Apple: Mitarbeiter soll iOS-Quellcode geleakt haben

Der entwendete Quellcode stammt aus iOS 9
Der entwendete Quellcode stammt aus iOS 9(© 2016 CURVED)

Wie wir bereits berichtet haben, tauchte Quellcode aus iOS 9 vor Kurzem frei verfügbar auf der Online-Plattform GitHub auf. Nun soll klar sein, wer für den Leak verantwortlich ist: Offenbar hat ein ehemaliger Apple-Mitarbeiter den Code entwendet, schreibt die Webseite Motherboard.

Der Mitarbeiter – wohl ein Praktikant oder Volontär – soll 2016 im Apple-Hauptquartier in Cupertino gearbeitet haben. Während dieser Zeit ermunterten Freunde ihn offenbar dazu, ihnen den Code zu geben. Sie wollten den Code anscheinend für iOS-Jailbreaks und Sicherheitsanalysen verwenden.

Weiterer Code entwendet

Der Mitarbeiter habe ihnen daraufhin den inzwischen geleakten sowie weiteren, bisher unveröffentlichten Code besorgt. "Er hat alles mitgenommen, alle möglichen Apple-internen Tools und so weiter", sagte einer seiner Freunde gegenüber Motherboard. Insgesamt sollen fünf Leute Material von ihm erhalten haben. Zwei Personen aus dieser Gruppe versicherten, dass der Code ihre kleine Gruppe eigentlich nie hätte verlassen sollen. Doch es kam anders.

Laut einem der Beteiligten habe alles damit begonnen, dass einer der Freunde den Code an jemanden weitergab, "der ihn nicht hätte haben sollen." Öffentlich tauchte der Code aus iOS 9 anscheinend zunächst Ende 2017 auf Reddit auf, ehe ein Moderator ihn entfernte. Die anonyme Veröffentlichung auf GitHub habe dann alles außer Kontrolle geraten lassen. "Wir haben unser Bestes gegeben, um sicherzustellen, dass er erst veröffentlicht wird, wenn er bereits alt ist", versicherte die Gruppe.

Apple: kein Grund zur Sorge

Apple soll bereits vor der Veröffentlichung auf GitHub von dem Leak gewusst haben, aber wohl unbesorgt gewesen sein. Tatsächlich scheint für iOS-Nutzer keine Gefahr zu bestehen. Apple hat sich inzwischen zu dem Vorfall geäußert und Entwarnung gegeben. Die Sicherheit von Apple-Produkten würde nicht von der Geheimhaltung eines Quellcodes abhängen. Geräte wie das iPhone X oder iPads seien durch verschiedene Soft- und Hardware-Maßnahmen vor Angreifern geschützt. Regelmäßige iOS-Updates seitens der Nutzer würden allerdings maßgeblich zur Sicherheit beitragen. Die aktuelle Version des Betriebssystems ist iOS 11.2.5.


Weitere Artikel zum Thema
Apple: High-End-AirPods, On-Ears und neuer HomePod sollen 2019 erschei­nen
Francis Lido
Die AirPods soll es künftig in zwei Ausführungen geben
Apple plant anscheinend eine Audio-Offensive für 2019: Premium-AirPods, On-Ear-Kopfhörer und ein neuer HomePod sollen nächstes Jahr kommen.
MacBook: Apple star­tet Austausch­pro­gramm für defekte Tasta­tu­ren
Lars Wertgen
Bei MacBook und MacBook Pro können Tastaturdefekte auftreten
Apple repariert defekte MacBook-Tastaturen kostenlos. Insgesamt sind neun verschiedene Modelle betroffen.
iPhone X: Apple dachte angeb­lich über Wegfall von Light­ning-Anschluss nach
Christoph Lübben
Peinlich !6Offenbar ist der Lightning-Anschluss des iPhone X keine Selbstverständlichkeit
Angeblich hat Apple darüber nachgedacht, das iPhone X ohne Lightning-Anschluss zu veröffentlichen. Ist es wegen AirPower anders gekommen?

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.