Snapchat hat nun mehr tägliche Nutzer als Twitter

Snapchat bietet inzwischen auch Sticker in den Chats
Snapchat bietet inzwischen auch Sticker in den Chats(© 2016 CURVED)

150 Millionen Menschen nutzen täglich Snapchat – das will Bloomberg von anonymen Insidern erfahren haben. Sollte diese Angabe stimmen, dann hat die Foto-App Twitter in Bezug auf die aktiven Nutzer überholt. Der Kurznachrichtendienst komme nur auf 140 Millionen Nutzer täglich. Das sei zumindest der Durchschnittswert mehrerer Marktanalysen, die Bloomberg ausgewertet hat.

Twitter liege somit immer weiter hinter der Konkurrenz zurück. Lag es einst nur hinter dem Platzhirsch Facebook, wurde es inzwischen auch von WhatsApp, Instagram und dem Facebook Messenger hinter sich gelassen. Und nun offenbar auch von Snapchat. Im letzten Geschäftsbericht von Twitter hieß es, dass sich die monatlichen Nutzerzahlen auf 310 Millionen aktive Mitglieder belaufen, wovon ungefähr 44 Prozent täglich den Service nutzen. Das Unternehmen teilte außerdem mit, Bescheid geben zu wollen, wenn sich dieser Wert signifikant ändert. Das ist bislang ausgeblieben, weshalb eine Zahl von rund 136 Millionen Nutzern weiterhin wahrscheinlich ist.

"Sehr modern"

Eine offizielle Stellungnahme lieferten jedoch weder Snapchat noch Twitter. Wie auch WhatsApp und Co. liefert Snapchat per Update in unregelmäßigen Abständen neue Funktionen nach. Ende Mai 2016 rollte so beispielsweise Chat 2.0 aus, das die Kommunikation vereinfachen soll, indem es einen schnelleren Wechsel zwischen den einzelnen Features erlaubt: Vom Chat wechselt Ihr zum Videochat oder in den Audiochat und umgekehrt. Noch für Juni 2016 ist zudem eine überarbeitete "Entdecken"-Seite geplant.

Das neue Design erinnere dabei an Instagram. Selbst Twitter-CEO Jack Dorsey erkennt die Vorzüge von Snapchat an. Im Rahmen der kürzlich stattgefundenen Tech-Konferenz Recode nannte er den Messenger "sehr modern". Im Gegenzug gestand er ein, dass Twitter bisweilen verwirrend und befremdlich wirken könne, was sich aber in Zukunft ändern soll. Unterdessen tauchen weitere Konkurrenten auf, etwa das Musik-Netzwerk Musical.ly, das bereits 70 Millionen Mitglieder für sich verbuchen kann.


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