Vier Gründe, warum die Apple Watch ein Erfolg wird

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Die Aussichten für die Apple Watch sind rosig
Die Aussichten für die Apple Watch sind rosig(© 2014 YouTube/Apple)

Die Apple Watch ist zwar noch nicht erhältlich, aber ein Blick auf die Konkurrenz und die verfügbaren Informationen zu Apples Smartwatch machen klar, dass sie nur ein Erfolg werden kann.

Buster Hein von Cultofmac ist sich, nachdem er die aktuelle Smartwatch-Konkurrenz auf der CES gesehen hat, sicher: Die Apple Watch hat den Kampf ums Handgelenk gewonnen, bevor er begonnen hat. Er nennt vier Gründe, warum Apple mit seiner Smartwatch in den nächsten zwei bis drei Jahren vom Markt verdrängen wird.

Anfangs war Buster Hein der Apple Watch gegenüber sehr skeptisch. Anders als CURVED-Chefredakteur Nils, der schon im März, also lange vor der offiziellen Bekanntgabe erklärt hat, warum die Apple Watch, die damals noch als iWatch gehandelt wurde, ein großer Erfolg werden dürfte.

Für Hein dagegen würde es das erste Apple-Produkt sein, dass er sich nicht zum Verkaufsstart zulegen werde. Seinem Vater sagte er, es lohne sich nicht, sich für sie in eine Warteschlange anzustellen. Im Laufe der Zeit änderte er aber seine Meinung. Geräte wie das Microsoft Band konnten zum Beispiel die hohen Erwartungen nicht erfüllen, und die CES sorgte dann endgültig für seinen Meinungswechsel. Beim Gang über die Stände mit Fitnesstrackern und anderen Wearables wurde ihm klar, dass die Apple Watch nicht nur Smartwatch und Fitnesstracker vereint, sondern viel, viel mehr sei.

Die Apple Watch bietet ganz neue Wege zu kommunizieren

Mit vielen Smartwatches könnt Ihr über das Handgelenk telefonieren, während das Smartphone in der Tasche bleibt, aber die Apple Watch ebnet mit Digital Touch ganz neue Kommunikationswege. Mit Scribble zeichnet Ihr Bilder und schickt sie zu anderen Apple Watch-Besitzern. Tap reicht Eure Berührungen auf dem Display an fremde Handgelenke weiter.

Für Hein waren die Anwendungen zuerst Spielkram, aber je mehr ihm bewusst wurde, wie viele Benachrichtigungen auf seinem Smartphone er inzwischen ignoriert und deswegen wichtige Nachrichten oder Erinnerungen verpasst hat, desto sinnvoller erscheinen ihm vor allem die Taps, die sogar individuelle Vibrationen ermöglichen. Mit der Funktion würden wichtige Menschen wieder direkt zu ihm durchkommen. Alle Smartwatches auf der CES hätten dagegen nur die Kommunikation vom Smartphone weitergeleitet und böten keine neuen Wege, mit anderen Menschen zu kommunizieren.

Benachrichtigungen, die einen nur dazu auffordern, sein Smartphone aus der Tasche zu holen, seien das Gegenteil von dem, was die Menschen wollten. Ohne eine direkte Antwortmöglichkeiten seien die Benachrichtigungen wertlos. Mit der Apple Watch wäre es anders, denn sie ermögliche direkte Reaktionen - ohne dass Ihr Euer iPhone aus der Tasche holen müsst. Die Voice-to-Text-Funktion ermögliche eine schnelle Antwort auf Textnachrichten - auch in Form eine kurzen Sprachnachricht.

Apple Pay und Apple Watch verhelfen mobilem Bezahlen zum Durchbruch

Mobiles Bezahlen gilt immer noch als ein Markt mit großer Zukunft, auf dem Apple mit Apple Pay seit dem Herbst 2014 auch mitmischt. Allerdings mache es laut Hein für die Käufer kaum einen Unterschied, ob sie ihr Porte­mon­naie oder ein Smartphone zum Bezahlen aus der Tasche holen müssen.

Erst die Apple Watch mache das mobile Bezahlen mit Apple Pay wirklich unkomplizierter als die Nutzung einer Kredit- oder EC-Karte. Einfach mit der Hand am Lesegerät vorbeiwischen und dann die Zahlung auf dem Display der Smartwatch bestätigen - fertig! Schneller und einfacher kann man Geld nicht ausgeben.

Die Apple Watch ist smart und schick

Uhrenhersteller verpassen ihren Ziffernblättern unnütze Funktionen, Hersteller von Fitnesstrackern versuchen mit Swarovski-Kristallen zu punkten - alles nur, um mit der Apple Watch mithalten zu können. Aber überzeugen könne damit keiner von ihnen. Das Microsoft Band sei vollgestopft mit Funktionen, tauge aber nicht als Fashion-Accessoire. Die meisten Smartwatches sähen für Otto-Normal-Nutzer zu nerdig aus, und schöne Geräte wie die Withings Activité sind nicht wirklich smart.

Selbst mit einer nachgemachten Apple Watch fühlte sich Hein "fashionable as hell". Im Gegensatz zu manch andere Smartwatches habe man nicht das Gefühl, sich einen Fernsehbildschirm ans Handgelenk zu kleben. Jony Ive habe es geschafft, High Tech und High Fashion zu vereinen. Die Apple Watch sei das einzige Wearable, das sowohl bei Fashion Vitctims als auch bei Technik-Nerds punkten könne.

Die Apple Watch ist die Zentrale für alle Eure Geräte

Hein sieht die Apple Watch sehr gut für die Zukunft gerüstet. Sie werde 2018 zwar nicht das einzige Wearable sein, das Ihr besitzt. Aber dank HealthKit, HomeKit und WatchKit würde die Smartwatch zum zentralen Element aller Eurer Gadgets und Haustechnik werden. Er fragt rhetorisch: "Sie wird ein einfach zu benutzendes Gadget, das ständig besser wird und sogar Euer Leben retten kann. Warum sollte man sie also nicht tragen?"

Apple war auch in diesem Jahr nicht auf der CES vor Ort, aber trotzdem omnipräsent, denn fast alle neuen Gadgets seien dazu ausgelegt, mit Produkten aus Cupertino zu funktionieren. Momentan noch mit dem iPhone und dem iPad, aber spätestens ab der CES 2016 auch mit der Apple Watch.

Hein erinnert daran, dass sich auch das iPhone erst entwickeln musste. Zu Beginn gab es nur 15 Apps, und es wurde als Mischung aus iPod mit Touchscreen, Telefon und Internet Communicator beschrieben. Heute sei es viel mehr. Das Gleiche werde für die Apple Watch gelten. Sie werde in den nächsten Jahren mehr Sensoren und weitere Funktionen erhalten, und wenn WatchKit die Entwickler vollständig in Apples Ökosystem einsteigen lässt, könne die Apple Watch "zauberhafter" werden, als Tim Cook und Jony Ive sich je vorgestellt haben.

Die Überlegungen von Buster Hein klingen in der Theorie zwar alle logisch, aber die Apple Watch wird sich am Ende in der Praxis bestehen müssen.

Was denkt Ihr über die Smartwatch aus Cupertino? Teilt Ihr die Überlegungen von Buster Hein oder seid Ihr ganz anderer Meinung? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.


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