Das Samsung Galaxy S7 Edge und das Galaxy S7 im Vergleich

Nach den Tests steht fest: Das Samsung Galaxy S7 Edge und das Samsung Galaxy S7 haben viele Gemeinsamkeiten. Wo die Unterschiede liegen, erfahrt Ihr hier.

Was sofort ins Auge fällt: Das Samsung Galaxy S7 Edge ist mit einer Diagonalen von 5,5 Zoll deutlich größer als das normale Galaxy S7. Dessen Bildschirm misst nur 5,1 Zoll. Außerdem ist das Display des S7 Edge zu den Seiten gewölbt, was das Smartphone im direkten Vergleich deutlich besser aussehen lässt als den kleinen Bruder. Ansonsten stehen sich die beiden Geräte in Sachen Gehäuse in nichts nach: Sowohl das S7 als auch das S7 Edge haben eine abgerundete Rückseite mit einem Glasüberzug, einen Rahmen aus Aluminium, Einschübe für je eine Nano-SIM-Karte und eine microSD-Karte und sind nach IP68 wasser- und staubdicht.

Samsungs Galaxy-Smartphones im Vergleich
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Gleiche Auflösung, unterschiedliche Größe

Weil beide Super-AMOLED-Displays mit 2560 x 1440 Bildpunkten auflösen, hat das kleinere Smartphone eine höhere Pixeldichte: Das S7 Edge kommt "nur" auf 534 ppi, das S7 zeigt 577 Bildpunkte pro Zoll an. Mit bloßem Auge werdet Ihr trotzdem keinen Unterschied feststellen. Beide Super-AMOLED-Displays bieten ein gestochen scharfes Bild, neigen bei steilen Winkeln aber auch zum Grünstich. Nach meiner Erfahrung hat das S7 Edge hier etwas größere Probleme.

Beide Displays bieten die selbe Auflösung.(© 2016 CURVED)

Beide Smartphones verfügen außerdem über das sogenannte "Always on"-Display. Langfristig soll Euch die Funktion dabei helfen, Strom zu sparen. Der Trick: Ihr müsst nicht mehr immer das komplette Display aktivieren, um einen Blick auf die Uhrzeit, eingegangene Nachrichten oder den Kalender zu werfen. Die Infos sind einfach immer zu sehen. Dafür beleuchten die AMOLED-Bildschirme lediglich einzelne Pixel. Der Nachteil: Bislang können die Top-Geräte nur Anrufe, SMS, Uhrzeit, Akkustand oder den Kalender als Einzelbild anzeigen. Nachrichten von WhatsApp & Co. verschweigt das "Always on"-Display dagegen (noch).

Innenleben und Software

Was das Innenleben angeht: Da nehmen sich die Top-Geräte nicht viel. Beide kommen mit Samsungs neuem Exynos-8890-Chip. Der Achtkerner sorgt zusammen mit 4 Gigabyte Arbeitsspeicher für genug Leistung, um grafisch anspruchsvolle Spiele zu zocken. Dank Unterstützung der Vulkan-API sollen später sogar Games auf PC-Niveau drin sein. Für Apps, Fotos & Co. haben beide 32 Gigabyte Speicher an Board. Per microSD-Karte könnt Ihr bis zu 200 Gigabyte nachrüsten. Die Heatpipe im Innern der Geräte sorgt dafür, dass beide Smartphones auch bei hoher Auslastung nicht heiß laufen. Die Temperatur steigt, wenn überhaupt, von rund 29 auf etwa 34 Grad. Das ist mit anderen Heißspornen gar nicht zu vergleichen.

Einziger Unterschied bei der Ausstattung: Weil das S7 Edge eine größere Fläche beleuchten muss, ist der Akku mit 3.600 mAh größer als der des Galaxy S7 (3.000 mAh). Beide Batterien bieten aber auch bei exezessiven Zockereien genug Energie für den Tag, das S7 Edge etwas mehr das S7. Dank Schnellladefunktion sind die Akkus in etwa 90 Minuten von null auf 100 Prozent geladen. Auch bei den Kameras gibt es praktisch keine Unterschiede. Wie sich die 12-Megapixel-Knipsen gegen den Vorgänger und die Konkurrenz schlagen, könnt Ihr in unserem ausführlichen Kamera-Test nachlesen.

Von hinten sind das Samsung Galaxy S7 und S7 Edge nicht voneinander zu unterscheiden.(© 2016 CURVED)

In Sachen Software hat Samsung definitv mehr Zeit aufs S7 Edge verwendet. Klar, beide Smartphones kommen mit dem aktuellen Android 6.0.1 Marshmallow und der optisch überarbeiteten TouchWiz-Oberfläche. Der Edge-Screen oder, wie Samsung es nennt, die "Paneel-Pfeileinstellungen" bieten nun deutlich mehr Funktionen als bei den Vorgängern Galaxy S6 Edge und Galaxy S6 Edge Plus. Ihr könnt dort nicht nur Kontakte und favorisierte Apps unterbringen, sondern auch Shortcuts (etwa die Kamera direkt im Selfie-Modus starten), Kalendereinträge und mehr. So sollt Ihr das S7 Edge trotz des großen Bildschirms noch bequem mit einer Hand bedienen können.

Welches Galaxy passt zu wem?

Fassen wir zusammen: Beide Galaxys sind absolute Top-Smartphones, die sich in Sachen Leistung, Speicher und Akkulaufzeit nur wenig nehmen. Wer kein Phablet mit Riesen-Bildschirm und ausgefallenem Design braucht, greift zum optisch weniger interessanten Galaxy S7 und spart zum Verkaufsstart 100 Euro. Alle anderen greifen zum Galaxy S7 Edge, das mit seinem großen Display und leistungsstarker Hardware auch Tablets Konkurrenz macht. Mit einem Preis von rund 800 Euro ist das Smartphone allerdings nicht günstig. Besitzt Ihr ein älteres Galaxy-Smartphone, dann dürfte Euch unser Vergleichsartikel interessieren.


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