Airplay-Lautsprecher Marke Eigenbau: So streamt ihr drahtlos Musik

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Airplay, Speaker, Hack, Lautsprecher(© 2018 CC: Unsplash/Liana Mikah)

AirPlay streamt eure Musik schnell und einfach vom iPhone oder iPad an Lautsprecher im ganzen Haus. Aber auch ohne AirPlay-Lautsprecher könnt ihr den drahtlosen Übertragungsstandard nutzen. Wir zeigen euch wie.

Apples AirPlay-Protokoll hat im Vergleich zu anderen drahtlosen Übertragungswegen wie Bluetooth gleich mehrere Vorteile: So funktionieren einmal am Strom angeschlossene und mit dem Heimnetzwerk verbundene Lautsprecher direkt und ohne Konfiguration. Ihr müsst lediglich im Kontrollzentrum oder direkt in der Wiedergabeansicht eurer Musik-App auf das AirPlay-Symbol tippen und den Empfänger auswählen. Außerdem wird die Musik für die Übertragung nicht komprimiert, was der Qualität zugutekommt. Ein dritter Vorteil ist, dass ihr von iTunes auf einem Mac oder PC mehrere Lautsprecher gleichzeitig ansteuern könnt. Allerdings sind AirPlay-Lautsprecher auch teurer als Bluetooth-Lautsprecher. Die Lösung: ein AirPlay-Lautsprecher im Eigenbau.

Lautsprecher plus Empfänger

Für Airplay-Lautsprecher Marke Eigenbau müsst ihr keinesfalls Lautsprecher aufschrauben und einem Lötkolben in die Hand nehmen. Stattdessen braucht ihr nur einen AirPlay-fähigen Empfänger mit Audioausgang, an den ihr eure bestehenden Lautsprecher anschließt. Einen der leistungsfähigsten Empfänger liefert Apple mit dem AirPort Express selbst. Den kleinen Router bindet ihr entweder per Ethernet-Kabel oder WLAN in euer Netzwerk ein. Anschließend verbindet ihr eure Lautsprecher mit einem analogen oder optisch-digitalen Klinkenkabel und startet die Party. Auch das Apple TV ist ein AirPlay-Empfänger. Aber: Der kleinen schwarzen Box fehlt der analoge Audioausgang, und nur an der zweiten und dritten Generation findet ihr einen optischen Audioausgang. Das aktuelle Apple TV der fünften Generation verfügt lediglich über einen HDMI-Ausgang. Damit klappt das drahtlose Streaming nur mit Hi-Fi-Anlagen. Alternativ fügt ihr dem Apple TV mit einem Adapter erneut einen digitalen Audioausgang hinzu.

Neben Apple gibt es aber auch noch andere Hersteller, die kompakte AirPlay-Empfänger im Angebot haben. Schaut einfach mal im Elektronikmarkt eures Vertrauens. Die Lösung mit einem externen Empfänger ist zwar nicht ganz so elegant wie ein integrierter AirPlay-Lautsprecher, dafür macht ihr eure Lieblingslautsprecher für unter 50 Euro fit für die Zukunft.

Mit Adaptern lassen sich Lautsprecher mit AirPlay nachrüsten.(© 2018 CC: Unsplash/Gabriel Beaudry)

Rechner zum AirPlay-Empfänger machen

Eine noch günstigere Variante ist das Recycling eines alten Macs oder PCs. Mit Anwendungen wie AirServerReflector oder dem kostenlosen Mediacenter Kodi erscheinen auch die Altgeräte als AirPlay-Empfänger auf eurem iPhone oder iPad. Über den Lautsprecheranschluss könnt ihr auch bei dieser Variante einfach eure alten Lautsprecher wiederverwenden. Allerdings funktionieren die Empfänger nicht ganz so gut wie AirPlay-Lautsprecher oder Apples Geräte. Beispielsweise kann bei der Verwendung mehrerer Empfänger, die ihr von iTunes aus ansteuert, ein störendes Echo auftreten.

Das bringt AirPlay 2

Mit iOS 11 stellte Apple AirPlay 2 vor und lässt euch nun mehrere Lautsprecher ansteuern. Allerdings müssen die Hersteller ihre Lautsprecher dafür extra aktualisieren. Zudem könnt ihr mit AirPlay 2 die Wiedergabe auch direkt am Abspielgerät steuern. Liegt euer iPhone zum Beispiel in der Küche, ihr seid aber im Wohnzimmer, ist direkt am Lautsprecher das Überspringen, Zurückspulen oder Anhalten der Musik möglich. Viel Spaß bei eurem neuen Klangerlebnis!

Noch mehr Musik gefällig?

Ihr wollt beim Musikhören unterwegs weniger von eurer Umgebung mitbekommen? Wie wäre es zum Beispiel mit dem Test zu den Noise-Cancelling-Kopfhörern Beats Studio3 Wireless? Lest außerdem, was CURVED-Chefredakteur Felix sich von der nächsten Generation AirPods erhofft oder auch Jans Tipps, wie AirPods besser im Ohr sitzen. Vielleicht habt ihr euch immer schon gefragt, wie es neue Interpreten überhaupt zu Spotify & Co. schaffen? Wir verraten es euch.

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