Apple könnte mit Beats digitale Musik revolutionieren

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Apple könnte mit Beats viel mehr im Sinn haben als bloß die berühmten Kopfhörer
Apple könnte mit Beats viel mehr im Sinn haben als bloß die berühmten Kopfhörer(© 2014 CC: Flickr/T0rryLike)

Mit iTunes hat Apple den Musikmarkt revolutioniert und mit der Übernahme von Kopfhörer- und Streaming-Anbieter Beats könnte sich das nun wiederholen. Der mit iTunes etablierte Markt für bezahlte digitale Musik steht möglicherweise vor einem Paradigmenwechsel, mit dem Streaming-Dienste zur Beigabe von Produkten werden.

Beats verkauft nicht nur sündhaft teure Trend-Kopfhörer, sondern betreibt mit Beats Music auch einen eigenen Streaming-Dienst. Während die meisten Meinungen zu Apples Übernahme-Plänen sich um das florierende Geschäft mit den modischen Audio-Accessoires drehen, könnte die eigentliche Schlagkraft im Digital-Angebot von Beats Music liegen – oder vielmehr in der Kombination der beiden Geschäftsfelder. GigaOm zeichnet ein interessantes Szenario, in dem Apple dank Beats erneut zum Game-Changer wird: Das Gerät ist nicht das eigentliche Produkt, sondern vielmehr eine Eintrittskarte zur Plattform dahinter.

Apples Beats-Deal sollte Amazon, Google und Co. alarmieren

Der Grundgedanke ist simpel: Kauft Ihr Produkt X, bekommt Ihr einen Zugang zu Streaming-Plattform Y für den Zeitraum Z. Anstatt wie bei Spotify 10 Euro im Monat für das Abo zu bezahlen, gäbe es Beats Music – oder iTunes Radio? – als kostenlose Dreingabe zum neuen iPhone oder Beats-Kopfhörer. Das bindet überdies auch Kunden, denn wer zu einer anderen Plattform wechselt, verliert sein Streaming-Privileg.

Wenn Apple sich Beats – und damit eben auch Beats Music – einverleibt, setzt das die Konkurrenz unter Druck, meint der Bericht auf GigaOm. Amazon und Google arbeiten bereits an eigenen Diensten, Samsung fährt mit Milk einen zumindest ähnlichen Ansatz. In einer Welt, in der Musik-Streaming in Produkt-Bundles quasi verschenkt wird, dürfte es der aktuelle Platzhirsch Spotify schwer haben, Kundschaft für einen bezahlten Abo-Dienst zu bekommen.


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