Huawei P8 und P8 Max angetestet: Full Metal Jackets

Metall-Unibody, Achtkernprozessor, ein optischer Bildstabilisator und Lichtmalerei: Das Huawei P8 verfügt nicht nur über eine flaggschiffwürdige Ausstattung, sondern will auch mit vielen neuen Kamerafunktionen punkten. Der chinesische Hersteller stellt ihm mit dem P8 Max noch eine Variante mit extrem großen Display und Akku an die Seite. Wir haben die beiden Flaggschiffe im Hands-On.

Huawei verpasst dem P8 ein Unibody-Gehäuse aus Metall, bei dem Ihr zwischen den Farben "Mystic Champagne" und "Titanium Grey" wählen könnt. Das Full-HD-Display mit Gorilla Glass 3 ist mit 5,2 Zoll geringfügig größer als der Touchscreen des Galaxy S6. Der chinesische Hersteller setzt nicht auf den neuen Snapdragon 810 von Qualcomm, sondern bleibt wie schon beim Huawei Ascend Mate 7 den Kirin-Chips von HiSilicon treu.

Im P8 steckt der Kirin 930, dessen acht Rechenkerne je zur Hälfte mit 2,0 und 1,5 Gigahertz getaktet sind. Der Arbeitsspeicher ist drei Gigabyte groß, den 16 Gigabte großen internen Speicher könnt Ihr mit einer microSD-Karte erweitern.

Besonderen Wert legt Huawei auf die 13-Megapixel-Kamera des P8. Dunkle Motive soll ein zweifarbiges LED-Fotolicht erhellen, der Low-Light-Modus soll auch ohne Blitz bei wenig Licht gute Bilder liefern. Dazu gesellen sich mehrere Software-Funktionen für Lichteffekte, Verzerrungen, eine künstliche Blende sowie ein Regisseur-Modus. Mit diesem koppelt Ihr bis zu vier Smartphones per WLAN und könnt aus verschiedenen Kameras und Blickwinkeln die passende Perspektive auswählen.

P8 Max: Variante mit großem Akku

Der Akku des P8 verfügt über eine Kapazität von 2680 Milliamperestunden und bewegt sich damit im Rahmen der anderen Android-Topmodelle. Deutlich mehr zu bieten hat das zum Abschluss der Keynote gezeigte P8 Max. Sein Akku mit 4360 Milliamperestunden soll nach Herstellerangaben das Smartphone mit einem riesigen 6,8-Display für 2,23 Tage mit Energie versorgen.

Als Betriebssystem erwartet Euch beim P8 und beim P8Max Android Lollipop, natürlich mit Huaweis Benutzeroberfläche EMUI. Bei einem zeitgemäßen Smartphone dürfen natürlich NFC, Bluetooth, WLAN und LTE-Unterstützung nicht fehlen. Inzwischen keine Selbstverständlichkeit mehr ist das UKW-Radio, dass sich in den neuen Modellen von Huawei befindet.

Das Huawei P8 soll ab Mai 2015 verfügbar sein, die unverbindliche Preisempfehlung liegt mit 499 Euro deutlich unter den Preisen des Galaxy S6 und des One M9. Das P8Max soll mit 32 Gigabyte internem Speicher 549 Euro und mit 64 Gigabyte Kapazität 649 Euro kosten.

P8lite: Kleiner Bruder versteckt sich schnell wieder

In den Leaks vor Beginn der P8-Keynote tauchte auch das P8lite auf, das wir auch kurz in der Pressedatenbank von Huawei gesehen haben. Dort ist es aber nach kurzer Zeit wieder verschwunden und wurde bei der Präsentation in London auch nicht erwähnt. Die offizielle Vorstellung des P8lite wird dann noch etwas auf sich warten lassen. Euch verraten wir aber schon ein paar Details.

Beim P8lite vertraut Huawei auf einen fünf Zoll großes Display, das allerdings nur über eine HD-Auflösung von 1280 x 720 Pixeln verfügt - und allein deswegen nicht zur Liga der Top-Smartphones gehört. Die acht Rechenkerne seines Kirin 620 sind jeweils nur mit 1,2 Gigahertz getaktet und haben auch nur zwei Gigabyte Arbeitsspeicher an ihrer Seite stehen. Das Gehäuse stünde in Schwarz und weiß zur Auswahl und der Akku hat eine Kapazität von 2200 Milliamperestunden.


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