BlackBerry Motion im Test: Sicherheit geht vor

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Ein echtes Arbeitstier: das BlackBerry Motion.
Ein echtes Arbeitstier: das BlackBerry Motion.(© 2017 CURVED)

Das BlackBerry Motion hat keine Dualkamera und auch keine dünnen Display-Ränder. Dafür ist das Smartphone äußert robust. Was es noch kann, verraten wir im Test.

Ohne Tasten geht es bei BlackBerry wohl einfach nicht. Während Apple beim iPhone X und Samsung beim Galaxy S8 und dem Note 8 den physischen Homebutton zugunsten größerer Bildschirme abschaffen, verbaut der BlackBerry-Hersteller TCL unter dem Display des Motion eine Taste, in der auch ein Fingerabdrucksensor integriert ist. Rechts und links daneben gibt es zwei Sensor-Tasten. Modern ist das nicht mehr. Aber stimmig, weil das Motion anderen BlackBerry-Geräten auf diese Weise durchaus ähnlich sieht.

Ausreichend Leistung stark verpackt

Die Technik des Motion steckt in einem robusten Gehäuse, das von einem Aluminiumrahmen eingefasst wird. Der vermittelt eine gewisse Stabilität. Eine gummierte Rückseite sorgt dafür, dass das Gerät nicht so einfach aus der Hand rutscht. Und ist das Smartphone doch einmal in den Brunnen gefallen, gibt es auch dann keinen Grund zur Sorge. Das Motion ist nach IP67 wasserdicht. Das heißt, dass das Gerät maximal 30 Minuten in einer Wassertiefe von bis zu einem Meter überlebt.

Im Inneren steckt zwar nicht die aktuell stärkste Hardware. Die braucht es für das Motion aber auch nicht. BlackBerry-Geräte sind traditionell für Nutzer gedacht, die auch abseits vom Arbeitsplatz ordentlich E-Mails wegarbeiten wollen. Das macht die Software deutlich. Zwar versucht BlackBerry (das Unternehmen ist weiterhin für die Software zuständig), Android möglichst unangetastet zu lassen, installiert aber dann doch einige Apps für den Business-Bereich.

Dazu zählt zum Beispiel die DTEK-App. Sie prüft den Sicherheitszustand eures Smartphones und stuft ihn anhand von drei Faktoren ein. Unter dem einfach gehaltenen Schaubild könnt ihr ablesen, wie sich die Sicherheit eures Gerätes steigern lässt. Einen Punkt werdet ihr dabei immer erfüllen. Der Eintrag "Gerätehardware" ist immer Grün abgehakt, weil ihr ein BlackBerry-Gerät benutzt. Soll das Eigenlob sein? Einzig, dass noch Android 7.1.2 und nicht das neue Android 8.0 Oreo auf dem Gerät läuft, passt nicht ins Sicherheitsbild.

Eine Extra-Taste für noch mehr Produktivität

Darüber hinaus bringt das Smartphone noch den BlackBerry Hub mit, der Messenger, Mails und Kalender zu einem Feed zusammenfasst, sowie einen BlackBerry Messenger und eigene To-Do- und Notizen-Apps. Über einen Button an der Seite, genannt "Komforttaste", könnt ihr Apps für den Schnellstart in passenden Situation ablegen. Anhand einer festgelegten WLAN-Verbindung weiß es das Gerät zum Beispiel, wann ihr zu Hause seid. In dem Fall könnt ihr es so einrichten, dass die YouTube-App auf Knopfdruck startet. Weitere Profile gibt es für Besprechungen und die Fahrt im Auto. Praktische Sache.

Für all die Aufgaben reicht die Leistung, die das Motion bietet, ohne Weiteres aus. Apps öffnen sich schnell, die Bedienung geht flüssig von der Hand. Auch ein Gelegenheitsspiel zwischendurch macht dem Smartphone keine Probleme. Dazu kommt die Starke Akku-Leistung: Das BlackBerry Motion schafft garantiert einen Tag, bei moderater Nutzung auch einen zweiten. Für Fotos, Apps und Co. stehen euch 32 Gigabyte Speicher zur Verfügung, bis zu zwei Terabyte könnt ihr per microSD-Karte nachrüsten. So große Karten gibt es allerdings noch nicht.

Die Kamera des Blackberry Motion knipst Fotos mit zwölf Megapixeln.(© 2017 CURVED)

Fotos knipst das BlackBerry Motion mit zwölf Megapixeln, Selfies mit acht. Videos könnt ihr mit dem Smartphone in 4K mit maximal 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Fotos überzeugen hinten und vorne mit starken Farben und vielen Details. Für ein Business-Smartphone eine tolle Leistung.

Fazit: ein solides Arbeitstier

Mit dem BlackBerry Motion liefert Hersteller TCL solide ab. Das Gerät eignet sich allerdings weniger für den Otto-Normal-Nutzer, sondern eher für jene unter euch, die im Berufsalltag über mehrere Plattformen kommunizieren und immer ein Auge auf den Sicherheitsstatus des Smartphones haben möchten. Auch für diese Ausrichtung dürfte der Preis von 469 Euro aber zum Gegenargument werden. Für etwas mehr Geld erhaltet ihr bereits das besser ausgestattete BlackBerry KeyOne, das auch über eine physische Tastatur verfügt, mit der man unterwegs ordentlich arbeiten kann.

Übrigens: Wenn ihr euch fragt, warum BlackBerry-Smartphones mittlerweile von TCL gebaut werden, haben wir hier die Antwort für euch.

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