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WhatsApp und Facebook Messenger sollen sicherer sein als Telegram

Die Verschlüsselung beim Facebook-Messenger und WhatsApp erschwert Fremden das Mitlesen von Chats
Die Verschlüsselung beim Facebook-Messenger und WhatsApp erschwert Fremden das Mitlesen von Chats (© 2015 CC: Flickr/Thomas Hawk )
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26.10.16 von

Christoph Lübben

Facebook, WhatsApp, Telegram oder vielleicht Skype – welcher Messenger-Dienst bietet die meiste Sicherheit für Nutzer? Diese Frage wollte Amnesty International klären, wie Wired berichtet. Denn durch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung können nur die an einem Chat beteiligten Personen die Nachrichten einsehen, nicht etwa der Entwickler des Programmes oder diverse Behörden. Zwei Dienste werden beim Ranking aber zusammengefasst.

Auf Platz 1 befinden sich nämlich die Facebook-Messenger-Apps. Gemeint sind damit WhatsApp und der Facebook Messenger. Wieso beide Programme zusammengefasst werden, ist völlig unklar: Während WhatsApp eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bietet und den Nutzer sogar bei Beginn eines neuen Chats auf die Verschlüsselung hinweist, hat der Facebook Messenger erst kürzlich eine Verschlüsselung erhalten. Um diese zu aktivieren, müsst Ihr im "Messenger" auf "Ich" tippen und im Menü "Geheime Unterhaltungen" die gleichnamige Option aktivieren. Das geht allerdings nur auf einem Gerät gleichzeitig.

Skype liegt hinten

Hinter WhatsApp und dem Facebook-Messenger folgen die Apple-Programme iMessage und Facetime, gefolgt von Telegram. Letzterer wirbt zwar mit dem Thema Sicherheit, doch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung soll bei der App nicht standardmäßig aktiviert sein und die Nutzer werden darauf nicht hingewiesen – was bei Amnesty International auf kein Verständnis trifft. Weiter abgeschlagen findet sich die Microsoft-Software Skype, die unter anderem Videotelefonie und Instant-Messaging ermöglicht. Die Verschlüsselung des Programmes wurde als schwach bewertet, durch Edward Snowden soll zudem offenbart worden sein, dass Behörden bereits vollen Zugriff auf den Dienst hätten.

Mit der Liste will Amnesty International Empfehlungen für beispielsweise Journalisten und Aktivisten geben, die sich in potenziell gefährlichen Ländern aufhalten. Gerade für diese Personengruppen sei eine sichere Kommunikationsmöglichkeit, wie etwa über den WhatsApp- oder Facebook-Messenger, wichtig beziehungsweise womöglich sogar überlebenswichtig. Zum Schluss appelliert Amnesty International an alle Messenger-Entwickler, eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in ihre Programmen zu integrieren. Kurios ist nur, dass die Sieger-Software WhatsApp aktuell gerade wegen des Datenaustausches mit Facebook in der Kritik steht und der Entwickler sogar gegen das bereits auferlegte Verbot klagt. Sind Daten bei diesem Messenger also wirklich besser aufgehoben als bei Telegram?

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