iPhone 6 Plus: Da gibt's doch auch was mit Android OS!

Peinlich !104
iPhone 6, iPhone 6 Plus, iPhone 5
iPhone 6, iPhone 6 Plus, iPhone 5(© 2014 CURVED)

Ein großes Apple-Dogma wurde auf der gestrigen Keynote beiseite gewischt; nicht einfach so, sondern unter verbalen Fanfarenstößen à la "Bigger than Bigger": Das iPhone 6 Plus kommt mit einem für bisherige iVerhältnisse riesenhaften 5,5 Zoll-Display, das mit 1080p auflöst. Was den Saal in San Francisco zum Toben brachte, ließ die meisten Android-Kenner unbeeindruckt, denn hochauflösende Phablets mit dem Google OS sind ein alter Hut. Uns fallen auf Anhieb diverse Alternativen zum iPhone 6 Plus ein, die wir noch unschlüssigen Kaufinteressenten im Folgenden präsentieren.

Tadaaa, das iPhone 6 Plus ist ein Phablet und löst mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten (401 ppi) auf. In seinem Inneren werkelt ein wohl potenter A8-Chipsatz, eine 8-Megapixel-Kamera mit optischem Bildstabilisator und es kommt in Speichervarianten von 16 GB, 64 GB und 128 GB, die mit saftigen 799 Euro, 899 Euro und 999 Euro zu Buche schlagen — und wir dachten schon, das Samsung Galaxy Note 4 wäre mit 799 Euro ein teures Stück mobiler Hardware.

Und weil es neben dem Note 4 noch so viele gute Android-Phablets respektive -Smartphones in der Größenklasse zwischen 5 und 6 Zoll gibt, zeigen wir Euch hier ein paar würdige Alternativen zum neuen "Phapplet".

Samsung Galaxy Note 4

Gerade erst auf der IFA vorgestellt und bei ersten Providern mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 799 Euro gelistet, ist das Galaxy Note 4 von Samsung nicht schon beinahe das teuerste Android-Phablet am Markt, es ist wohl auch eines der besten erhältlichen Geräte mit dem Google OS.

Das Galaxy Note verfügt über einen 5,7 Zoll großen Super AMOLED-Screen, der mit 2.560 x 1.440 Pixeln auflöst und damit eine Pixeldichte von 515 ppi realisiert. Der nagelneue Snapdragon 805 mit 2,7 GHz und drei Gigabyte Arbeitsspeicher sollte mindestens genauso potent wie der A8 sein. 32 Gigabyte interner Speicher, erweiterbar per microSD, eine 16-Megapixel-Kamera — ebenfalls mit optischem Bildstabilisator —, ein Stylus (wie sich das für ein Tablet gehört) mit vielen sinnvollen Software-Features und ein gewaltiger, auswechselbarer 3.220 mAh-Akku.

Mit 8,5 Millimetern ist das Note 4, das wie das Alpha mit einem schicken Alu-Rahmen ausgestattet ist, etwas dicker als das iPhone 6 Plus, wiegt mit 176 Gramm aber fast genauso viel.

Huawei Ascend Mate 7

Ebenfalls frisch von der IFA erreicht das Ascend Mate 7 von Huawei den deutschen Markt im Oktober dieses Jahres zum extrem günstigen UVP von 499 Euro. Auf der Messe in Berlin hat der 6 Zöller unter den anwesenden Journalisten ob seines schicken Gehäuses für Furore gesorgt: Alurücken und -ränder sowie eine Gerätefront, die mit 83 Prozent Displayfläche fast nur Inhalte zeigt. Und: Das 7,5 Millimeter dünne Mate 7 verfügt über einen richtig großen 4.100 mAh-Akku und einen 16 Gigabyte großen internen Speicher, der sich per microSD-Karte erweitern lässt.

Der Screen löst wie im iPhone 6 Plus mit 1080p auf, ein Huawei-eigener achtkerniger Kirin-Prozessor sorgt für Vorschub. Abgerundet wird das Paket von einem Fingerabdruck-Scanner auf dem Rücken, einer 13-Megapixel-Kamera sowie LTE nach Cat 6-Standard.

OnePlus One

Auch das von uns zum aktuellen "Goldstandard" der Android-Smartphones erkorene OnePlus One glänzt mit einem 5,5 Zoll großen Full HD-Display (401 ppi), einem Snapdragon 801-Chipsatz mit drei Gigabyte Arbeitsspeicher, 64 Gigabyte internem Speicher und einem extrem niedrigen Preis von 299 Euro (das kleine 16-Gigabyte-Modell kostet noch weniger, wegen des fehlenden microSD-Slots raten wir von dem aber ab).

Hier gibt es eine ausgezeichnete 13-Megapixel-Kamera und einen 3.100 mAh-Akku in einem schicken, 8,9 Millimeter dünnen Gehäuse, das 162 Gramm wiegt.

Sony Xperia Z3

Etwas kleiner — nämlich lediglich 5,2 Zoll — ist der Screen des neuen Xperia Z3 von Sony, der ebenfalls mit 1080p auflöst und damit auf eine Pixeldichte von 423 ppi kommt. Auch hier werkelt der Snapdragon 801-Vierkerner mit drei Gigabyte Arbeitsspeicher unter dem schicken Glas-Alu-Gewand, auch hier lassen sich die 16 Gigabyte interner Speicher per microSD-Karte erweitern.

Besonderheit des Z3: Es hält nach IP65/68 bis zu einer halben Stunde und einer Tauchtiefe von anderthalb Metern wasserdicht und verfügt über eine große 20,7-Megapixel-Kamera auf dem Rücken. Mit 7,3 Millimetern ist es beinahe so schlank wie das iPhone 6 Plus und mit einem UVP von 599 Euro deutlich günstiger.

Natürlich gibt es noch zig andere Android-Smartphones mit Displaygrößen jenseits der 5 Zoll-Marke und FHD- oder gar WQHD-Display — genannt seinen beispielsweise das LG G3, das Samsung Galaxy S5 oder auch das neue Motorola Moto X.

Wie sieht es unter unseren Lesern aus: Wird es ein iPhone 6 Plus werden, oder findet Ihr eine der genannten (oder eine ganz andere) Alternative reizvoller?


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