Apple Car: So wurde aus Project Titan das CarOS

Nach den ursprünglichen Spekulationen, dass das „Project Titan“ ein autonomes Apple-Auto hervorbringen würde, bremste Tim Cook im Februar die Erwartungen. Man wolle sich zunächst nur auf die dafür notwendige Software konzentrieren. Wie es dazu kam, enthüllt nun ein neuer Bericht.

Apples Pläne zur Entwicklung eines eigenen autonomen Autos liegen zumindest vorerst auf Eis. Stattdessen wollen die Kalifornier sich erst einmal auf das Entwickeln "autonomer Systeme" für andere Fahrzeughersteller beschränken. Die Hintergründe dieser Entwicklung erklärt die New York Times nun in einem Artikel.

Fünf Personen, die mit Apples Geheimprojekt „Titan“ vertraut gewesen seien, sollen die Tageszeitung demnach über Details informiert haben, die letztendlich zu dem Kurswechsel beigetragen hätten. Schuld daran seien unter anderem Unstimmigkeiten zwischen den Verantwortlichen gewesen. Apples ungenaue Zieldefinition für das Projekt habe zu Uneinigkeit darüber geführt, was das autonome Fahrzeug eigentlich können sollte.

Autonom oder nicht?

Im Raum standen sowohl ein vollkommen selbstständig fahrendes Auto als auch ein semi-autonomes Fahrzeug, das die Steuerung bei Bedarf dem Fahrer überlassen würde. Steve Zadesky, der ursprünglich die Leitung des Projektes innehatte, habe letztere Variante bevorzugt. Design-Chef Jonathan Ive und sein Team sollen sich dagegen für die fahrerlose Version ausgesprochen haben, da Apple das Auto damit neu erfinden würde. Unabhängig davon sei die Entwicklung am autonomen Fahrzeug-Betriebssystem CarOS vorangeschritten. Dabei soll es ebenfalls zu einer hitzigen Debatte über die zu verwendende Programmiersprache gekommen sein.

2016 habe Zadesky Apple schließlich aus persönlichen Gründen verlassen. Die Leitung von "Project Titan" soll danach Bob Mansfield übernommen haben. Dieser habe die Pläne für ein autonomes Auto zurückgestellt und die Entwicklung der dafür notwendigen Software priorisiert. Im Zuge dessen soll er auch große Teile des Personals entlassen haben, das an der Fahrzeugentwicklung gearbeitet hatte.

Weitere Artikel zum Thema
iPhone X: Nach­fol­ger soll klei­nere Notch erhal­ten
Michael Keller4
In der Notch des iPhone X befinden sich die Sensoren für Face ID
Das iPhone X wird 2018 wahrscheinlich einen Nachfolger erhalten – bei dem Apple einen Makel zumindest etwas verkleinern könnte.
Apple gewährt Einblick in Forschung zu selbst­fah­ren­den Autos
Guido Karsten6
Forscher von Apple könnten den bislang besten Ansatz für die Erkennung von Hindernissen entdeckt haben
Apple arbeitet weiter an der Technologie für selbstfahrende Autos. Forscher des Unternehmens ließen sich nun sogar in die Karten schauen.
Die besten Musik-Apps für die Apple Watch
Curved-Redaktion
Mit Shazam wisst ihr welchen Song ihr gerade hört.
Die Apple Watch ist mehr als eine Uhr und ein Fitness-Coach. Mit den passenden Apps bringt sie euch auch musikalische Highlights ans Handgelenk.