JBL Link 20 im Test: Dieser Bluetooth-Lautsprecher hört aufs Wort

JBL Link 20: Akkubetrieben, tragbar und hört mit Google Assistant aufs Wort.
JBL Link 20: Akkubetrieben, tragbar und hört mit Google Assistant aufs Wort.(© 2017 CURVED)

Tragbare Lautsprecher mit integrierter Künstlicher Intelligenz liegen im Trend: Der JBL Link 20 hat den Google Assistant an Bord. Wie gut die Sprachsteuerung funktioniert und was das Multiroom-Feature taugt, erfahrt ihr im Test.

Für die Einrichtung des JBL Link 20 müsst ihr keine App des Herstellers installieren, sondern die Home-App von Google. Eine Vorgabe für alle Geräte auf denen der Google Assistant läuft. Vorteil: Neue Funktionen von Google sind direkt verfügbar und müssen nicht von JBL und anderen Herstellern in ihre Apps integriert werden. Die Einrichtung des Link 20 inklusive Einbindung in das WLAN klappte auf Anhieb und war verständlich erklärt.

Multiroom mit Home-App

Über die Home-App lässt sich der Link 20 auch mit weiteren Link 20 sowie Link 10, Link 300 und Link 500 von JBL zu einem Multiroom-System zusammen schließen. Dafür weist man den Lautsprechern in der App verschiedene Zimmer zu und kann so zum Beispiel Musik in Wohnzimmer und Küche abspielen und das Schlafzimmer ruhig lassen. Darüber hinaus bindet man über die Home-App den Lautsprecher und den Google Assistant in die Steuerung von Smart Home-Gadgets ein und kann per Sprachbefehl zum Beispiel das Licht an- und ausschalten oder die Temperatur einstellen.

Kommt der Sound aus mehreren Lautsprechern, füllt er natürlich den Raum besser und die großen Link 300 oder Link 500 bieten selbstverständlich einen kräftigeren Bass. Aber hier soll es erstmal nur um den JBL Link 20 gehen, in dem zwei 50mm-Lautsprecher mit je zehn Watt Ausgangsleistung stecken. Dass die beiden Lautsprecher sich an den Seiten des Lautsprechers befinden, hört man deutlich. Der Sound erscheint nicht so rund wie etwa bei den UE Boom 2. Für einen Raum wird er mehr als laut genug und scheppert selbst bei maximaler Lautstärke nicht. Der Bass fällt überraschend kräftig aus und der Sound bleibt insgesamt sehr klar und gut ausgesteuert. Höhen, Mitten und Tiefen konnte ich gut unterscheiden.

Hört ihr laut Musik, kann es passieren, dass der JBL Link 20 das "OK Google"-Kommando nicht hört. In diesem Fall hilft ein kurzer Druck auf das Symbol des Google Assistant oben auf dem Lautsprecher: Die Musik wird leiser und der Assistant hört zu. Mit einer Taste auf der Rückseite kann man das Mikrofon des Link 20 dagegen ganz ausschalten. Das ist hilfreich, wenn man mehrere Lautsprecher herumstehen hat und nur einer "OK Google" reagieren soll – oder man Kinder von ständigen neuen Musikwünschen abhalten will.

Dank eines 6000-mAh-Akkus lässt sich der JBL Link 20 nicht nur in der Wohnung überall hinstellen, sondern sich auch nach draußen mitnehmen. Dabei macht ihm Regen nichts aus und selbst wenn er ganz untertauchen sollte, ist das nicht schlimm. Er ist wasserdicht und hat eine IPX7-Zertifizierung erhalten. Die Batterie hält, wie vom Hersteller angegeben, rund zehn Stunden lang durch, bevor man sie über den Micro-USB-Anschluss wieder aufladen muss. Eine Trageschlaufe für den komfortablen Transport fehlt dem etwa ein Kilogramm schweren Lautsprecher allerdings.

Im JBL Link 20 steckt neben dem Google Assistant auch ein Chromecast. Dadurch kann man ohne Bluetooth-Verbindung Musik, Podcasts oder Radiosender auf dem Lautsprecher abspielen. Man gibt vom Smartphone den Streaming-Link weiter und ohne Einmischung des Google Assistant spielt der Link 20 die entsprechende Datei mit bis zu 24 bit und 96 kHz direkt aus dem Internet ab. Dies hilft immer dann weiter, wenn die Sprachsteuerung Befehle nicht versteht oder verarbeiten kann. So schaffte es der Assistant bei mir zum Beispiel nicht, Hörspielfolgen von Spotify korrekt abzuspielen.

Fazit: Vielseitiger smarter Lautsprecher

Die unverbindliche Preisempfehlung für den JBL Link 20 liegt bei 199 Euro. Dafür erhaltet ihr einen gut klingenden Lautsprecher, der mobil und vielseitig einsetzbar ist: Er ist Bluetooth-Lautsprecher, eigenständiger smarter Lautsprecher, nimmt Sprachbefehle für das Smart Home entgegen und lässt sich mit anderen Link-Modellen zu einem Multiroom-System ausbauen.

Wer lieber Alexa als dem Google Assistant Befehle erteilen will, sollte einen Blick auf den UE Blast und den UE Megablast werfen, die sich allerdings nicht zu einem Multiroom-System zusammenschalten lassen.

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