Apple TV und Chromecast: Amazon schmeißt die Konkurrenten vom Fire TV raus

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Den Chromcast-Dongle wird es bald nicht mehr bei Amazon geben
Den Chromcast-Dongle wird es bald nicht mehr bei Amazon geben(© 2014 CURVED)

Amazon will Google Chromecast und Apple TV aus seinem Angebot streichen: Offenbar ist dem Online-Versanddienst die fehlende Prime Instant-Video-Unterstützung der Streaming-Geräte ein Dorn im Auge, weshalb der Verkauf über die eigenen Kanäle gestoppt werden soll.

Einem Bericht von Bloomberg Business zufolge soll die Maßnahme von Amazon bereits am 29. Oktober 2015 in Kraft treten: Ab diesem Zeitpunkt wird es also Google Chromecast und Apple TV nicht mehr im Online-Angebot von Amazon geben. Angeblich hat das Unternehmen aus Seattle eine E-Mail an seine Marktplatz-Verkäufer geschickt, in denen das Vorgehen erläutert wird. Darin soll stehen, dass Apple TV und Chromecast nicht mehr verkauft werden, da sie mit Amazon Prime Instant Video "nicht gut interagieren".

Schaden für Google, Apple – und Amazon selbst

Amazon habe in der E-Mail außerdem darauf hingewiesen, dass die Händler Chromecast und Apple TV ebenfalls nicht mehr verkaufen dürfen – entsprechende Angebote würden nach dem 29. Oktober aus dem Online-Shop entfernt. Von Amazons Maßnahme seien keine Geräte betroffen, die den Streaming-Dienst des Unternehmens unterstützen. Dazu gehören beispielsweise der Dongle von Roku, die Xbox von Microsoft und die PlayStation von Sony.

Der Schritt von Amazon zeige den unbedingten Willen des Unternehmens, seine eigenen Dienste besser zu unterstützen. Dafür würden sogar Verkaufsschlager von beliebten Marken geopfert – und das auch noch kurz vor der umsatzstarken Weihnachtszeit. Einer Einschätzung von Analysten zufolge dürfte die Maßnahme Google mehr schaden als Apple, da das Unternehmen aus Cupertino genügend eigene Kanäle und Shops für die Verbreitung seiner Hardware besitzt.

Aber Amazon könnte sich auch ins eigene Fleisch schneiden: "Als Händler will ich Menschen einen Grund geben, zu mir zu kommen", sagt Analystin Barbara Kraus. "Wenn ich meistgekaufte Marken aus dem Angebot nehme, entferne ich damit diese Gründe."


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