Android: Exploit ermöglicht Fremden ungeingeschränkten Root-Zugriff

Rowhammer – unter diesem Namen ist schon länger eine Sicherheitslücke bekannt. Unter Android schien diese aber keine Gefahr darzustellen, gingen Experten doch davon aus, dass sie sich in der Praxis kaum nutzen lasse. Nun ist es Sicherheitsforschern gelungen, auf diese Weise Root-Rechte auf Smartphones zu Erlangen, wie XDA-Developers meldet.

Die IT-Profis von Carnegie Mellon und Intel Labs haben ihre Arbeit als Video veröffentlicht, das den Rowhammer-Exploit demonstriert. Potenziell betroffen seien Android-Smartphones von LG, Samsung, OnePlus und Lenovo. Die Forscher haben die Methode zum Erlangen von Root-Rechten auf den Namen "Drammer" getauft, da sie sich eine Eigenheit von DRAM-Speicherbausteinen zunutze macht. Ein Fix scheint nicht allzu einfach zu sein.

Google weiß schon Bescheid

Laut dem Sicherheitsforscher Victor van der Veen gebe es kein "schnelles Software-Update", das dem Rowhammer-Exploit einen Riegel vorschieben könne. Dennoch weiß Google schon seit Juli 2016 Bescheid – und hat offenbar schon eine Lösung gefunden. Die Lücke werde voraussichtlich mit dem Android-Sicherheitsupdate für November ausgerollt, heißt es. Sollte Euer Gerät keinen Download erhalten, dann sollt Ihr mit einer App im Play Store überprüfen können, ob Euer Smartphone betroffen ist.

Tatsächlich ist es den Forschern nämlich nicht gelungen, den Rowhammer-Exploit jedesmal auszuführen, auch wenn es sich um das gleiche Modell handelte. So sollen zwölf von 15 Nexus-Geräte geknackt worden sein, aber nur eins von zwei Galaxy S5-Einheiten. Neben Googles eigenen Smartphones wie dem Pixel und dem Pixel XL bekommen auch die Android-Modelle von Fremdherstellern monatliche Sicherheitsupdates. Besonders Samsung ist schnell darin, das Galaxy S7 und S7 Edge mit Updates zu versorgen.


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