iPad Mini Retina im Test: ein Hauch von Luxus

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iPad_Mini_2014
iPad_Mini_2014(© 2014 CURVED)

Nein, umgewöhnen muss man sich nicht, wenn man von einer der ersten iPad-Versionen auf das iPad Mini umsteigt, die Bedienung ist schließlich identisch. Aber während das große iPad mit fast zehn Zoll eher ein Computer ohne Tastatur ist, entspricht das Mini mit seinem 7,9-Zoll-Display meiner Vorstellung von einem idealen Reisebegleiter: Ein Gerät, das leicht genug ist, um es immer dabei zu haben, aber gleichzeitig leistungsstark genug, um alle Anwendungen nutzen zu können.

Games und Apps laufen flüssiger

Das erste iPad Mini, das  im Oktober 2012 vorgestellt wurde, musste noch mit deutlich geringerer Leistung als seine großen Brüder vorlieb nehmen. Nur ein Jahr später sind beim Nachfolger die Werte identisch mit denen des gleichzeitig veröffentlichten iPad Air, immerhin das aktuelle Flaggschiff Apples. Sogar ein hochauflösendes Retina-Display wurde dem Mini spendiert.

So macht in diesem Fall lediglich die Größe den Unterschied. Aber was für einen. Durch die geringeren Abmessungen hält man das Gerät ganz anders in der Hand, was im täglichen Gebrauch deutlich zu spüren ist. Da es nur knapp über 330 Gramm wiegt, kann ich es beim Lesen bequem und ohne Ermüdungserscheinungen mit einer Hand halten.

So entpuppt sich das Apple-Gadget als perfekter e-Reader für Bücher, Comics und Zeitschriften. Der hochauflösende Bildschirm stellt die Inhalte mit 2048 x 1536 Bildpunkten besser dar als so mancher HD-Fernseher.

Das Display ist gestochen scharf

Dass im Gegensatz zu E-Books keine sparsame E-Ink für die Darstellung der Inhalte genutzt wird,  geht natürlich zu Lasten des Akkus. Doch auch so hält  dieser lange genug durch. Videos anschauen, Musik hören, im Internet surfen, Zeitschriften lesen und Spiele zocken – selbst ein Tag intensiver Nutzung entleerte die Batterie gerade einmal zur Hälfte. Dafür sorgt zum Teil auch der von Apple entwickelte A7-Prozessor, der äußerst stromsparend aufwändige Rechenoperationen durchführt und sogar detailreiche Actiongames flüssig darstellt.

Mehr Speicherplatz sollte man einkalkulieren

Sicher, das iPad Mini ist mit einem Preis ab 389 Euro nicht das günstigste Tablet auf dem Markt. Und will man mehr Speicher und eine LTE-Verbindung, kann das Gadget schnell bis zu 779 Euro in der 128-Gigabyte-Version kosten. Doch für das Geld bekommt man ein Gerät, dass alle digitalen Wünsche in Perfektion erfüllt – was sicher zum großen Teil an der schier unendlichen Zahl an Apps liegt, die für iOS-Geräte im App Store von Apple herunterladbar sind.

iPad mini vs. iPad Air: kleiner, aber genauso schnell

Und diese Vielzahl an Apps ist auch der Grund, dass man beim Kauf mehr Speicherplatz einkalkulieren sollte, denn sonst muss man ständig Anwendungen löschen, um Platz für neue zu schaffen. Denn: Auf die Möglichkeit, den Speicher mittels einer Micro-SD-Karte zu erweitern, muss der Nutzer verzichten. Auch die Rückkamera entspricht mit gerade einmal fünf Megapixel nicht wirklich  dem Stand der technischen Möglichkeiten, genügt aber für anständige Schnappschüsse. Viel interessanter ist aber die iSight-Kamera auf der Vorderseite, mit der Videotelefonate in HD- Qualität möglich sind – selbst bei widrigen Lichtverhältnissen.

Ob es allerdings eine gute Idee von Apple war,  den Look des iPad-Betriebssystems dem der iPhones anzupassen, ist zumindest zweifelhaft. Ein Bildschirm in dieser Größe schreit förmlich danach, per Widgets nach persönlichem Geschmack individualisiert zu werden. Die Icons dagegen, die auf dem kleinen Screen der Smartphones vielleicht noch ihren Sinn haben, wirken auf dem iPad verloren und wenig sinnlich. Doch das ist natürlich reine Geschmackssache. Ohne Zweifel ist allerdings, dass die überaus gelungene Hardware und die Fülle an Funktionen das iPad Mini zum derzeit besten Tablet machen.


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