Polar A300 & Loop im Test: zwei Fitnesstracker zum Weglaufen

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Polar Loop & A300: Fitnesstracker mit großem Frustpotenzial
Polar Loop & A300: Fitnesstracker mit großem Frustpotenzial(© 2015 CURVED)

Polar hat sich unter Sportler einen Namen als Hersteller von Sportuhren, die beim Training hilfreich zur Seite stehen, erarbeitet. Von dieser jahrelangen Erfahrung können die Fitnesstracker A300 und Polar Loop doch eigentlich nur von profitieren. Theoretisch. CURVED blickt kopfschüttelnd auf die Wearables.

Der A300 wirkt optisch und von der Bedienung her wie eine abgespeckte Version der richtigen Sportuhren von Polar. Der Loop sieht dagegen wie ein typischer Fitnesstracker aus, der durch schickes, aber unauffälliges Design ein Accessoire für den Alltag sein will.

Ein Fitnesstracker für Bastelfreunde

Bevor der Polar Loop Eure Schritte zählt, müsst Ihr zur Schere greifen und das Armband selber auf die richtige Länge kürzen. Zwar verfügt die Kurzanleitung über ein aufgedrucktes Maßband, aber in meinem ersten Versuch war das Armband noch zu lang. Immerhin konnte ich bei den weiteren Schnitten die ersten Fehler ausbessern, als ich zu nah an den Löchern für die Metallstift geschnitten hatte. Sollte Euer Handgelenk mal breiter werden, könnt Ihr den Loop in die Tonne kloppen, denn anders als bei allen anderen Fitnesstrackern lässt sich das Armband nicht weiter stellen.

Das Querformat-Display des Loop verfügt über schöne rote Leuchtdioden und zeigt neben der Uhrzeit die gelaufenen Schritte, die verbrannten Kalorien und das tägliche Aktivitätsniveau an, aber ein Querformat-Display ist am Handgelenk eben nicht wirklich die ideale Wahl. An einem Punkt - leider einem negativen - folgt Polar dem Trend unter den Fitnesstrackern: Der Loop hat eine eigene Schnittstelle für das Ladekabel bekommen, die nicht einmal mit anderen Geräten des Herstellers kompatibel ist.

Fitnesstracker gibt sich als Sportuhr aus

Der Polar A300 erweckt den Eindruck eine kleine Sportuhr zu sein, bietet aber von der Stoppuhr für sportliche Aktivitäten und der Pulsmessung über einen Brustgurt abgesehen keine weitere Unterstützung beim Training. Mit Hilfe der gemessenen Zeit und der ausgewählten Sportart berechnet der Fitnesstracker den Kalorienverbrauch und liefert auch die Pulswerte zur Auswertung ab. Die Bedienung des A300 erfolgt, wie bei der M400, und V800 über die fünf Tasten am Rand des Gehäuses und ist schnell erlernt. Einziger Unterschied: Das Menü ist weniger umfangreich. Im direkten Vergleich fällt auf, dass das Display des Fitnesstrackers weniger leuchtstark und deutlich pixeliger ist als die Bildschirme der Sportuhren.

Das Gehäuse mit der Technik des A300 ist bis zu einer Tiefe von 30 Metern wasserdicht und lässt sich aus dem Armband herausnehmen. Polar bietet Wechselarmbänder in verschiedenen Farben an, sodass Ihr sie farblich passend zu Eurem restlichen Outfit wählen könnt. Vom Material und Tragekomfort her ähnelt das Armband dem der M400 und ist flexibler als das des Polar Loop.

Der Loop und der A300 synchronisieren ihre Messdaten, genau wie die M400 und V800, mit der Polar Flow-App auf Eurem Smartphone und dem Web-Portal des Herstellers. Sie füllen allerdings nicht alle Felder der Anwendung aus. Vor allem im Trainingstagebuch bleiben beim Loop die Informationen lückenhaft.

Lieber eine richtige Sportuhr oder einen günstigen Fitnesstracker

So gut mir die Sportuhren von Polar gefallen haben, so wenig haben mich die Fitnesstracker des Herstellers überzeugt. Während die Polar M400 und die Polar V800 echte Hilfen beim Training sind und als Uhr getarnt auch als Fitnesstracker taugen, lösen der Polar A300 und der Polar Loop bei mir immer wieder Kopfschütteln aus. Das fängt damit an, dass man sich das Armband des Loop selbst mit einer Schere auf die richtige Länge kürzen muss und endet noch nicht damit, dass der A300 versucht, den Funktionsumfang der Sportuhren zu imitieren und dabei für mich überhaupt keinen Mehrwert bietet. Da ist man mit dem Mi Band von Xiaomi für weniger als 20 Euro deutlich besser bedient.


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