Yuneec Breeze im Test: die 4K-Video-Drohne im Rucksack-Format [mit Video]

Eine Kamera für Fotos und Videos in 4K – und dazu noch kompakt: Die Yuneec Breeze will Vieles sein, aber taugt die Drohne auch? Wir haben den Quadcopter getestet.

Im Vergleich mit anderen Mini-Coptern hat Breeze eine 4K-Kamera an Bord, die sich nach unten schwenken lässt. So könnt Ihr etwa Videos und Fotos aus der Vogelperspektive schießen. Die Aufnahmen lassen sich dann sogar aus der App direkt auf Facebook, Twitter, Instagram und Co. teilen.

UHD-Kamera für farbtreue Aufnahmen

Der Name der Breeze beinhaltet noch das Kürzel "4K", das ein bisschen irreführend ist. Die verbaute Kamera zeichnet Videos bis zu einer Qualität von UHD (3840 x 2160 Pixel) auf – 4K sind genau genommen aber 4096 x 2160 Pixel. Fotos haben in der besten Einstellung eine Auflösung von 13 Megapixeln.

Qualitativ haben uns die Aufnahmen überzeugt: Die Farben wirken realistisch, die Videos und Fotos sind scharf – und wenn Ihr Videos "nur" in HD oder Full-HD aufzeichnet, kommt ein gut funktionierender Bildstabilisator zum Einsatz. UHD und Full-HD zeichnet die Kamera mit 30 Bildern pro Sekunde auf, HD mit 60 fps. Die Drohne sichert die Videos und Fotos auf dem 16 Gigabyte großen internen Speicher. Die Aufnahmen könnt Ihr nach dem Flug aber auch direkt auf Euer Smartphone oder Tablet herunterladen, wenn Ihr das Gerät per WLAN mit der Breeze verbindet.

Fünf verschiedene Modi

Der verbaute Akku hat eine Kapazität von 1150 mAh und soll laut Hersteller bis zu 12 Minuten reichen. In unserem Test mit Videoaufnahmen kamen wir auf knapp zehn Minuten. Zum Aufladen liegt dem Paket eine Ladeschale bei. Insgesamt ist das alles immer noch sehr wenig Flugzeit. So ist der Spaß it schon vorbei, obwohl man doch gerade erst angefangen hat. Da schafft man es kaum die verschiedenen Flugmodi auszuprobieren, von denen fünf verschiedene zur Auswahl stehen.

Die Steuerung erfolgt über die App "Breeze Cam" auf dem Tablet oder Smartphone. Diese ist sehr übersichtlich gestaltet und lässt Euch zuerst zwischen Funktionen und der Galerie wählen. Unter Funktionen finden wir die fünf Flugmodi. Beim Auswählen zeigt die App jedesmal eine kurze Erklärung zur Steuerung und Hinweise an, worauf Ihr achten müsst. Die Meldungen könnt Ihr deaktivieren. So findet man sich auch nach längerer Flugpause wieder schnell in das System ein. Zum Fliegen selbst sind nur wenige Regler nötig, die Ihr per Touch auf dem Smartphone- oder Tablet-Display bedient.

Der erste Modus ist der Pilotenmodus. Bei diesem steuern wir die Breeze wie ein klassisches RC-Modell. Ein Joystick ist für die Bewegung zuständig, ein anderer für das Beschleunigen und Abbremsen. Hier könnt Ihr auch in die Gyro-Steuerung wechseln und die Drohne durch Kippen des Geräts fortbewegen.

Im Selfie-Modus bleibt der Quadcopter ruhig in der Luft stehen, sodass Ihr die perfekte Höhe und Richtung einstellen könnt, um ein Selfie zu knipsen.

Im Orbit-Modus umkreist die Breeze einen festen Punkt. Den Radius dafür könnt Ihr einstellen. Achtet hier besonders darauf, ein bisschen mehr Platz zur Verfügung zu haben – die Drohne weicht Hindernissen nicht automatisch aus.

Der vierte Modus heißt Journey. Hier fliegt der Copter vor Euch davon und kommt auf Euch zu, während Ihr im Bild der Kamera bleibt. In unserem Test hat die "Follow-Me"-Funktion, bei der die Breeze dem GPS-Signal unseres Smartphones oder Tablets folgen soll, leider nicht funktioniert.

Zusätzlich könnt Ihr die Drohne mit dem "Return to Home"-Befehl wieder sicher automatisch zu ihrem Startpunkt zurückfliegen lassen.

Fazit: leichte Steuerung, gute Videos

Beim Test waren wir von den Video- und Fotoaufnahmen der Breeze beeindruckt. Scharf, farbecht und kontrastreich. Schwenks waren weich und stabil – selbst in größerer Höhe. Außerdem ist die App sehr übersichtlich gestaltet. Die Steuerung funktionierte bis auf einen Modus problemlos. Wer also eine Mini-Drohne sucht, die er immer mit sich herumtragen kann, sollte einen Blick auf das Modell von Yuneec werfen. Die Breeze ist bereits erhältlich und kostet rund 500 Euro. Ein zusätzlicher Akku kostet im Internet etwa 43 Euro.

Der kürzlich getesteten Dobby Drone von Zerotech fliegt die Breeze auf jeden Fall mit Leichtigkeit davon. Wer ein bisschen mehr Geld übrig hat und eine kompaktere Drohne sucht, die außerdem über einem Gimbal für die Kamera verfügt, sollte sich eher das neue Modell von DJI ansehen. Der Mavic Pro Multicopter hat ausgeklappt ähnliche Maße wie die Breeze, kann aber zum Transport noch kompakter zusammengefaltet werden.


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