Samsung Galaxy A5 (2017) und Samsung Galaxy A6 im Vergleich

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Das Samsung Galaxy A5 (2017)
Das Samsung Galaxy A5 (2017)(© 2017 CURVED)

Auf das Galaxy A5 (2017) lässt Samsung das Galaxy A6 folgen. Was der Neuling besser macht und warum ihr den Vorgänger trotzdem nicht aus den Augen lassen solltet, verraten wir euch hier.

Klarer Fall: Wer sich für ein "Samsung Galaxy"-Smartphone mit ausreichend Leistung interessierte, aber keinen hohen dreistelligen Betrag investieren konnte oder wollte, der Griff zum Galaxy A3 oder dem Galaxy A5. Beide Geräte brachte Samsung 2016 erstmals und 2017 als Neuauflage heraus. Die Fortsetzung der Serie bleibt 2018 aber aus. Stattdessen stellten die Südkoreaner das Galaxy A6 (und das Galaxy A6 Plus) vor. Beide Geräte sollen die Brücke zwischen der günstigen J-Serie und dem hochpreisigen Galaxy S9 schlagen. Warum ihr auch das Galaxy A5 (2017) nicht vergessen solltet, zeigt ein Vergleich der Datenblätter.

Das Gehäuse: Glas trifft Metal

Beim A5 setzen die Sükoreaner auf die mittlerweile bei vielen Herstellern beliebte Glasrückseite. Auch das neuere Gerät kommt laut Samsung mit einem "Design aus Metall und Glas". So richtig modern sieht allerdings nur das neuere Galaxy A6 aus. Denn der Fingerabdrucksensor sitzt wie beim Galaxy S9 auf der Rückseite des Gehäuses unterhalb der Kamera. Das ermöglicht vorn dünnere Bildschirmränder. Beim A5 (2017) ist der Fingerabdrucksensor noch unter dem Display platziert. Damit sieht das Smartphone eher dem Galaxy S7 als den neueren Galaxy S8 und Galaxy S9 ähnlich.

Das spiegelt sich auch im Seitenverhältnis wieder. Das Galaxy A5 kommt mit einem Bildschirm im klassischem 16:9-Format. Beim A6 setzt Samsung wie beim Galaxy S9 auf das langgezogene 18,5:9. Das neuere Gerät hat auch den größeren Bildschirm: Das Galaxy A5 kommt mit einem 5,2 Zoll großen Display, das A6 bietet mit einem 5,6-Zoll-Bildschirm etwas mehr Platz für Inhalte.

Beide Geräte müssen ohne Samsungs Markenzeichen auskommen: Weder das A5 noch das A6 kommen mit zu den Seiten abgerundeten Bildschirmen. Diese sogenannten Infinity-Displays bleiben den teuren Geräten aus der S- und Note-Serie vorbehalten. Und: Wasserdicht ist, soweit bekannt, nur das A5.

Die Leistung: Samsung gegen Samsung

Leistungstechnisch müsste eigentlich das neuere Galaxy A6 in allen Punkten die Nase vorn haben. Zumindest in einem Punkt übertrumpft das A5 aber den Neuling: So zeigt das Galaxy A6 Inhalte nur mit HD+-Auflösung, also 1480 x 720 Pixeln an. Das kann das A5 mit einem Full-HD-Display (1920 x 1080 Pixel) problemlos überbieten.

In unserem Test aus 2017 erwies sich das Galaxy A5 als solides Mittelklasse-Smartphone, das in den üblichen Leistungstests nicht überragend gut, aber auch nicht unterdurchschnittlich abgeschnitten hat. Ob das auch beim Galaxy A6 der Fall sein wird, lässt sich in Ermangelung eines Testgerätes allerdings noch nicht sagen. Wahrscheinlich wird das Gerät, wie sein Vorgänger auch, allen Aufgaben im Alltag gewachsen sein. Aufwendige Spiele wie "PUBG Mobile" werden allerdings wohl nicht in den höchsten Grafikeinstellungen laufen.

Die Kameras: 16 Megapixel überall

Die 16-Megapixel-Kamera des Galaxy A5 gefiel uns durch kräftige, viele Details und eine wirklich hilfreiche HDR-Funktion, die auch bei nicht optimalen Lichtverhältnissen für vergleichsweise gute Fotos sorgte. Im Endeffekt lieferte das Smartphone gute, teilweise sogar sehr gute Fotos ab. Auch die Frontkamera liefert Selfies mit 16 Megapixeln. Sie konnte uns aber nicht wirklich überzeugen. Zwar lieferte sie viele Details, der Autofokus hatte aber oft Probleme, die richtige Schärfe für Selbstporträts einzustellen.

Auch das A6 wurde von Samsung mit zwei 16-Megapixel-Kameras ausgestattet. Das lässt uns hoffen, dass die Knipse auf der Rückseite mindestens genau so gute Bilder liefert und der Hersteller die Schwächen bei der Frontkamera erkannt und ausgebessert hat.

Das Samsung Galaxy A5 (2017) hat 16-Megapixel-Kamera eine.(© 2017 CURVED)

Speicher, Akku, Android

Gleich ausgestattet sind die Smartphones auch beim Speicher und Akku. Samsung stattet beide Geräte mit 32 Gigabyte Speicher aus. Reicht euch das nicht, könnt ihr jeweils per microSD-Karte bis zu 256 GB nachrüsten. Das Galaxy A6 schluckt dazu noch eine zweite SIM-Karte. Ihr seid dann also über zwei Rufnummern gleichzeitig erreichbar. Keine Unterschiede gibt es außerdem beim Akku: Beide Smartphones kommen mit einem Modell mit 3000 mAh. Das reicht locker für einen Tag. Das Galaxy A5 könnt ihr dank Schnellladefunktion fix wieder aufladen. Ob das Galaxy A6 diese auch bieten wird, ist noch nicht bekannt.

Auch beim Betriebssystem nehmen sich beide Smartphones nicht wirklich viel. Das Galaxy A6 kommt mit Android 8.0 Oreo auf den Markt, das A5 bekommt das Betriebssystem gerade per Update. Kniffelig wird es erst bei der Zukunftssicherheit. Denn das A5 hat vor dem Oreo-Update schon die Aktualisierung auf Android 7.0 Nougat bekommen. Ob Samsung das Gerät auch mit dem kommenden Android P versorgt, ist offen. Unmöglich scheint es ob des geringen Alters des A5 aber nicht. Außerdem hat das Smartphone einen weiteren Software-Vorteil: Es bekommt den Android-Sicherheitspatch, mit dem Sicherheitslücken geschlossen werden, monatlich spendiert. Käufer des A6 dürfen sich dagegen nur alle drei Monate über neue Software freuen.

Fazit: Alter vor Schönheit

Das Samsung Galaxy A5 hat zwar schon etwas mehr als ein Jahr auf dem Buckel, scheint aber trotzdem die bessere Wahl zu sein. Zwar sieht das Smartphone nicht so modern aus wie das A6, hat aber ein höher aufgelöstes Display. Außerdem ist es mittlerweile im Preis gefallen: Ihr bekommt es teilweise schon für 230 Euro. Das neue Galaxy A6 ist mit einer UVP von 309 Euro aktuell deutlich teurer, lohnt sich aber dann, wenn ihr in Sachen Software-Updates auf Nummer sicher gehen wollt.

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