iPhone 7 und iPhone 7 Plus im Kameratest: auf Fotosafari im Treppenviertel

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Das Hamburger Treppenviertel, aufgenommen mit dem iPhone 7 Plus
Das Hamburger Treppenviertel, aufgenommen mit dem iPhone 7 Plus(© 2016 CURVED)

Apple ist bekannt dafür, in seinen iPhones sehr gute Kameras zu verbauen. Da sind die Erwartungen an das neue iPhone 7 und iPhone 7 Plus natürlich hoch. Also hieß es am Wochenende: Die letzten Sonnenstrahlen ausnutzen, die Akkus von iPhone 6s, iPhone 6s Plus, iPhone 7 und iPhone 7 Plus aufladen und ab ins beschauliche Hamburger Treppenviertel.

Das Setting ist denkbar einfach: HDR aktiviert und alle Einstellungen auf "Auto". Heißt: Die Kamera auf das Objekt halten und den Auslöser drücken. So, wie vermutlich der Großteil der iPhone-Nutzer auch Fotos schießt. Die Lichtbedingungen waren am vergangenen Sonntag alles andere als einfach: der Himmel mit Wolken bedeckt und dennoch so hell, dass man ohne Sonnenbrille kaum vor die Tür konnte. Das sorgt für starke Kontraste und stellt die Smartphone-Kameras vor die Herausforderung, allzu Helles nicht ausbrennen zu lassen, ohne das dunkle Bereiche absaufen bzw. verrauschen.

Dennoch ist das Wetter typisch für Hamburg in dieser Jahreszeit und dürfte damit große Überschneidungen haben mit den Herausforderungen für Touristen, die ihren Trip in die schönste Stadt Deutschlands dokumentieren wollen.

In Folge haben wir jeweils ein Set von Aufnahmen nebeneinander gestellt und präsentieren sie Euch anschließend einzeln, darunter Makros, Panoramaaufnahmen, Selfies sowie Nachtschüsse.

Wald mit HDR

Los geht es im Hirschpark in Hamburg-Nienstedten. Die Sonne steht noch hoch, das Licht ist relativ grell. Bei derlei Aufnahmen schalten alle iPhone-Kameras in den HDR-Modus. Die Module des iPhone 7 und iPhone 7 Plus liefern etwas mehr Details in den dunklen Bereichen.

Makro mit Blumen

Eigentlich nicht meine Art, Blumen zu fotografieren. Aber wenn Apple auf diese Weise die neuen Wide-Color-Qualitäten von Kamera und Display anpreist, will ich mal nicht so sein. Die Unterschiede wirken minimal zwischen den Geräten, dennoch wirken die Fotos der neuen Apple-Smartphones noch ein Stück realistischer.

Makro mit Kaffee

Der Instagram-Klassiker. Nach den ersten Kilometer Richtung Elbe musste eine kleine Stärkung her. Ohne direkte Sonneneinstrahlung fallen schon deutlichere Unterschiede zwischen den Kameras auf. Die Bilder von iPhone 7 und 7 Plus erscheinen satter, mitunter auch kontrastreicher.

Fähranleger mit Himmel

Achtet auf die Kombination aus hellem Himmel und dem dunklen Bereich rund um Holzverkleidung des Restaurants auf dem Fähranleger. Während dieser Bildabschnitt bei iPhone 6s und iPhone 6s Plus deutlich zu dunkel gerät, wirkt das bei den Bildern des iPhone 7 und iPhone 7 Plus deutlich ausgewogener.

Mittendrin im Treppenviertel

Viel los auf dem Bild: Haus und Bäume im Vordergrund, Häuser und Himmel im Hintergrund. Die Aufnahmen von iPhone 7 und iPhone 7 Plus wirken etwas kräftiger, die Details stimmen bei beiden Generationen.

Stadtaufnahme bei Sonnenuntergang

Heller Himmel und vergleichsweise dunkle Straßenschluchten: Wer in Städten fotografiert, kennt das Problem. Meiner Meinung nach kommen hier die Unterschiede zwischen den aktuellen Modellen und der Vorgänger-Generation am besten zur Geltung: Bei iPhone 7 und iPhone 7 Plus hat der Himmel bei Sonnenuntergang noch ausreichend Zeichnung, während die dunklen Häuserfassaden weder verrauschen, noch allzu schattig wirken.

Essen bei Kunstlicht

Volle Gönnung nach acht Kilometer und 30 Stockwerken (laut Apple Health): Einkehr beim Abaton Bistro im Grindelviertel. Bei Kunstlicht scheinen sich die Optiken der neuen iPhones ebenfalls zu bewähren. Während die Fotos von iPhone 6s und iPhone 6s Plus leicht rauschen, schaut das Essen auf den anderen Bilder noch lecker aus. Ob das am Flicker-Sensor liegt, der flackerndes Kunstlicht im iPhone 7 und 7 Plus quasi herausrechnen soll, ist schwer zu sagen.

Nachtaufnahme

Das gleiche Motiv ein paar Stunden später: Hier sind die Unterschiede zunächst nicht so groß, allerdings erzeugen die Kameras im iPhone 7 und iPhone 7 Plus mit f/1.8er Blende leicht lichtstärkere Aufnahmen.

Selfie-Time

Die Frontkamera hat Apple bei beiden neuen Smartphones überarbeitet. Sie lösen nun mit sieben Megapixeln auf.  Die Blende ist mit f/2.2 Blende gleich. Die Bilder entstanden am Nachmittag. Nicht wundern über die Augenringe: Die vergangenen Wochen haben ihre Spuren hinterlassen.

Fazit: sinnvoll verbessert

Apple hat seine iPhone-Kameras nochmal verbessert. Aktuell kann das Plus-Modell die Stärken seiner Dualkamera ohne das Update noch nicht ausspielen. So liegen iPhone 7 und iPhone 7 Plus derzeit gleichauf. Besonders auffällig sind die Unterschiede zum iPhone 6s und iPhone 6s Plus bei Motiven mit großen Kontrasten, etwa in der Stadt oder in der Natur bei allzu hellem Licht, aber auch bei Motiven mit weniger Licht. Hier macht sich die größere Blende der Rückkamera bemerkbar.


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