iPhone-Display kaputt? Alle Infos zu Wechsel und Reparatur

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Dieses iPhone-Display ist hinüber
Dieses iPhone-Display ist hinüber(© 2014 istock.com/deyangeorgiev)

Jetzt ist es passiert: Ihr habt einmal nicht aufgepasst und schon ist das Display Eures iPhones hinüber. Wir verraten Euch, was Ihr tun könnt.

Teure Smartphones sind nicht nur schick anzusehen und leistungsstark, sondern auch anfällig für allerlei Schäden. Fällt das Gerät im falschen Winkel auf den Boden, geht das Display schnell kaputt. Da hilft dann auch kein Gorilla- oder Saphirglas mehr. Ist das Kind erstmal in den Brunnen beziehungsweise auf den Boden gefallen, muss aber noch nicht gleich ein neues iPhone her.

Die Reparatur durch Apple wird teuer

Zunächst einmal Grundlegendes: Auch wenn es Apple nach wie vor etwas kompliziert ausdrückt, habt Ihr nach dem deutschen Verbraucherschutzgesetz zwei Jahre Garantie auf Euer iPhone. Allerdings regelt der Hersteller auch klar, dass diese keine Schäden abdeckt, die “durch Unachtsamkeit, Demontage, nicht autorisierte Reparaturen und nicht autorisierte Änderungen entstehen.” Wenn das Display also kaputtgeht, weil Euch Euer iPhone beim Laufen aus der Hand rutscht, ist das kein Garantiefall. Dann müsst Ihr für die Reparatur im Apple Store löhnen: 127,10 Euro kostet der Austausch eines Displays bei einem iPhone 6 oder iPhone 6s. Habt Ihr etwas anderes kaputt gemacht, weil zum Beispiel Wasser ins Gerät eingedrungen ist, wird es bis zu 315 Euro teuer.

Anders sieht es aus, wenn Ihr AppleCare+ für iPhone bei Apple abgeschlossen habt. Der Service kostet je nach Gerät einmalig bis zu 149 Euro. Er deckt bis zu zwei Reparaturen bei unbeabsichtigter Beschädigung ab, für die Ihr aber eine Servicegebühr in Höhe von jeweils 69 Euro zahlen müsst. Ein durch Unachtsamkeit zerstörtes Display kostet dann bei einem iPhone 6 zum Beispiel 168 Euro (99 Euro für AppleCare+ und 69 Euro Servicegebühr). Beim iPhone 6s kostet die Reparatur sogar 218 Euro (149 Euro für AppleCare+ und 69 Euro Servicegebühr).

Man muss kein MacGyver sein

Mit dem richtigen Werkzeug und einer guten Anleitung ist die Reparatur eines iPhones auf eigene Faust aber kein Problem. Die Webseite iFixit bietet bietet fürs iPhone 6 zum Beispiel 20 Schritt-für-Schritt-Anleitungen auf Deutsch an. So erfahrt Ihr etwa, wie Ihr den Akku, das Display oder den Home-Button selbstständig austauscht. Passende Bauteile und das Werkzeug bietet iFixit gleich mit an. Das Problem: iFixit ist eine US-amerikanische Webseite. Zum Bestellen braucht Ihr eine Kreditkarte und Sitzfleisch, denn die Lieferung aus den USA kann Zeit in Anspruch nehmen.

Ist nur das Display kaputt, werdet Ihr hierzulande zum Beispiel bei iCracked fündig. Das DIY-Kit “Displaytausch” fürs iPhone 6 inklusive aller nötigen Werkzeuge könnt Ihr dort für rund 135 Euro bestellen. Auch bei Amazon gibt es diverse Ersatzteile und passendes Werkzeug für verschiedene iPhone-Modelle. Beim Einkauf ist aber Vorsicht geboten: Längst nicht jedes Ersatzteil ist ein gutes Ersatzteil. Ihr solltet vor dem Kauf immer einen Blick in die Bewertungen werfen und Angebote miteinander vergleichen.

Außerdem solltet Ihr beachten, dass Ihr Euch nicht mehr innerhalb der Garantie bewegt, wenn Ihr selbst Hand anlegt. Denn wir haben ja schon gelernt, dass “nicht autorisierte Reparaturen” nicht durch die Apple-Garantie abgedeckt sind. Bei der Reparatur in Eigenregie ist also Vorsicht angebracht.

Regionale Anbieter und Versicherungen

Ist Euch die Montage deswegen zu heikel, könnt Ihr Euer iPhone auch außerhalb des Apple Stores reparieren lassen. iCracked bietet Euch zum Beispiel an, einen sogenannten iTech zu beauftragen. Der kommt dann zu Euch nach Hause und repariert Euer iPhone vor Euren Augen. Ihr könnt das Gerät aber auch einschicken. Ähnliche Services bieten auch andere regionale Werkstätten. Bei Qualität und Preis kann es natürlich zu Abweichungen kommen. Auch ist nicht immer gesagt, dass alle Dienstleister Originalteile verwenden. Oft lohnt sich im Vorfeld ein Check im Internet. Anhand von Kundenbewertungen könnt Ihr etwa abschätzen, ob der Shop etwas taugt. Wenn Ihr lieber zu einem zertifizierten Apple-Partner gehen wollt, ist beispielsweise Gravis ein Anlaufpunkt. Allerdings zahlt Ihr dort ungefähr so viel, manchmal sogar mehr, als im Apple Store.

Wollt Ihr sichergehen, dass Ihr bei der nächsten Reparatur kein Vermögen mehr ausgeben müsst, kommt vielleicht eine Smartphone-Versicherung für Euch in Frage. Online-Versicherer wie Schutzklick oder Onlineversicherung.de bieten nicht nur Schutz gegen Sturz- oder Bruchschäden sondern decken auch Wasser- und Feuchtigkeit und optional sogar Diebstahlschutz an. Kostenpunkt: je nach Gerät und Anbieter zwischen 4 und 9 Euro im Monat.

Tollpatsche können zusätzlich versuchen, das iPhone mit einer Hülle zu schützen. Klar, so etwas sieht nicht immer schick aus, minimiert aber zumindest etwas die Gefahr bei Stürzen. Apple selbst hat im Online-Store eine Große Auswahl an kompatiblen Hüllen im Angebot. Ansonsten gilt: Handle with care! Ein iPhone, das nicht herunterfällt, geht auch nicht kaputt.


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