iWatch, iPhone 6, iPad Pro: Apples Suche nach dem Hit

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Das neue Produkt aus dem Hause Apple wird kommen
Das neue Produkt aus dem Hause Apple wird kommen(© 2008 CC: Flickr/goodrob13)

Vier Jahre nach iPad muss etwas passieren in Cupertino: Ein neues Produkt ist überfällig. Und es wird kommen, wie Tim Cook zuletzt wiederholt bestätigte! Doch was wird nun das nächste "one more thing"? Wir analysieren den aktuellen Informationsstand.

Die Erwartungen an Apple sind auch in diesem Jahr einmal mehr hoch. Dem „Wearables“-Trend folgend wird mit der iWatch nicht weniger als eine für Apple neue Produktkategorie herbeigesehnt und auch bei den iOS-Geräten wollen Anwender, Aktionäre und Interessierte 2014 echte Innovationen sehen. Naturgemäß vermittelt Apple dabei nach außen wie immer den Eindruck, dass man sich von solchen Erwartungen kaum unter Druck setzen lässt. Doch es scheint, als könnte 2014 tatsächlich ein beachtliches Produkt-Jahr für Apple werden. Auf welche Neuerungen bei bestehenden Produkten und welche neuen Gadgets lässt der derzeitige Informationsstand Rückschlüsse zu? Wir haben uns für Euch umgesehen.

Watchmen in Wartestellung

Apple-Liebhabern kribbelt es bereits in den Fingern – nun muss es doch bald soweit sein mit der iWatch, oder? 2014 soll aller Wahrscheinlichkeit nach das „Wearable“-Jahr für Apple werden und die Zeit ist tatsächlich reif. Nicht nur, weil Apple eine neue Produktkategorie benötigt, um die Aktie in Schwung zu bringen, sondern auch weil mittlerweile schon zu viele und in der Regel  noch recht mittelmäßige (i)Gadgets für das Handgelenk auf dem Markt sind. Diese lassen sich zwar mitunter auch mit einem iPhone koppeln, um zum Beispiel eingehende Anrufe oder E-Mails anzuzeigen, bieten aber nicht den Funktionsumfang und die User-Experience, die von einer iWatch aus Cupertino – gerade in Verbindung mit weiteren iOS-Geräten – erwartet wird.

2014 soll aller Wahrscheinlichkeit nach das „Wearable“-Jahr für Apple werden – die Zeit ist tatsächlich reif

Zunächst müsste eine iWatch natürlich ihrerseits solche grundlegenden Funktionen wie die Möglichkeit der Bluetooth-Koppelung mit einem weiteren iOS-Gerät, um als dessen „Verlängerung“ zu fungieren, bieten. Ein Blick auf das Handgelenk, um eine Vorschau auf die neuesten Facebook-Benachrichtigungen, Anrufe, iMessages, E-Mails oder Tweets zu sehen, würde das ständige Zücken des Smartphones überflüssig machen. Vorausgesetzt, eine auf iOS basierende iWatch bietet die von Apples mobilem Betriebssystem bekannte intuitive Bedienung und hohe Stabilität, sollte allein dies schon genügen, um den geneigten Apple-Fan zur Kreditkarte greifen zu lassen. Zusätzlich wird die Apple-Uhr weitere Daten, die von den iPhone-Sensoren erfasst werden, darstellen können. So muss ein Blick auf das Handgelenk auch zurückgelegte Wegstrecken oder auf Wunsch Positionsdaten verraten können.

Äpfel halten gesund

Allgemein erwartet – und das ist auch naheliegend  – wird zudem, dass die iWatch eine große Rolle als Gesundheits- und Fitness-Gadget spielen wird. Die Uhr selbst kann dafür mit diversen Sensoren ausgestattet werden, die eigenständig Bewegungsdaten und dadurch verbrauchte Kalorien sowie möglicherweise medizinische Daten wie Puls und Blutdruck aufzeichnen. In diesem Zusammenhang ist auch von einer App namens „Healthbook“ die Rede, die entsprechende Daten verwalten und von Apple in das kommende iOS 8 integriert werden könnte. So würde die iWatch auch zu einem interessanten Standalone-Gadget werden. Für den potentiellen Erfolg der Smartwatch wäre dies umso wichtiger.

Zudem wurde jüngst bekannt, dass Apple mit J.E.M Raymann einen Experten engagiert haben soll, dessen Spezialgebiet die Analyse und positive Unterstützung des Schlafverhaltens  durch mit Sensoren ausgestattete wearable Gadgets ist. Eine entsprechend ausgerüstete iWatch könnte zum Beispiel durch die Analyse von Bewegungsmustern und Veränderungen der Körpertemperatur das Schlafverhalten ihres Trägers analysieren, ähnlich wie bereits erhältliche Fitbit-Produkte.

Aber was auch immer die iWatch am Ende genau darstellen, aufzeichnen, analysieren und wiedergeben wird: Wir können nur hoffen – und ich gehe davon aus –, dass Apple im Smartwatch-Segment einmal mehr seine alten Tugenden ausspielt und uns ein Produkt präsentiert, das in seiner Art vielleicht nicht revolutionär neu, aber um Lichtjahre funktionaler, stabiler und nicht zuletzt schicker als sämtliche bereits erhältlichen vergleichbaren Gadgets sein wird.

Größer ist besser I

Der verstorbene Gründer Steve Jobs war stets skeptisch, wenn es um eine mögliche Vergrößerung des iPhone-Displays geht, doch bereits mit dem iPhone 5 wich Apple von der von Jobs als perfekt angesehenen Bildschirmdiagonalen von 3,5 Zoll des iPhone 4 ab. Nun deutet sehr viel darauf hin, dass die kommende iPhone-Generation abermals zulegen und zumindest ein 4,7-Zoll-oder maximal ein 4,9-Zoll-Display bieten wird. Dies ist nicht nur aus den üblichen – stets mit Vorsicht zu genießenden – Berichten und Aussagen von Zulieferfirmen und Analysten zu entnehmen, sondern schlicht deshalb zu erwarten, weil zahlreiche Anwender das größere Display fordern. Apples Smartphone-Konkurrenten von HTC bis Samsung bieten fast durchweg Modelle mit Display-Größen um die 5 Zoll an und aktuellen Berichten zufolge, soll Samsungs Galaxy-S4-Nachfolger gar mit einem 5,24-Zoll-Bildschirm aufwarten können.

Ich gehe derzeit allerdings nicht davon aus, dass andere aktuelle Spekulationen zutreffen, die ein weiteres kommendes iPhone-Modell mit „Phablet“-Charakter und einer Bildschirmdiagonalen von 5,5 - 5,7 Zoll ins Spiel bringen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil dadurch die Bedienbarkeit des Gerätes mit einer Hand nicht mehr gewährleistet wäre. Auch wenn der Markt für derartige Geräte zunimmt und Geräte wie Samsungs Galaxy Note III (mit 5,7 Display) sicherlich ihre Vorteile haben, ist es für Apple zudem noch verfrüht, eine solche Fragmentierung des iPhone-Portfolios vorzunehmen.

Neben weiteren technologischen Updates, wie zum Beispiel einer nochmals verbesserten Kamera, hoffe ich persönlich, dass Apples kommendes iPhone mit einem gegen äußere Einflüsse noch unempfindlicheren Gehäuse und möglicherweise sogar bruchsicherem Glas aufwarten kann. Ein entsprechendes (und etwas futuristisch) anmutendes Konzept für eine Art Glas-Airbag, der das Display im Fall eines Sturzes in das Gehäuse zurückzieht, hat Apple jedenfalls schon länger in der Tasche. Wahrscheinlicher scheint jedoch die Möglichkeit des Einsatzes von extrem widerstandsfähigem Saphir-Glas in einem kommenden iPhone-Display. Apple verwendet das Material bereits unter anderem für den Touch-ID-Homebutton im iPhone 5s und soll demnächst in einer eigenen neuen Produktionsanlage in Arizona mit der Fertigung von Saphir-Komponenten beginnen.

Größer ist besser II

Glaubt man weiteren Spekulation, soll auch das nächste iPad wachsen und in einer „Pro“-Variante mit 12,9-Zoll-Display erhältlich sein. Mittlerweile erscheint diese Überlegung nicht mehr so abwegig, wenn man den „Pro“-Zusatz tatsächlich ernst nimmt und davon ausgeht, dass Apple mit einem solchen Mobilgerät (auch) auf Einsatzzwecke in speziellen Businessbereichen abzielt.

Apple stellt auf seinen iPad-Websites gern heraus, dass das iPad in den verschiedensten Industriebereichen von Unternehmen gewinnbringend genutzt wird und hier könnte das Tablet tatsächlich vielfach von einem größeren Bildschirm profitieren. Dies gilt beispielsweise für den Einsatz im medizinischen Bereichen, wenn es um die Anzeige von Röntgen- und anderen Patientenbildern geht. Zudem dürften für Apple bezüglich des iPad-Absatzes im professionellen Business-Bereich noch gute Wachtumsaussichten bestehen – gerade mit einem top-ausgestatteten Mobilgerät, dass Ultra- oder Notebooks endgültig vielerorts ersetzt.

Fazit

Das Spekulieren um neue Produkte gehört zu den liebsten Beschäftigungen des Apple-Anhängers, wobei sich das Wahrscheinliche in der Regel recht gut vom Unwahrscheinlichen trennen lässt. Eine iWatch sowie ein iPhone mit größerem Bildschirm dürfen wir in diesem Jahr meiner Ansicht nach erwarten – auch wenn es Apple bei der iWatch-Produktion nicht ganz einfach haben soll. Ich jedenfalls freue mich auf die Apple-Uhr – für den Apple-Fernseher spare ich aber lieber noch nicht.


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