Google Pixel 2 XL: Alle Details zu Googles kommendem Top-Smartphone

Ein Mockup des Pixel 2 XL zwischen den Vorgängern
Ein Mockup des Pixel 2 XL zwischen den Vorgängern(© 2017 Twitter / Benjamin Geskin)

Das Pixel (XL) war Googles erster eigener Versuch auf dem Smartphone-Markt. Früh war klar: Ein Nachfolger kommt. Mittlerweile gibt es einige Leaks und Gerüchte zum Pixel 2 XL. Wir geben Euch einen Überblick.

Das Pixel 2 wird kommen. Diese Aussage ist keine Überraschung. Im Rahmen einer Medienrunde auf dem Mobile World Congress 2017 hatte Googles Hardware-Chef Rick Osterloh das schon bekannt gegeben. Wie das neue Gerät aussehen und was darin stecken wird, konnte Osterloh zu so einem frühen Zeitpunkt natürlich noch nicht. Mittlerweile kursieren aber einige Leaks im Internet, die einen Eindruck darauf geben, auf was wir uns im Herbst 2017 freuen dürfen. Dabei hat sich die Zahl der Geräte stark limitiert. Zunächst gab es Gerüchte zu zwei Geräten, dann sogar zu dreien, mittlerweile beschränken sich Leaks auf ein großes Gerät, das vermutlich Pixel 2 XL heißen wird.

Kommt das neue Pixel von LG?

Den Anfang macht ein Bild, das Android Police Mitte Juli 2017 zugespielt wurde. Das Blog hat das Bild aus einer sehr zuverlässigen Quelle bekommen und ist sich sehr sicher, dass drauf das Pixel 2 XL zu sehen ist. Es könne jedoch sein, dass am Design noch die eine oder andere kleine Änderung vorgenommen wird, bevor die finale Version steht. Trotzdem ist sich Android Police sicher: So wird das kommende Pixel 2 XL aussehen.

Sehen wir hier schon das Google Pixel 2 XL?(© 2017 Android Police)

Käme es so, würde es bedeuten, dass Google mit der Zeit geht. Im Vergleich zum ersten Pixel gibt es deutlich dünnerer Display-Ränder und einen größeren Bildschirm bei fast gleichen Gehäusemaßen. Das OLED-Display im 2:1-Format soll sechs Zoll messen und eine Always-on-Funktion bieten.

Genau betrachtet, erinnert die Vorderseite sogar ein wenig ans LG G6. Zufall soll das Gerüchten zufolge nicht sein. Angeblich hat Google 2017 LG mit der Fertigung eines sehr großen Pixels beauftragt. Im letzten Jahr soll HTC der Zulieferer gewesen sein. Ausgesprochen hat das offiziell aber niemand.

Auf der Rückseite erkennen wir, dass die Glasschicht im Vergleich zur aktuellen Generation weniger Platz einnimmt und sich nicht mehr über den Fingerabdrucksensor erstreckt. Ein weiteres Detail könnte Fotofreunde enttäuschen: Offenbar kommt Googles neues Top-Gerät nicht mit einer Dualkamera. Allerdings: Im letzten Jahr hat es die auch nicht gebraucht um in der Spitzenklasse mitzumischen.

Highend-Chipsatz und Drück-Rahmen

Im Inneren wäre alles andere als der Snapdragon 835 als Chipsatz eine Überraschung. Die einzige Ausnahme: Qualcomm stellt, wie im Vorjahr, erneut eine fortgeschrittene Variante für die zweite Jahreshälfte 2017 vor. Dazu gibt es wohl vier Gigabyte Arbeitsspeicher und 64 Gigabyte Datenspeicher. Letzterer war in der ersten Generation nicht erweiterbar. Bislang gibt es auch keine Anzeichen für eine Änderung.

Ein Feature für die Hardware soll sich Google noch bei HTC abgeschaut haben. Wie beim HTC U11 sollt Ihr auch beim neuen Pixel den Rahmen feste drücken können, um etwa Apps schnell zu starten oder andere Sonderfunktionen zu aktiveren. Ob es dafür dann passende Software-Tricks in Android O gibt? Denn das Google sein eigenes Smartphone mit der neuesten Software-Version ausstattet, ist natürlich gesetzt. Dass man auch hier die Oberfläche wieder etwas anpasst und den exklusiven Pixel-Launcher installiert, ist seit der ersten Entwickler-Version von Android O bekannt.

Was wir uns noch wünschen

Bis hier hin klingt das Pixel 2 XL nach einer runden Sache, auch wenn bis zur Vorstellung, die vermutlich wieder im Herbst stattfinden wird, noch einige Zeit vergeht. Zusätzlich zu einem großen Display im kleinen Gehäuse und pfeilschneller Hardware haben wir aber noch ein paar Wünsche anzubringen. Das neue Pixel sollte zum Beispiel wasserdicht sein. Denn wie sein(e) Vorgänger wird das Top-Gerät von Google mit Sicherheit nicht günstig. Da ist ein anständiger Schutz gegen zeitweises Untertauchen angebracht. Die Konkurrenz bietet diesen schließlich auch.

Aus dem gleichen Grund wünschen wir uns auch einen längeren Support-Zeitraum. Das aktuelle Pixel erhält neue Android-Versionen nur für zwei, den monatlichen Sicherheitsptach nur drei Jahre lang. Für die Android-Referenz von Google ist das viel zu wenig. Vielleicht denkt Google mittlerweile ja in die gleiche Richtung. Im Herbst sind wir schlauer.

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