Apple vs. Spotify & Co.: iTunes Radio-App für iOS 8

iTunes Radio brachte nicht den erhofften Erfolg - was folgt nun?
iTunes Radio brachte nicht den erhofften Erfolg - was folgt nun?(© 2014 iTunes Radio, CURVED Montage)

iTunes Radio soll auf den Home Screen – da ist schließlich auch die Konkurrenz. Apple testet für iOS 8 eine Standalone-App seines Streaming-Diensts. Die Beförderung soll Apples Spotify-Gegenspieler zu mehr Sichtbarkeit und damit auch mehr Attraktivität für Kunden verhelfen.

Nach iOS 7.1 ist vor iOS 8: Apple testet bereits fleißig Neuerungen für das nächste große Update seines Betriebssystems, unter anderem eine mit einigen Features aufgerüstete Karten-App. Auch iTunes Radio steht im Zuge dessen für eine Generalüberholung auf dem Plan, wie 9to5Mac berichtet. Dafür soll sich das Streaming-Angebot aus seinem bisherigen Versteck als Unterpunkt der Musik-App herausbewegen und eine vollwertige eigene Anwendung werden.

Auf Augenhöhe mit der Konkurrenz

Als eigenständige App würde sich iTunes Radio in iOS 8 genau dort platzieren, wo auch die Konkurrenz mit ihren Angeboten landet: Auf dem Home Screen. Damit wäre Apples hauseigener Streaming-Dienst nicht nur endlich auf Augenhöhe mit seinen Mitwerbern, sondern hätte als vorinstallierte App auch noch einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil: Das kostenlose Streaming-Angebot von iTunes Radio ist von Anfang an startklar, während Spotify und Co. erst aus dem App Store geladen werden müssen.

Mit diesem prominenten Status wäre der Dienst auch für Anzeigenkunden attraktiver, schließlich finanziert Apple das Gratis-Angebot durch Werbeeinblendungen, die mit einem Abo von iTunes Match abgeschaltet werden können.

Bleibt in iTunes Radio sonst alles beim Alten?

Optisch und funktional soll iTunes Radio auch nach der Ausgliederung nah an der Musik-App bleiben, berichten die mit der Sache angeblich vertrauten Quellen von 9to5Mac. Von etwaigen neuen Features ist darin keine Rede. Nachdem am Montagmittag Anzeichen für einen baldigen Deutschland-Start von iTunes Radio aufgetaucht sind, könnte das Thema letztendlich auch hiesige Nutzer betreffen – iOS 8 kommt schließlich wahrscheinlich erst mit dem iPhone 6.

Es wäre nicht das erste Mal, dass Apple in seiner Musik-App Feature-Outsourcing betreibt. In der Vergangenheit wurden zum Beispiel iTunes-Videoinhalte wie Serien und Filme in die Video-App verschoben oder Podcasts mit einer eigenständigen App bedacht. Das Umdenken für iOS 8 steckt dem Bericht zufolge noch in einer frühen Phase – fest steht die Zukunft von iTunes Radio also noch nicht.


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