone-App Eurer Smartphones oder Tablets. Leider führt so ein Stream unweigerlich zu einer Verzögerung. Diesen Zeitversatz konnte GoPro bei der Hero3+ mit Hilfe eines verbesserten WLAN-Moduls verringern. Immerhin: Im Test kam das Bild der Kamera mit einer Verzögerung von unter einer Sekunde auf dem Smartphone an.

Mehr Aufzeichnungsmodi für die Black Edition

Mit der GoPro Hero3+ Black Edition gibt es auch zwei neue Aufzeichnungsmodi. Zum einem den SuperView Modus, der den Fisheye-Effekt verstärkt, sodass der Verzerrungseffekt am Rand des Bildes noch stärker wird. Die GoPro Hero3+ Black Edition verfügt außerdem über einen so genannten Auto Low Light Modus. In diesem Modus erkennt die Kamera automatisch, wenn eine Szene in dunkler Umgebung gedreht werden soll und passt die Bildrate dann dementsprechend an. Ist die Szene dunkel, dann geht die Bildrate runter, damit dem Bildsensor mehr Zeit hat, das Licht einzufangen.

Ein neues und kompakteres Case

Bei den Abmessungen sind die Hero3 und sein Nachfolger die Hero3+ identisch, aber sobald diese in ihren mitgelieferten Gehäuse stecken, kommt einem die Hero3+ kompakter vor. Das liegt daran, dass GoPro der Hero3+ ein neues Case spendiert hat. Das ist immer noch stoßfest und auch wasserdicht, aber auch kleiner und leichter. Geändert hat GoPro auch den Verschlussmechanismus, der tatsächlich leichter zu bedienen ist.

Auch sind die Tasten leichtgängiger geworden, sodass Ihr nicht mehr so viel Kraft einsetzen müsst wie beim alten Gehäuse. All diese Veränderungen am Gehäuse haben aber auch einen Nachteil. Denn während das Gehäuse des Hero3 noch bis zu 60 Meter tief tauchen durfte, ist beim Gehäuse des Hero3+ schon nach 40 Metern Schluss. Seien wir mal ehrlich: Hobbytaucher hören schon bei zehn Metern auf. Für alle, die noch tiefer tauchen wollen, bietet GoPro das bis zu 60 Meter Tauchtiefe dichte Gehäuse als Zubehör an.

Fazit: Neueinstieg ja, Umstieg nein

Das neue Modell ist in fast allen Belangen besser als der Vorgänger, aber wirklich lohnenswert ist der Umstieg für Besitzer einer GoPro Hero3 nicht. Dafür sind die Verbesserungen einfach nicht umfangreich genug. Wenn Ihr aber eine GoPro Hero2 oder älter besitzt - oder noch gar keine Actioncam -, dann könnt Ihr guten Gewissens zugreifen. Mit dem Knirps zu drehen, macht einen Riesenspaß. Und neben der Kamera ist die Go Pro Hero3+ vollgestopft mit Zubehör.


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