Galaxy S23 vs. S22: Diese Neuerungen machen den Unterschied

Samsung Galaxy S23 Display
Wir klären, was das Galaxy S23 (Bild) besser als sein Vorgänger macht (© 2023 CURVED )
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Galaxy S22 vs. S23: Was hat sich beim 2023er-Modell im Vergleich zum Galaxy S22 verändert? Wir verraten euch, mit welchen Features sich das Standardmodell von seinem direkten Vorgänger abhebt  – und wo alles beim Alten geblieben ist.

Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick
Lars Wertgen
Lars Wertgen

Samsung hat das Galaxy S23 im Vergleich zum Galaxy S22 nur in wenigen Punkten verändert: In den Kategorien Kamera, Display und Haptik finden wir wenige bis keine Unterschiede. Der Hersteller hat sich auf die wenigen Schwachstellen des Galaxy S22 konzentriert und vor allem die Leistung und Akkulaufzeit spürbar verbessert.

Darüber hinaus hat Samsung das Design etwas angepasst – und den Preis. Ob die Verbesserungen den Aufpreis letztendlich wert sind und für wen welches Modell das richtige ist, klären wir im weiteren Verlauf.

Inhaltsverzeichnis

Preis: Mit dem Galaxy S22 sparen

Samsung hat für das Galaxy S22 mit der kleinsten Speicherkonfiguration einst 849 Euro aufgerufen. Über ein Jahr nach Markstart findet ihr das Modell mit 128 GB Speicher bereits für unter 600 Euro (Stand: März 2023) – und mitunter gibt es das Galaxy S22 mit Vertrag als spannenden Deal für Sparfüchse.

Für das Galaxy S23 hat der Hersteller die Preisschraube nun etwas angezogen: Das Standardmodell aus 2023 beginnt bei 949 Euro. Dafür bekommt ihr weiterhin die Option mit 128 GB Datenspeicher. Die Erhöhung der Einführungspreise betrifft übrigens alle Galaxy-S23-Preise.

Auch wenn sich der Händlerpreis des Galaxy S23 bereits unter 850 Euro (Stand: März 2023) eingependelt hat, bleibt das Galaxy S22 das deutlich günstigere Gerät.

Design: S23 nähert sich dem Ultra an

Nur minimale Unterschiede zwischen dem Galaxy S22 und Galaxy S23 finden wir bei Haptik und Design. Was unter anderem ein Blick auf Abmessungen und Gewicht zeigt, die sich jeweils nur marginal im Vergleich unterscheiden:

  • Galaxy S22: 146,0 x 70,6 x 7,6 mm, 167 g
  • Galaxy S23: 146,3 x 70,9 x 7,6 mm, 168 g

"Marginal" ist ein gutes Stichwort, denn auch optisch hat sich nur sehr wenig getan. Der Displayrand und das Loch, in dem die Frontkamera untergebracht ist, sind beim Galaxy S23 ein kleines bisschen schmaler als noch beim Galaxy S22. Zudem verbaut Samsung 2023 einen stabileren "Armor Aluminium"-Rahmen, den ihr bereits von den Ultra-Modellen kennen dürftet.

Samsung Galaxy S23 Test Aufmacher
Das Galaxy S23 (Bild) hat das bisher Ultra-exklusive Kameradesign spendiert bekommen (© 2023 CURVED )

Auf der Rückseite gibt es hingegen einen deutlich sichtbaren Unterschied: Die Objektive des Galaxy S23 sitzen einzeln im Gehäuse. Das Modell nähert sich damit dem schlichten, aber edel aussehenden Rücken des Galaxy S23 Ultra an. Beim Galaxy S22 sind die Linsen Teil eines separaten Kamera-Moduls, das sich von der restlichen Rückseite abhebt. Für zusätzliche Frische sorgen neue Galaxy-S23-Farben.

Display: Hohes Niveau bleibt hoch

Samsung liefert euch traditionell herausragende Bildschirme. Das Galaxy S22 und Galaxy S23 bilden keine Ausnahme. Und der Hersteller fand das Display des bisherigen Modells anscheinend so gut, dass er nahezu keinen Raum für Verbesserungen sah. Laut der Datenblätter handelt es sich quasi um die gleichen Displays.

Der einzige Unterschied: Die maximale Helligkeit hat sich erhöht. Laut Samsung könnt ihr Displayinhalte nun auch bei direkter Sonneneinstrahlung ablesen. Gleich bleiben unter anderem die erhöhte Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz und die Auflösung:

  • Galaxy S22: 6,1 Zoll, Dynamic AMOLED, bis zu 120 Hz, FHD+ (2340 x 1080), 1300 Nits
  • Galaxy S23: 6,1 Zoll, Dynamic AMOLED, bis zu 120 Hz, FHD+ (2340 x 1080), 1750 Nits
Galaxy S22 120 Hz Display
Das Display von Galaxy S22 (Bild) und S23 unterstützt 120 Hz (© 2022 CURVED )

Kamera: Galaxy S23 vs. S22

Wir haben die Datenblätter durchsucht, aber (von der 12- statt 14-MP-Frontkamera abgesehen) nichts Besonderes gefunden: Was die Hardware angeht, hält Samsung beim Galaxy S23 größtenteils genau an den Komponenten fest, die ihr bereits aus dem Galaxy S22 kennt:

Weitwinkel:
  • Galaxy S22: Auflösung 50 MP, Sensorgröße 1/1.56", Blende F1.8
  • Galaxy S23: Auflösung 50 MP, Sensorgröße 1/1.56", Blende F1.8
Ultraweitwinkel:
  • Galaxy S22: Auflösung 12 MP, Sensorgröße 1/2.55", Blende F2.2
  • Galaxy S23: Auflösung 12 MP, Sensorgröße 1/2.55", Blende F2.2
Tele:
  • Galaxy S22: Auflösung 10 MP, Sensorgröße 1/3.94", Blende F2.4
  • Galaxy S23: Auflösung 12 MP, Sensorgröße 1/2.55", Blende F2.2

Nimmt man den bloßen Blick auf die Hardware, muss sich Samsung sicherlich den Vorwurf gefallen lassen, relativ uninspiriert zu agieren – und das bei einem für viele von euch sehr wichtigen Thema: der Kamera. Samsung dürfte aus der Kameratechnik aber unter anderem per Software und über den Snapdragon-Chip (siehe im nächsten Abschnitt) des Galaxy S23 noch etwas mehr herausholen.

Dazu kommt mit dem S23 die Option HDR-Videos in 4K und mit 60 fps aufzunehmen. Wie groß der Unterschied in der Bildqualität letztendlich ist, haben wir in unserem Test des Galaxy S23 aufgelöst. Hier einige Beispielfotos des Galaxy S23 aus unserem Test:

Leistung: Was das Galaxy S23 dem S22 voraus hat

Zugegeben: Bislang sind die Unterschiede zwischen Galaxy S23 und Galaxy S22 überschaubar. Wir sind aber endlich an einem echten Upgrade angekommen. Samsung verbaut im Galaxy einen Snapdragon-Chip von Qualcomm. Ihr kommt also in den Genuss des aktuell besten für ein Android-Handys verfügbaren Chipsatzes.

Für seine hauseigenen Exynos-Chipsätze hagelte es für Samsung immer wieder Kritik. Das Galaxy S23 hat dem S22 einiges an Leistung voraus. Sowohl die Grafikleistung als auch Prozessor haben einen deutlichen Sprung gemacht. Benchmarks belegen das mit Zahlen: Im Geekbench 5 schneidet der Prozessor des S23 in etwa 30 Prozent besser ab, als der des S22. Der Snapdragon ist zudem deutlich sparsamer und weniger anfällig für Wärmeentwicklung.

  • Galaxy S22: Exynos 2200
  • Galaxy S23: Snapdragon 8 Gen 2

Auf Augenhöhe sind beide Modelle beim Arbeitsspeicher (8 GB) und den Auswahlmöglichkeiten des internen Speichers (128 GB und 256 GB). Da das Galaxy S23 aber über eine schnellere Arbeitsspeicher-Geschwindigkeit (3172 Mhz vs. 3686 Mhz) verfügt, dürfte das Handy noch effizienter mit Multitasking umgehen. Insgesamt geht der Punkt für die Leistung klar an das Galaxy S23.

Akkulaufzeit: Samsung optimiert

Im Vergleich der Akkukapazität des Galaxy S23 mit dem Energiespeicher des Galaxy S22 gibt es eine weitere Veränderung. Samsung spendiert dem jüngeren Modell zusätzliche 200 mAh, sodass die verbaute Batterie des S23 auf 3900 mAh kommt. In Kombination mit dem deutlich energieeffizienteren Chipsatz bringt euch das – je nach Kategorie und Nutzungsart – eine bis zu 25 Prozent längere Akkulaufzeit. Samsung hat hier an den richtigen Stellschrauben gedreht und Samsung-Fans mit einer optimierten Akkulaufzeit einen Wunsch erfüllt.

Gesprächszeit (4G):
  • Galaxy S22: Bis zu 33 Stunden
  • Galaxy S23: Bis zu 35 Stunden
Internetnutzung (4G):
  • Galaxy S22: bis zu 17 Stunden
  • Galaxy S23: bis zu 20 Stunden
Internetnutzung (WLAN):
  • Galaxy S22: bis zu 15 Stunden
  • Galaxy S23: bis zu 20 Stunden
Musikwiedergabe:
  • Galaxy S22: bis zu 57 Stunden
  • Galaxy S23: bis zu 71 Stunden
Videowiedergabe:
  • Galaxy S22: bis zu 19 Stunden
  • Galaxy S23: bis zu 22 Stunden

Keine Änderungen gibt es hingegen bei den Lademöglichkeiten. Samsung vertraut sowohl beim Galaxy S22 als auch dem Galaxy S23 auf Schnellladen mit maximal 25 W. Das dafür benötigte Zubehör ist separat erhältlich und generiert dem Akku des Galaxy S22 innerhalb von 70 Minuten eine komplette Ladung. Beim S23 sollen es vier Minuten mehr sein, was auf den etwas üppigeren Akku zurückzuführen ist.

Induktives Laden und Wireless PowerShare sind mit beiden Geräten möglich. Ihr könnt also kabellos laden oder den Akku eures Handys nutzen, um zum Beispiel eure Kopfhörer aufzuladen.

Wie findet ihr das? Stimmt ab!
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