Akku-Bedenken: Apple Watch-Apps sollen einfach bleiben

Her damit !11
Zum Release der Apple Watch wird es viele Apps geben – die aber vermutlich noch nicht viel können
Zum Release der Apple Watch wird es viele Apps geben – die aber vermutlich noch nicht viel können(© 2014 CURVED)

Wird der Funktionsumfang der Apple Watch zum Release geringer sein als erwartet? Anscheinend versucht Apple derzeit, die Features der kompatiblen Apps möglichst einfach zu halten, um einen glatten Start zu gewährleisten. Außerdem soll auf diese Weise der mutmaßlich schwache Akku entlastet werden.

Demnach sollten potenzielle Käufer ihre Erwartungen an die Apple Watch nicht zu hoch ansetzen, schreibt Business Insider unter Berufung auf Entwickler. Offenbar begrenzt Apple den Zugriff auf eine Vielzahl der in das Wearable integrierten Sensoren bewusst, damit diese noch nicht von jeder App genutzt werden können. Zu den zunächst gesperrten Features zählen unter anderem der Herzfrequenzmesser, der Schrittzähler und auch NFC, das beispielsweise für die Nutzung von Apple Pay benötigt wird.

Energiehungrige Sensoren

Letztlich sei es aber vor allem der schwache Akku der Apple Watch, der das Unternehmen aus Cupertino zu diesem Schritt bewogen habe. Da vor allem die Sensoren eine Menge Energie benötigen, will Apple die Entwickler davon abhalten, zum Release der Smartwatch ein großes Lineup an Apps bereitzustellen, die auf die Sensoren zugreifen und so den Akku belasten.

Dazu passt auch, dass Entwickler bislang keine Standalone-Anwendungen für die Apple Watch herausbringen können – das dafür benötigte WatchKit soll erst im Laufe des Jahres veröffentlicht werden. Derzeit sollen die aufwendigen Rechenoperationen auf das mit der Smartwatch verbundene iPhone ausgelagert werden.

Ob dieses Vorgehen dem Erfolg der Apple Watch im Wege steht, wird sich zeigen; schließlich war es nicht zuletzt der App Store mit seinem riesigen Angebot an Anwendungen, die das iPhone seinerzeit zu einem Verkaufsschlager gemacht haben. Dass die Anzahl der Apps sich stark auf den Erfolg von Apples Smartwatch auswirken kann, wurde auch unlängst durch einen Analysten bestätigt, der die Menge verfügbarer Applikationen zum Release auf glatte 100.000 Stück schätzte. Dass Apps eine wichtige Rolle spielen, ist aber mit Sicherheit auch Tim Cook bewusst, der eine Vielzahl an Anwendungen zum Release der Apple Watch angekündigt hat – auch wenn diese offenbar nur einen begrenzten Funktionsumfang bieten werden.

Weitere Artikel zum Thema
Draht­lose Lade­ge­räte für das iPhone X und iPhone 8 (Plus) im Über­blick
Jan Johannsen2
Belkins Boost Up mit Apples iPhone
Hinlegen zum Auftanken: Das iPhone X, das iPhone 8 und 8 Plus lassen sich kabellos laden. Mit welchen Ladematten das klappt, erfahrt ihr hier.
Amazon Echo (2017) und Echo Plus im Test: der Smarte und der Zarte
Marco Engelien
Der kleine Echo (2017) neben dem großen Echo Plus
Die Amazon-Echo-Familie ist 2017 ganz schön gewachsen. Zwei der Neuzugänge sind der Echo (2017) und der Echo Plus. Was sie können, verrät der Test.
Teslas Semi-Truck kostet mehr als vier Model 3
Marco Engelien1
Der futuristische Tesla Semi.
Tesla hat den Preis für seinen elektronischen Lastwagen Semi bekannt geben. Die günstigste Ausführung ist vier Mal teurer als ein Model 3.