Bixby 2.0: Samsungs KI wird zur Alexa-Konkurrenz und kommt auf mehr Geräte

Bislang ist Bixby auf Smartphones wie dem Galaxy S8 zu finden
Bislang ist Bixby auf Smartphones wie dem Galaxy S8 zu finden(© 2017 CURVED)

Bixby 2.0 kommt: Nur knapp sechs Monate nach der Einführung seines Assistenten hat Samsung auf einer Entwicklerkonferenz den Nachfolger angekündigt. Die KI soll künftig nicht nur auf Smartphones wie dem Galaxy S8 nutzbar sein, sondern auch zur Unterstützung im Smart Home werden.

Damit positioniert Samsung seine KI als Konkurrenz zu Amazons Alexa und dem Google Assistant, wie The Verge berichtet. Bixby 2.0 soll natürliche Sprache besser verstehen, Wünsche vorhersagen und zwischen Nutzern unterscheiden können. Außerdem soll der Assistent laut des Unternehmens "zur zentralen Kontrollstelle des Geräte-Ökosystems werden". Dazu gehören Smartphones, Smart TVs und Lautsprecher, aber auch andere Geräte wie Kühlschränke, die mit dem Smart Home verbunden sind.

Entwicklung soll vorangetrieben werden

Eine weitere Neuerung von Bixby 2.0 gegenüber dem Vorgänger: Samsung will die KI durch deutlich mehr Menschen weiterentwickeln lassen. Zu diesem Zweck stellt das Unternehmen ein "Bixby Software Development Kit" bereit. Auf smarten Fernsehern von Samsung selbst soll die Assistenz schon bald zur Verfügung stehen, allerdings zunächst nur in den USA und Südkorea.

Der Start von Bixby war zunächst etwas holprig: So dauerte es eine ganze Weile, bis die KI nach der Vorstellung im März 2017 mit dem Galaxy S8 auch ihren Weg auf US-Geräte fand. Deutsch spricht Bixby bis heute (Stand: 19. Oktober 2017) nicht. Insgesamt seien die unterschiedlichen Versionen verwirrend für Nutzer; außerdem sei Bixby aktuell ineffektiv, verglichen mit der Konkurrenz von Amazon, Google und Apple. Es wird sich zeigen, inwieweit Samsung bei Bixby 2.0 aus den Fehlern gelernt hat.

Gut wäre auch eine Weiterentwicklung der zugehörigen Hardware: Erst kürzlich hat Samsung die Abschaltung des Bixby-Buttons beim Galaxy S8 und Galaxy Note 8 erlaubt, weil die versehentliche Aktivierung bei den Nutzern zu viel Frust geführt hat.


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