Das Google-Alphabet: von A bis Z

Supergeil !17
Der Googleplex im kalifornischen Mountainview
Der Googleplex im kalifornischen Mountainview(© 2015 Google)

Websuche? Android? Google ist viel mehr als das. Was das Unternehmen, das bald zu Alphabet gehört, alles im Angebot hat, zeigen wir von A bis Z.

In seinem Artikel hat Felix ja schon über die Gründe geschrieben, warum sich Google künftig der neuen Muttergesellschaft Alphabet unterordnet. Ein Grund dafür ist eben auch, dass das Unternehmen mittlerweile nicht mehr nur aus einigen zusammenhängenden Komponenten besteht, sondern von der Gesundheitsvorsorge bis zum selbstfahrenden Auto fast alles im Sortiment hat. Wir haben deswegen geschaut, ob man das Alphabet auch nur mit Google-Diensten füllen kann.

A wie Android

Jeder kennt das Smartphone-Betriebssystem. Laut Statista beherrscht Google mit Android 80 Prozent des Marktes weltweit. Jedes Jahr gibt es eine neue Version, die nicht nur nach einer Süßigkeit benannt ist, sondern auch deren Anfangsbuchstaben auch im Alphabet aufsteigt. Die aktuelle Android-Version 5.1 hört auf den Namen Lollipop, die nächste fängt mit M an. Ob es am Ende Muffin, Malteser oder Mars wird, ist noch offen.

Android ist das beliebteste Betriebssystem auf dem Smartphone-Markt.(© 2015 CC: Flickr/pestoverde)

B wie Blogger

Das Publishing-Tool Blogger hat mitgeholfen, herkömmliche Websites abzuschaffen. Wer was auf sich hielt, publizierte schon um die Jahrtausendwende im eigenen Blog. Allerdings hat Google Blogger nicht erfunden, sondern das Start-up übernommen. Funfact: Der Blogger-Gründer Evan Williams gehörte später zum Gründerteam von Twitter und ist jetzt Gründer und CEO von Medium, einem Publishing-Tool für Blogger.

C wie Chrome und Chrome OS

Auch mit dem Chrome-Browser ist Google Marktführer. Einer Statista-Auswertung zufolge gehen insgesamt rund 38 Prozent aller Nutzer über Google-Browser online. Abgeschlagen dahinter rangiert der Internet Explorer mit insgesamt rund 18 Prozent. Aus Chrome wuchs 2010 sogar ein eigenes Betriebssystem namens Chrome OS. Brauchte man ursprünglich noch eine Internetverbindung, um mit den Chromebooks überhaupt etwas anzufangen, funktionieren die Geräte heutzutage auch offline. Auch der Umfang an verfügbaren Programmen ist gewachsen. Lange Zeit liefen nur Apps aus dem Chrome Web Store. Mitterweile könnt ihr einige wenige Android-Apps wie Vine installieren. Über die Cloud soll bald sogar Adobe Photoshop auf den für gewöhnlich schwach ausgestatteten Notebooks laufen.

D wie Google Drive

Google Drive ist Googles Cloudspeicher. Jeder Nutzer, der sich für ein Gmail-Konto anmeldet, erhält automatisch 15 Gigabyte kostenlosen Speicher in der Wolke. Dazu spendiert Google ein kostenloses Web-Office mit Textverabeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationstool. Allerdings kann es die Gratis-Lösung nicht mit dem Funktionsumfang eines Microsoft Office aufnehmen.

E wie Google Earth

Mit Google Earth könnt ihr den kompletten Planeten Erde bereisen, ohne auch nur einen Fuß vor die Tür zu setzen. Satellitenaufnahmen, 3D-Bilder und das integrierte Google StreetView machen es möglich. Einen Flugsimulator integrierten die Entwickler eigentlich nur als Easter Egg. Mitterweile steht er aber auch über das Menü zur Verfügung.

F wie Google Fotos

Google Fotos war so etwas wie der heimliche Star der Google I/O 2015. Die App lädt eure Fotos automtisch in die Cloud hoch. Zusammenpassende Bilder und Videos kann die Anwendung selbstständig zu Filmclips zusammenschneiden und mit Musik untermalen oder zu Geschichten zusammenfassen. Dahinter verbergen sich interaktive Foto-Alben, in die das Programm auch Reiserouten einbaut. Aber das ist noch längst nicht alles. Über die Suchfunktion findet ihr nicht nur Bilder mit bestimmten Gesichtern darauf. Ihr könnt auch einfach “Hamburger” in den Suchschlitz eingeben und Google Fotos zeigt euch alle Bilder auf denen ein Burger zu sehen ist.

G wie Google Glass

Fluch oder Segen? Die Technikwelt war sich 2012 nicht einig, als Google die smarte Brille Google Glass präsentierte. Für die einen war das Gerät das Gadget schlechthin. Datenschützern war das Nasenfahrrad dagegen ein Dorn im Auge. Zu einfach könne man damit unbemerkt Fotos und Videos von anderen Menschen aufnehmen. Bis auf den Massenmarkt hat es Google Glass bis jetzt nicht geschafft. Im Februar 2015 endete die offene Testphase in der sich jeder US-Bürger (und später auch jeder Brite) ein Exemplar für 1.500 US-Dollar sichern konnte. Der hohe Preis und die mehr schlechte als rechte Perfomance der Glass hielt sicherlich so einige Technikfreunde vom Kauf ab. Mittlerweile hat man Nest-Chef Tony Fadell mit der Neu-Konstruktion von Google Glass beauftragt. Diesmal hinter verschlossenen Türen.

H wie Hangouts

Hangouts ist Googles eigener Messenger. Anders als bei WhatsApp könnt ihr in Hangouts für Android nicht nur eure Chat-Nachrichten sondern auch SMS empfangen. So sollen alle Konversationen an einem Ort landen. Außerdem bietet das Tool Video- und VoIP-Telefonie.

I wie Google I/O

Alle Jahre wieder zeigt Google neue Entwicklungen auf der zweitägigen Entwicklermesse Gooogle I/O im Moscone Center in San Francisco. In den letzten Jahren ging es dabei hauptsächlich um Android. Aber auch andere Projekte wie die Pappbrille Google Cardboard oder Google Glass feierten auf der Veranstaltung Premiere.

J wie Jump

Google will Filme erlebbar machen und hat dafür Jump entwickelt. Dahinter verbirgt sich ein kreisrundes Kameragestell, das mit 16 GoPro-Kameras bestückt wird und so einfach 360-Graf-Filme aufnehmen soll. Per Cardboard werden diese Filme dann für euch erlebbar.

K wie Google-Konto

Ein Log-in, sie alle zu vereinen. Euer Google-Konto ist nicht nur der Zugang zu Gmail, Drive oder anderen Google-Diensten, sondern zu Gmail, Drive UND anderen Google-Diensten. Habt ihr euch einmal irgendwo eingeloggt, seid ihr drin, im Google-Universum, könnt Mails schreiben, bloggen und einen eigenen YouTube-Kanal unterhalten.

L wie Project Loon

Internet für alle. Das ist das Ziel das Google mit Project Loon verfolgt. Die speziellen Heißluftballons können Monate lang in der Luft bleiben und auch die entlegensten Gebiete ins Netz bringen.

M wie Google Maps

Wo bitte geht’s nach Hollywood? Mit Maps liefert Google die Antwort. Der Kartendienst kann mittlerweile mehr, als nur von A nach B zu navigieren. Er zeigt zum Beispiel beliebte Orte in der Nähe an und bietet in Deutschland zumindest in Großstädten Fahrpläne für den öffentlichen Nahverkehr.

N wie Nexus

Mal günstig, mal teuer, aber immer die Referenz für eine neue Android-Version. Das ist das Googles Nexus-Programm. Zusammen mit Hardware-Herstellern wie LG, Asus oder Motorola präsentiert Google pro Jahr mindestens ein Nexus-Smartphone oder Tablet mit aktueller Technik und dem neuen Android. Das aktuelle Modell heißt Nexus 6 und kommt von Motorola.

Das Nexus 6 von Motorola ist das aktuelle Nexus-Smartphone.(© 2014 CURVED)

O wie Google Offline

Die Begriffe Google und Offline passen eigentlich gar nicht zusammen. Trotzdem gibt es Mittel und Wege, über die ihr einzelne Dienste wie Gmail oder Google Drive ohne Internetverbindung verwenden könnt. Freuen dürft ihr euch auch auf Offline-Moldi für Google Maps und YouTube.

P wie Play Store

Ursprünglich hieß der Google Play Store Android Market und war ein reiner App-Store. Mittlerweile könnt ihr darüber auch Bücher, Filme, Musik und sogar Geräte kaufen. Das erinnert natürlich nicht iTunes. Hier hat Google spät geschaltet, aber gut kopiert.

Q wie Nexus Q

Die kleine Discokugel zeigte Google auf der I/O 2012. Ursprünglich war das Nexus Q als Mediaplayer für den Haushalt gedacht, den Nutzer an den Fernseher und ihre Anlage anschließen konnten. Über die Präsentation kam das Gerät aber niemals hinaus.

R wie Google Reader

Der Google Reader war auf nahezu jedem Android-Telefon installiert. 2013 entschied Google aber, die bei Nutzern beliebte App einzustellen. Der Grund: Man wolle sich auf wenige Projekte konzentrieren.

S wie Selbstfahrende Autos

Weil Autos eine Gefährdung für Menschen darstellen, hat Google angefangen, selbstfahrende Autos zu bauen. Die Fahren schon seit Jahren Testweise durch Mountain View und waren insgesamt nur in 11 Unfälle verwickelt, von denen sie keinen verschudlet haben. 7 mal sind andere Wagen in parkende Google-Autos gefahren. Auch bei den 4 anderen Delikten war jeweils das menschliche gegenüber Schuld.

Die selbstfahrenden Google-Autos haben bislang noch keinen Unfall verschuldet.(© 2015 Google+/Google Self-Driving Car Project)

T wie Twitter?

Tütet Alphabet vielleicht bald schon einen Mega-Deal ein? Zuletzt stand eine Übernahme von Twitter im Raum. Zumindest der angeschlagene Microblogging-Dienst würde davon profitieren. Nach zwei schlechten Quartalen inklusive Führungswechsel sieht es beim blauen Vogel nicht gut aus. Dazu kommt, dass das eigene soziale Netzwerk Google+ bei den Nutzern alles andere als beliebt ist. Das merkt man bei Google auch selbst und fährt nach und nach die Google+-Integration in anderen Diensten zurück.

U wie Google Übersetzer

Der Google Übersetzer kann nicht nur Tastatureingaben in 90 Sprachen übersetzen. Er beherrscht auch die direkte Übersetzung von eingesprochenen Sätzen in 40 Sprachen und die Übersetzung von abfotografierten in Schildern in 26 Sprachen. Mit Microsoft Translator gibt es seit August 2015 einen vielversprechenden Konkurrenten.

V wie Google Ventures

Was vielleicht nur wenige wissen: Google hat eine eigene Venture-Kapitalfirma, die wie der Name schon sagt, Start-ups mit Risikokapital versorgt. Zum Portfolio gehören mittlerwele namhafte Unternehmen wie Uber und Periscope.

W Android Wear

Die Ankündigung im März 2014 machte Lust auf mehr: Google war im Begriff, das zu liefern, was alle von Apple erwarteten: eine Smartwatch mit brauchbarem Betriebssystem. Ein Jahr später folgte die Ernüchterung: Während alle Android-Wear-Hersteller zusammen 2014 nur 740.000 Uhren an den Mann bringen konnten, setzte Apple schon nach wenigen Wochen rund 2,8 Millionen Einheiten der Apple Watch ab. Und das, obwohl iOS weitaus weniger verbreitet ist, als Android.

Android Wear hat's schwer. Uhren mit dem System verkaufen sich nicht besonders gut.(© 2015 Google, CURVED Montage)

X wie Google X

This is where the magic happens: Google X ist die Forschungsabteilung des Konzerns. Hier werden unter der Aufsicht von Astro Teller Ideen wie die selbstfahrenden Autos in die Tat umgesetzt. Auch Google Glass, Project Loon und die smarte Kontaktlinse haben ihren Ursprung in der Forschungsabteilung.

Y wie YouTube

Auch YouTube ist keine Eigenkreation von Google. Das Video-Portal wurde 2005 von Steve Chen, Chad Hurley und Jawed Karim gegründet und nur ein Jahr später von für 1,65 Milliarden US-Dollar von Google gekauft. Heute hat YouTube über eine Milliarde Nutzer, die nach Unternehmensangeben täglich über 100 Millionen Stunden Videomaterial hochladen.

Z wie Zukunft

Die spannende Frage: Was bringt die Zukunft? Sundar Pichai übernimmt demnächst die Rolle des jetzigen Google-Chefs Larry Page, der wiederum CEO vom Mutterunternehmen Alphabet wird. Inwieweit Google mit samt allen Töchtern und Dienste verteilt wird, ist bislang noch völlig offen. Nur eins ist klar: Bislang hat Pichai bei Google einen sehr guten Job gemacht.


Weitere Artikel zum Thema
Galaxy S7 und S7 Edge: Nougat-Update direkt auf Android 7.1.1
Nach der Beta könnten das Galaxy S7 und S7 Edge direkt das Update auf Android 7.1.1 Nougat erhalten
Das Galaxy S7 und S7 Edge könnten direkt Android 7.1.1 Nougat erhalten: Dies geht zumindest aus dem Screenshot eines Beta-Testers hervor.
Videos herun­ter­la­den in Chrome für Android: So funk­tio­niert's
Marco Engelien
Zum Herunterladen tippt Ihr in Chrome einfach auf den Pfeil.
Der Chrome-Browser für Android hat eine neue Funktion erhalten. Ab sofort könnt Ihr Webseiten und Videos offline speichern. So geht's.
Android 7.0 Nougat: Diese Geräte bekom­men das Update
Annemarie Dresen7
UPDATESupergeil !97In der Preveiw-Version hieß Android 7.0 Nougat schlicht Android N.
Android 7.0 Nougat rollt nach und nach für die Geräte vieler Hersteller aus. Hier erfahrt Ihr, welche Smartphones und Tablets das Update kriegen.