Das Nexus 5 ist tot! Lang lebe das Nexus 5!

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Alles, was das Nexus 5 braucht, wäre eine kleine Frischzellenkur
Alles, was das Nexus 5 braucht, wäre eine kleine Frischzellenkur(© 2014 CURVED)

Google hat das Nexus 5 zwar unter die Erde gebracht. Doch wir finden: Das Smartphone hat den Tod noch gar nicht verdient, sondern muss weiter leben. Was es braucht, ist eine kleine Frischzellenkur. 

Nachdem das Nexus 6 erhältlich war, verkaufte Google Ende 2014 die letzten Modelle des Nexus 5 in Deutschland, im März verschwand das Smartphone komplett aus dem Google Store.

Das Nexus 6 ist kein Ersatz für das Nexus 5

Versteht uns nicht falsch: Das Nexus 6 ist kein schlechtes Smartphone und für Software-Entwickler ein treuer Begleiter bei der Arbeit. Doch mit seinem sechs Zoll großen Display ist es zu groß für die breite Masse und bewegt sich zudem preislich auf einem Niveau mit den Topmodellen der großen Hersteller. Da fällt der Griff zum Galaxy S6 oft leichter. Warum der hohe Preis? Waren bzw. sind das Nexus 4, das Nexus 5 und die Tablets Nexus 7 und Nexus 9 doch preislich weitaus attraktiver.

Wie viel Leben noch im Nexus 5 steckt, hat die Google I/O in der vergangenen Woche gezeigt: Das Nexus 5 ist eines von nur vier Geräten, auf denen Ihr die Vorschau-Version von Android M installieren könnt. Das "alte" Smartphone hat also immer noch genug Power, um mit der nächsten Version von Googles Betriebssystem zurecht zu kommen. Da ist es zusätzlich schade, dass Google mit dem Nexus 6 nicht nur einen Nachfolger präsentiert, sondern das Nexus 5 komplett eingestellt hat. Beide Geräten hätten gut doch wunderbar eine Koexistenz führen können.

Es bräuchte doch nur USB-C und eine bessere Kamera

Natürlich müsste Google mit einem neuen Nexus 5 zur alten Strategie zurückkehren und das Smartphone wieder zu einem deutlich attraktiveren Preis anbieten zu können. Kleine Verbesserungen an der Hardware erwarte ich aber trotzdem: Ganz oben auf meiner Wunschliste steht der USB-C-Anschluss, der von Android M unterstützt wird und somit bald auch in Smartphones und Tablets und nicht mehr im neuen MacBook stecken wird. Außerdem wäre Google gut damit beraten, den Rotstift nicht erneut bei der Kamera anzusetzen, die beim ersten Nexus 5 zurecht stark kritisiert wurde. Die Displayauflösung hingegen müsste gar nicht größer werden, wobei ich natürlich auch zu einem besseren Display nicht Nein sagen würde. Im Innern wäre ein leistungsfähiger Prozessor der aktuellen Generation Pflicht.

Mit Android M lässt sich USB-C auch in Smartphones einbauen.(© 2015 Google)

Ein neues Nexus 5 ist nicht nur das Wunschdenken von einigen Träumern, sondern, wenn man den Gerüchten Glauben schenkt, bereits in Arbeit. Angeblich plant Google gleich zwei neue Nexus-Smartphones im Herbst vorzustellen. Dazu gehört Berichten zufolge auch ein Gerät von LG, das noch den Codenamen "Angler" trägt und über ein 5,2 Zoll großes Display, einen 2700-Milliamperestunden-Akku und den Sechskern-Prozessor Snapdragon 808 verfügen soll.

Das einzige, was mich jetzt noch von einem neuen Nexus 5 abhalten könnte, wäre ein zeitnaher Verkaufsstart von Project Ara. Doch nach der Präsentation auf der Google I/O glaube ich, dass wir auf die Verkaufsversion des modularen Smartphone-Baukastens noch mindestens ein Jahr warten müssen.


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