iPhone-Gamepad Moga Rebel im Test: Besser zocken

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Da macht das Rennspiel auf dem iPhone gleich viel mehr Spaß
Da macht das Rennspiel auf dem iPhone gleich viel mehr Spaß(© 2014 CURVED)

Seit einem Jahr gibt es den Moga Gaming Controller Pro für Android schon. Pünktlich zur Weihnachtszeit folgt nun auch eine Version für die iPhone- und iPad-Zocker. Wir haben den Controller getestet und sagen Euch, was er taugt. 

Im Grunde ist der Moga Rebel für iOS ein Gamepad, das man per Bluetooth mit seinem iPhone oder iPad verbindet, um damit Spiele zu spielen – sofern diese für Gamepads optimiert wurden.

Der Moga Rebel orientiert sich beim Layout und Design an einem Xbox-Controller. Zwei analoge Steuersticks, ein D-Pad, vier Action-Buttons und vier Schultertasten sollten für nahezu alle Spiele in der iOS-Welt reichen. Natürlich ist im Controller auch noch ein Akku verbaut worden, der mit 650 mAh nach Game-Controller-Maßstäben eine fast schon gigantische Kapazität besitzt.

Guter Halt für iPhone 6 und iPhone 6 Plus

Was den Moga Rebel von den zahlreichen Bluetooth-Konkurrenten unterscheidet, ist die iPhone-Haltevorrichtung in der Mitte des Controllers. In diesem "Smart Lock" – eigentlich handelt es sich dabei einfach nur um eine per Feder gespannte Plastikzwinge – finden die Apple-Smartphones iPhone 5, 5s und 5c bis zu den aktuellen Modellen iPhone 6 und 6 Plus Platz. Klappt Ihr die Halterung auf, kommt der Einschaltknopf zum Vorschein. Dieser ist schon mal recht praktisch, da er den Controller komplett abschaltet. Der Controller zieht also nicht unbemerkt Strom, solange Ihr denn daran denkt, ihn nach dem Zocken auch auszuschalten.

Von der Verarbeitung her kann der Moga Controller nicht mit seinem großen Vorbild, dem Xbox-Controller, mithalten. Das Plastikgehäuse ist glitschig und fühlt sich einfach nicht wertig an. Aber Moga hat auf entgratete Kanten geachtet, sodass diese alle abgerundet sind und keine Verletzungsgefahr besteht. Erstaunlich ist die Halterung: Mein iPhone 6 Plus und auch unser Redaktions-iPhone 6 blieben, einmal eingespannt, fest in der Halterung.

Alltagstest: gutes mobiles Spielzeug

Bevor wir zum Alltagstest kommen, muss man zuallererst festhalten, dass nicht jedes Game mit dem Moga Rebel funktioniert. Es kommt darauf an, ob der jeweilige Spieleentwickler eine Gamepad-Unterstützung implementiert hat. Bei meiner Spielerunde mit dem Controller habe ich es mit einigen Games aus unterschiedlichen Generes probiert: Sofort erkannt wurde der Controller von "Real Racing 3", "Asphalt 8", "Star Wars: Knights of the Old Republic", "République" und auch "BioShock"; nicht erkannt wurde der Moga Rebel von Spielen wie "Dead Trigger 2" und "Run Sackboy". Hier kann man aber Moga nicht die Schuld geben, da die Entwickler der jeweiligen Titel den Gamepad-Support von iOS nicht implementiert haben. Deshalb solltet Ihr vor dem Kauf des Moga Controllers noch einmal auf der Herstellerseite nachschauen, ob Eure Lieblingsspiele unterstützt werden.

Wird das Spiel unterstützt, dann ist der Controller ein nützliches Werkzeug auf Highscore-Jagden. In Rennspielen wie Real Racing 3 lassen sich Gas und Bremse mit dem Controller besser und gefühlvoller dosieren, schnelle Rundenzeiten sind mit ein wenig Übung definitiv möglich. Auch in Spielen wie "BioShock" und "Star Wars: Knights of the Old Republic" ist der Einsatz des Controllers sehr sinnvoll, da Ihr die Charaktere im Kampf präziser steuern könnt als mit Euren Fingern auf dem Touchscreen. Wollt Ihr aber mal eine Pause im Spiel machen, dann achtet als iPhone 6 Plus-Besitzer darauf, dass der Haltewinkel nicht die 90 Grad überschreitet – denn sonst kippt der Controller durch das Gewicht des iPhone 6 Plus um.

Wollt ihr den Moga auch mit einem iPad mini oder iPad Air benutzen, geht das natürlich auch. Für die iPad-Zocker legt der Hersteller extra noch eine Staffelei bei, auf dem Ihr das iPad ablegen könnt.

Fazit: Noch hapert es an den unterstützten Spielen

Der Moga Rebel Premium Game Controller ist ein nützliches Eingabegerät, wenn man gerne mobil auf seinem iPhone zocken möchte und bereit ist 59,99 Euro zu zahlen. Leider ist die Auswahl an unterstützten Spielen sehr übersichtlich, sodass man den Controller von Moga eher selten nutzen kann. Dafür ist der Akku eine Wucht: Nach vier Stunden Dauerspielen war mein iPhone 6 Plus schon auf 30 Prozent heruntergespielt, aber der Moga Controller zeigte immer noch eine Kapazität von 50 Prozent an. Der Moga Game Controller für iOS ist definitiv vielseitiger als die Logitech Powershell Controller, da er nicht nur für Apples iPhone 5, 5s oder 5c ausgerichtet ist, sondern auch die neueren iPhone 6 und 6 Plus unterstützt.


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